Technisches Büro Ing. Bernhard Hammer (TBH) plante „erste Passivhausbank“ Österreichs

18. April 2011

 

Mit der Umsetzung des vom TBH entwickelten Vorzeige-Energiekonzeptes geht die Raiffeisenbank Murau völlig neue Wege. Das Ingenieurbüro rund um den Geschäftsführer Ing. Robert Pichler hat Pionierarbeit geleistet – die Raiffeisenbank Murau hat unter den heimischen Banken als „erste Passivhausbank“ die Nase in Sachen Umweltverträglichkeit vorne.Die bestehende Zentrale befand sich im Ortskern von Murau und war […]


Mit der Umsetzung des vom TBH entwickelten Vorzeige-Energiekonzeptes geht die Raiffeisenbank Murau völlig neue Wege. Das Ingenieurbüro rund um den Geschäftsführer Ing. Robert Pichler hat Pionierarbeit geleistet – die Raiffeisenbank Murau hat unter den heimischen Banken als „erste Passivhausbank“ die Nase in Sachen Umweltverträglichkeit vorne.

Die bestehende Zentrale befand sich im Ortskern von Murau und war in einem baulichen Altbestand integriert. Eine Sanierung wäre unwirtschaftlich gewesen und somit wurde ein Neubau beschlossen. Der im Jahr 2007 errichtete und ebenfalls vom TBH geplante Raiffeisenverband im Passivhausstandard sollte bei der Realisierung des Neubaus für die Raiffeisenbank Murau eine Vorbildwirkung haben.

Im Rahmen eines geladenen Architekten/Planer Wettbewerb war es die Aufgabe das beste Energiekonzept für die Bankengruppe zu finden. Im Vordergrund dabei standen die Wirtschaftlichkeit und die zu erreichenden Energiekennzahlen. Ein wesentlicher Punkt war auch die örtliche Situierung des Bauvorhabens in einem Gebirgsklima.
Mit dem best ausgearbeiteten Energiekonzept ging das TBH klar als Sieger für den Haustechnikbereich beim Wettbewerb hervor.

Das Passivhaus entspricht dem energietechnischen Standard des Landes Steiermark. Mit 9,37 kWh/m²a erreicht das Gebäude „Passivhausstandard“ und belegt die Klasse A++ im Bewertungssystem des Energieausweises.

Einsparung durch ökologische Maßnahmen
Eine Solaranlage für die Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung bringt Energieeinsparungen von jährlich bis zu 15.650 kWh an thermischer Energie. Aufgrund der Wärmerückgewinnung mit einem kombinierten Zu- und Abluftgerät, sowie durch die Heizung und Kühlung über Erdwärme können gegenüber der Fernwärme in 10 Jahren rund 100.000,– Euro an Betriebskosten eingespart werden.

„Die Kombination der genannten Faktoren deutet hierbei den Weg in eine CO2- schonende Zukunft. Das innovative Energiekonzept bietet nicht nur große Behaglichkeit im Winter und im Sommer, sondern reduziert auch wesentlich die Betriebskosten sowie den Bedarf an fossilen Energieträgern“, erklärt Ing. Robert Pichler – Geschäftführender Gesellschafter.

Wesentliche Kernpunkte zur Zielerreichung waren im Besonderen das Zusammenspiel der Gebäudetechnikplanung, der Architektur sowie der Bauphysik. Jene aufgezählten Bausteine tragen zu einem erfolgreichen Passivhaus-Projekt – nämlich der ersten Passivhausbank in Österreich – bei. Ferner war auch das eingesetzte Coaching im Hinblick auf die richtige Wahl des Energiesystems ein Erfolgsfaktor, so Ing. Bernhard Hammer – Dipl. Energie-Autarkie-Coach.

Daten & Fakten:
Energiekennzahl:     9,37 kWh/m²a
Bruttogeschoßfläche:     2.300 m²
Heizlast:     46 kW
Kühllast:     60 KW
Luftmengen:     6.600 m³/h
Beheizte Nettofläche      1.900 m²
Einsparung CO2-Emissionen:     3.500 kg pro Jahr
Betriebskosten/Jahr:     € 3.300,00
(Heizung/Kühlung/Lüftung/Sanitär)

Quelle: Ing. Bernhard Hammer GmbH / 15.04.2011

Foto: TB Hammer; RAIBA Murau – erste Passivhausbank Österreichs

Foto: TB Hammer; 84 m² Fassadenkollektoren – Südwest Ausrichtung mit einem Deckungsgrad von 14,6 %

Foto: TB Hammer; Wärmepumpenanlage die die Beheizung/Kühlung des Objektes sicherstellt

Foto: TB Hammer; Technikzentrale mit Regenwassernutzungsanlage

 
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