Steirische Umwelttechnik feiert Premiere auf EXPO Mailand 2015

12. Mai 2015

 

Luft ist die Energieressource, die wir Menschen am dringendsten brauchen und ihre Reinheit ein unglaublich wertvolles Gut, das es viel mehr zu schätzen gilt. Die Initiatoren des Österreich-Pavillons auf der EXPO Mailand haben es sich daher mit ihrem Projekt „breathe.austria“ zur Aufgabe gemacht, Luft in ihrer Einzigartigkeit zu betonen: Vom 1. Mai bis 31. Oktober […]


 

Luft ist die Energieressource, die wir Menschen am dringendsten brauchen und ihre Reinheit ein unglaublich wertvolles Gut, das es viel mehr zu schätzen gilt. Die Initiatoren des Österreich-Pavillons auf der EXPO Mailand haben es sich daher mit ihrem Projekt „breathe.austria“ zur Aufgabe gemacht, Luft in ihrer Einzigartigkeit zu betonen: Vom 1. Mai bis 31. Oktober 2015 wird auf der Weltausstellung das Thema „Feeding the Planet. Energy for Life“ im Mittelpunkt stehen, der österreichische Beitrag kann sich buchstäblich atmen lassen.

Energiegewinnung aus der Steiermark

Auf dem Areal von „breathe.austria“, das sich über 560 Quadratmeter erstreckt, wurden insgesamt 60 Bäume, die bis zu zwölf Meter hoch sind, gepflanzt. In diesem Luftkraftwerk, das wie eine natürliche Klimaanlage wirkt, wird Energie umweltfreundlich gewonnen. Die Technologie stammt aus der Steiermark. Realisiert wird die natürliche Kühlung mithilfe einer Grätzel-Zelle von SFL technologies und dem Forschungszentrum FIBAG am Dach des Pavillons. Die neue Glastechnologie basiert auf dem Prinzip der Photosynthese und wird großflächig installiert. „Es ist die momentan innovativste solare Energielösung und stellt eine Weltneuheit dar“, erklärt FIBAG-Vorstand Mario Müller. Federführend für das Gesamtprojekt war Architekt Univ.- Prof. Klaus K. Loenhard von der TU Graz: „Unser Pavillon ist der Prototyp für eine künftige Stadtplanung, die sich die Fähigkeiten der Natur zu Nutze macht. Unsere Vision ist: Mit zehn Prozent mehr Ertrag aus natürlichen Klimaanlagen können wir einen Temperaturanstieg von zwei Grad Celsius in Folge des Klimawandels ausgleichen!“

team.breathe.austria

Transdisziplinäres Arbeiten – Arbeiten über die Disziplinen hinweg

Globale Umweltthemen zählen zu den wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit. Um den damit verbundenen hochkomplexen Aufgabenstellungen gerecht zu werden, bedarf es der Zusammenarbeit vieler Akteure und einem Denken und Arbeiten über die Disziplinen hinweg.

Für den Wettbewerb zum Österreichischen Pavillon auf der Expo 2015 in Milano hat sich mit dem team.breathe.austria ein eigenständiges transdisziplinäres Team zusammen gefunden. Die offene und unhierarchische Arbeitsweise im Team, sowie die Zusammenarbeit mit Spezialisten verschiedener Fachbereiche, basierend auf der gemeinsamen Arbeit welche am Institut für Architektur und Landschaft der TU Graz in den letzten Jahren zum Thema Performanz von Landschaft, Vegetation und Luft entstanden ist. Auf dieser Basis wurde ein Entwurf erarbeitet, der innovative Ideen rund um das Thema „Luft“ in einem Konzept verdichtete: “Breathe.Austria – Ein Pavillon der Atmet”.

team.breathe.austria:

terrain: architects and landscape architects BDA – Klaus K. Loenhart
with
Agency in Biosphere – Markus Jeschaunig
Hohensinn Architektur ZT GmbH – Karlheinz Boiger
LANDLAB, i_a&l, TU­ Graz – Andreas Goritschnig und Bernhard König
Lendlabor Graz – Anna Resch und Lisa Maria Enzenhofer
and
Alexander Kellas
Engelmann Peters Engineers – Stefan Peters
transsolar – Wolfgang Kessling, Martin Engelhardt
BOKU Wien IBLB – Bernhard Scharf

http://breatheaustria.at/team/

 

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