Steiermark will sich als „Green Tech Valley“ positionieren

27. August 2013

 

Die Steiermark will sich – in Anlehnung an die IT-Hochburg „Silicon Valley“ – als „Green Tech Valley“ positionieren. Innerhalb einer Fahrstunde gebe es rund um Graz eine große Zahl an Unternehmen, die sich dem Thema Umwelttechnologien verschrieben hätten. Das sagte der Präsident der steirischen Industriellenvereinigung (IV), Jochen Pildner-Steinbur, am Freitag bei einer Pressekonferenz am Rande […]


 

Die Steiermark will sich – in Anlehnung an die IT-Hochburg „Silicon Valley“ – als „Green Tech Valley“ positionieren. Innerhalb einer Fahrstunde gebe es rund um Graz eine große Zahl an Unternehmen, die sich dem Thema Umwelttechnologien verschrieben hätten.


Das sagte der Präsident der steirischen Industriellenvereinigung (IV), Jochen Pildner-Steinbur, am Freitag bei einer Pressekonferenz am Rande der Alpbacher Technologiegespräche. Als konkretes Beispiel stellte Forschungslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder (ÖVP) den von der steirischen Firma SFL technologies entwickelten kleinen Elektrotransporter ELI vor, der gleichzeitig fahrbarer Energiespeicher und -plattform ist.



Durch steirische Umwelttechnologien könnten global jährlich mehr als sechs Mio. Tonnen CO2 eingespart werden, sagte Pildner-Steinburg. Es gehe aber nicht nur um den Umweltschutz. Durch enge Kooperation der fünf steirischen Universitäten, zweier Fachhochschulen, der Forschungsgesellschaft Joanneum Research und anderen Forschungseinrichtungen mit der Industrie könnten Arbeitsplätze und regionaler Wohlstand geschaffen werden.

Edlinger-Ploder verwies in diesem Zusammenhang auf die Forschungsstrategie des Landes und das Ziel, die ohnedies schon höchste Forschungsquote aller Bundesländer von derzeit 4,3 Prozent bis 2020 auf fünf Prozent anzuheben. Die Steiermark sei eine „Ingenieurshochburg“, die mit Ingenieurs-Wissen viele Erfolge erzielen könne. 53 Prozent aller in Österreich tätigen Forscher im wissenschaftlich-technischen Bereich würden in dem Bundesland arbeiten, betonte Pildner-Steinburg.

Das Unternehmen SFL ist im Stahl-, Maschinen-, Anlagen- und Fassadenbau tätig, letzteres war der Ausgangspunkt für die Entwicklung des Elektrokleintransporters ELI, sagte Mario Müller von SFL. Denn wenn Gebäudefassaden in Zukunft Sonnenstrom produzieren, könne man diese Energie entweder in ein Netz einspeisen oder lokal speichern. Für die Speicherung eignet sich das Elektrofahrzeug ELI, das überall hinfahren kann, wo dezentral Strom gebraucht wird, bzw. das auch Kleingüter transportieren kann, etwa für Zustelldienste im urbanen Raum oder für kommunale Dienste. Maximal 65 Kilometer pro Stunde schnell ist das vier Meter lange und rund 1,4 Meter breite Fahrzeug. Es kann eine Tonne Nutzlast aufladen, angetrieben von einem Drehstrom-Asynchronmotor. Seine Reichweite beträgt rund 150 Kilometer.

Kleine Zeitung, 23.08.2013

 

Weitere News zu diesem Thema

Innovation 4.0 beim Cluster-Treffen

Der Green Tech Cluster lädt herzlich zum Cluster-Treffen am Dienstag, 18. Juni 2019 in den größten „Makerspace“ Österreichs an der TU Graz, der eben eröffnet wurde. mehr →


Nachlese: INNOLounge

Die großen Themen der 4. INNOLounge waren Blockchain-Technologien im Gesundheitswesen und Erfahrungen zu Innovationsprozessen in Unternehmen. Die Speaker überzeugten mit Interessanten Hintergrundinfos. mehr →


Weltweites Scouting mit Pioneers

Im Programm des Green Tech Hub starteten Komptech, Redwave und Saubermacher ein Scouting-Programm. Gemeinsam mit dem Start-up Experten Pioneers wurden die Top Player der Abfall- und Recyclingwirtschaft identifiziert. mehr →