Steiermark bündelt die Umwelttechnik-Kompetenzen

27. August 2013

 

Fünf steirische Forschungseinrichtungen und Partner aus der Wirtschaft bündeln ihre Kompetenzen im Bereich Umwelttechnik zum Forschungsverbund „Green Tech Research Styria“. Im Forschungsverbund „Green Tech Research Styria“ sollen künftig 1.200 Wissenschafter unter dem Überbegriff „Smarte Lebenswelten“ an Themen wie „Intelligente Gebäude“, „Grüne Mobilität“ und „Dezentrale Energie- und Stromversorgung“ arbeiten. Das Projekt wurde am Mittwoch im Rahmen […]


 

Fünf steirische Forschungseinrichtungen und Partner aus der Wirtschaft bündeln ihre Kompetenzen im Bereich Umwelttechnik zum Forschungsverbund „Green Tech Research Styria“.


Im Forschungsverbund „Green Tech Research Styria“ sollen künftig 1.200 Wissenschafter unter dem Überbegriff „Smarte Lebenswelten“ an Themen wie „Intelligente Gebäude“, „Grüne Mobilität“ und „Dezentrale Energie- und Stromversorgung“ arbeiten. Das Projekt wurde am Mittwoch im Rahmen des Europäischen Forum Alpbach von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle und der steirischen Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder (beide ÖVP) präsentiert. Dabei wurde bekannt, dass sich die Montanuniversität Leoben für ein Kompetenzzentrum des European Institute of Innovation and Technology (EIT) bewerben will.


An dem Forschungsverbund arbeiten von wissenschaftlicher Seite die Universität Graz, die Technische Universität Graz, die Montanuniversität Leoben, die Fachhochschule (FH) Joanneum und die Forschungsgesellschaft Joanneum Research mit. Von Seiten der Wirtschaft beteiligen sich der Umwelttechnik-Cluster Eco World Styria sowie die Industriellenvereinigung Steiermark und die Wirtschaftskammer Steiermark.

Ein erstes konkretes Projekt des Forschungsverbunds widmet sich der dezentralen Energieversorgung in der Steiermark. Unter dem Titel „DEZENT“ soll untersucht werden, „welche Möglichkeiten es für eine dezentrale Energieversorgung in Harmonie mit den derzeitigen Systemen gibt“, sagte Joanneum Research-Geschäftsführer Wolfgang Pribyl zur APA. In einem weiteren Projekt („WISSEN“) sollen gesellschaftspolitische Fragen beantwortet werden, was notwendig wäre, damit sich konkurrenzfähige Innovationen in der Region durchsetzen. „Es geht darum, den Boden zu ebnen für die Umsetzung von Technologien, die auch Akzeptanz bei den Nutzern haben müssen“, sagte die Rektorin der Uni Graz, Christa Neuper.

Töchterle gratulierte dem Land Steiermark nicht nur für die „traumhaft hohe, uneinholbare Forschungsquote“, sondern auch dafür, dass man mit Kooperationen wie dem Forschungsverbund die Zeichen der Zeit erkannt habe. Edlinger-Ploder betonte, dass der Forschungsverbund ein lebendiges Beispiel dafür sei, wie ein Papier wie die steirische Forschungsstrategie „mit Leben erweckt werden kann“.

Der Rektor der Montan-Uni, Wilfried Eichelseder, gab bei der Präsentation bekannt, dass sich seine Uni bei der für Herbst geplanten zweiten Ausschreibung für sogenannte Wissens- und Innovationsgemeinschaften (Knowledge and Innovation Communities, KIC) des EIT beteiligen möchte. Mit dem 2008 ins Leben gerufenen EIT will die EU ein Flaggschiff der Forschung in Europa aufbauen. Es handelt sich um ein „virtuelles Institut“ mit Verwaltungssitz in Budapest, seine Forschungszentren sind dezentrale KIC, in der ersten Runde wurden 2009 drei davon genehmigt. Dabei handelt es sich um Partnerschaften zwischen Industrie, Forschungseinrichtungen und Unis, die innovationsorientierte Spitzenforschung und Ausbildung betreiben. Bei der ersten Ausschreibung ging die Technische Universität Graz mit ihrem Projekt im Bereich nachhaltige Energien leer aus. Die Montan-Uni will es nun in einem Konsortium mit Partnern aus sechs europäischen Ländern mit dem Thema Rohstoffversorgung versuchen.

Kleine Zeitung, 21.08.2013

 

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