Stärkefelder des Südens

4. Mai 2012

 

Vor 20 Jahren war der Begriff Cluster hierzulande noch weitgehend unbekannt. Im Süden Österreichs hat man allerdings schon früh auf Cluster, Netzwerke und Kompetenzzentren gesetzt. In diesen wirtschaftlichen Stärkefeldern gibt es teilweise bereits mehr Beschäftigte als in der Industrie. (von Arthur Schwaiger)Die Geschichte der österreichischen Cluster begann während eines Workshops in Alpbach 1991, als Michael Enright, […]


 

Vor 20 Jahren war der Begriff Cluster hierzulande noch weitgehend unbekannt. Im Süden Österreichs hat man allerdings schon früh auf Cluster, Netzwerke und Kompetenzzentren gesetzt. In diesen wirtschaftlichen Stärkefeldern gibt es teilweise bereits mehr Beschäftigte als in der Industrie. (von Arthur Schwaiger)

Die Geschichte der österreichischen Cluster begann während eines Workshops in Alpbach 1991, als Michael Enright, der Co-Autor des Bestsellers: M. Porter, „The
Competitive Advantage of Nations“, referierte, um die Idee auch in Österreich einzuführen.
Die Ausgangsvoraussetzungen und die Notwendigkeit solcher Stärkefelder waren
gegeben, da Österreich kaum über multinational agierende Unternehmen von internationaler Größe verfügte. Cluster waren damit eine interessante „Second best“-Lösung. Sie versprachen eine Bündelung von Kompetenzen quer über Branchengrenzen hinweg, dabei konnten gemeinsame Kosten für Forschung oder Marketing geteilt werden,
sie schufen Marken und Auftritte auf neuen Märkten und halfen Produkte und Prozesse
gemeinsam weiterzuentwickeln.

Steiermark als erstes Clusterland
Die Wiege der Cluster liegt in der Steiermark (Automobilcluster Styria), die auch in der
aktuellen Wirtschaftsstrategie 2020 entsprechend die Weichen stellt, schließlich ist man
mit einer Forschung und Entwicklung-Quote von 4,3 Prozent sogar „Vize-Europameister“.
Diesen Titel will man durch verschiedenste strategische Hebel ausbauen, darunter:
Innovation als Wirtschaftsmotor, F&E, wettbewerbsfähige Forschungs- und Bildungseinrichtungen, wechselseitige Ergänzung von Leitbetrieben und KMU, Verbesserung des Finanzierungsangebotes. Was die Clusterpolitik des Landes betrifft, gießt man in Zukunft die bisherigen elf Stärkefelder in die Form von drei Leitthemen. Im Bereich „Mobility“ setzt man auf die traditionsreiche Stärke in der Automobilindustrie und sieht neues Potenzial bei „clean mobility“, hochwertigen Nischenprodukten sowie in der
Luftfahrt- und Bahnsystemtechnik. Bisher schon sehr wettbewerbsfähig ist die Steiermark
im zweiten Leitthema, „Eco-Tech“.

Den gesamten Artikel lesen Sie hier.

 

 

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