Stadt Graz: 1. Wettbewerb für betriebliches Mobilitätsmanagement

8. Februar 2012

 

Ein bewegender Wettstreit für Grazer Unternehmen


Zu einem im wahrsten Sinne des Wortes bewegenden Wettstreit zum Thema Mobilität lädt die städtische Verkehrsplanung alle Grazer Klein- und Mittelbetriebe ein: Wer im Rahmen des ersten Wettbewerbs für Betriebliches Mobilitätsmanagement die nachhaltigsten und umweltfreundlichsten Maßnahmen für den Weg zur Arbeit für seine Beschäftigten wählt, gewinnt bis zu 10.000 Euro. Die Umwelt siegt sowieso…

Alle Grazer Betriebe mit 20 bis 250 Beschäftigten sind eingeladen, sich am Wettbewerb für Betriebliches Mobilitätsmanagement zu beteiligen, der von der städtischen Abteilung für Verkehrsplanung und Verkehrsreferentin Bürgermeister-Stellvertreterin Lisa Rücker ins Leben gerufen wird. Gefragt ist ein konkretes Aktionsprogramm aus dem Maßnahmenkatalog der Stadt Graz, das die Mobilität der Bediensteten auf ihrem Weg zur Arbeit im Sinne der Sanften Mobilität nachhaltig verändert. Jenen fünf Betrieben, die mit den überzeugendsten Vorschlägen aufwarten können, winken wertvolle Preise: Der Sieger wird mit 10.000 Euro prämiert, für die nächstbesten Entwürfe gibt es jeweils 7.000, 5.000 und zweimal je 3.000 Euro.

Städtischer Leitfaden für Maßnahmen zum Betrieblichen Mobilitätsmanagement

Erleichtert wird die Suche nach geeigneten Maßnahmen für eine umweltbewusste Mobilität auf dem Weg zur Arbeit durch einen ganz besonderen und willkommenen „Schummelzettel“: Ein brandaktueller Leitfaden „Betriebliches Mobilitätsmanagement“ zur Unterstützung umweltfreundlicher Wege in die Arbeit, herausgegeben von der städtischen Verkehrsplanung, listet rund 50 Aktionsprogramme in fünf Kategorien auf: Öffentlicher Verkehr, Radverkehr, Parkraummanagement, Informations- und Motivationsmaßnahmen. Aus diesen Kategorien kann sich jeder Betrieb ein maßgeschneidertes Paket zusammenstellen. Ziel ist es, die Betriebe zu motivieren, weniger auf das Auto und stattdessen mehr auf Sanfte Mobilität zu setzen. Die Palette der vorgeschlagenen Maßnahmen reicht von Jobtickets über die Einrichtung attraktiver Fahrrad-Abstellmöglichkeiten, eine effiziente Nutzung von Pkw-Abstellplätzen und CarSharing bis hin zu Welcome-Packages für neue Beschäftigte und einer gesunden Jause für jene Bediensteten, die mit dem Fahrrad oder zu Fuß in die Arbeit kommen. Die einzelnen Maßnahmen bringen je nach ihrer ökologischen Wertigkeit Punkte; wer die meisten Punkte durch seinen Mix sammelt, hat gewonnen. Viel Beratung und Information durch die Forschungsgesellschaft Mobilität, die von der städtischen Verkehrsplanung mit der Abwicklung des Wettbewerbs beauftragt worden ist, zählt zum attraktiven Gesamtpaket des erstmals ausgeschriebenen Wettbewerbs.

Mehr als 500 Betriebe werden zur Teilnahme eingeladen

Und wie funktioniert der bewegende Wettstreit der Ideen in der Praxis? Mehr als 500 Grazer Klein- und Mittelbetriebe mit 20 bis 250 Beschäftigten werden angeschrieben und zur Teilnahme eingeladen, danach kontaktiert und auf Wunsch mit einer Erstberatung versorgt. Wer sich daraufhin zum Mitmachen entschließt, hat Zeit, sich bis 31. März 2012 anzumelden und seine geplanten Maßnahmen bekannt zu geben. Die eingereichten Projekte werden danach bewertet und gereiht. In der zweiten Aprilhälfte werden die ausgewählten Preisträger informiert und zur Umsetzung ihrer Konzepte eingeladen. Anhand einer Mobilitätserhebung vor und nach der Umsetzung, werden die Fortschritte bei der umweltschonenden Veränderung des Arbeitsweges überprüft. Die Auszeichnung und das Preisgeld, die im Herbst im Rahmen einer Gala gefeiert werden, sind an die tatsächliche Umsetzung der preisgekrönten Aktionsprogramme gebunden!

Bereits gute Ergebnisse mit engagierten Großbetrieben

Zur Einbindung der Grazer Klein- und Mittelbetriebe entschloss sich die städtische Verkehrsplanung, weil man mit aktiven Großbetrieben in den vergangenen Jahren bereits hervorragende Ergebnisse mit dem Betrieblichen Mobilitätsmanagement erzielt hatte. Die Maßnahmen von Vorzeigebetrieben wie der Technischen Universität Graz, der Anton Paar GmbH, der Cytec Austria GmbH, der Feistritzwerke Steweag GmbH oder von Moss Europe sind in dem städtischen Leitfaden „Betriebliches Mobilitätsmanagement“ aufgelistet und ausdrücklich zur Nachahmung empfohlen.

Lisa Rücker: „Betriebliches Mobilitätsmanagement spart Kosten und Ressourcen!“

Für Bürgermeister-Stellvertreterin Lisa Rücker stehen Betriebe heute mehr denn je vor der Herausforderung, ihre Ressourcen effizient und ökonomisch zu nutzen, wobei die Mobilität besonders wichtig sei – weise doch kein anderer Bereich ein ähnliches Wachstum in Bezug auf den Ressourcenverbrauch auf. „Betriebliches Mobilitätsmanagement bietet Unternehmen und Beschäftigten Lösungen, die Mobilität rund um ihre Betriebe kosten- und ressourceneffizienter zu gestalten. Viele Wege können schneller, günstiger und nachhaltiger zu Fuß, mit dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln als mit dem Auto zurückgelegt werden und Fahrzeugflotten können ökonomischer und ökologischer gestaltet werden“, regt Lisa Rücker ein Umdenken an. Der Leitfaden und der Wettbewerb seien zwei wertvolle Anreize, dieses Umdenken jetzt zu beginnen.

Verkehrsplanung investiert 60.000 Euro ins Betriebliche Mobilitätsmanagement

Die Abteilung für Verkehrsplanung der Stadt Graz investiert in die Offensive für Betriebliches Mobilitätsmanagement heuer übrigens rund 60.000 Euro, als Partner wurden auch die städtische Wirtschafts- und Tourismusentwicklung sowie die Wirtschaftskammer in Kooperation mit der Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit ins Boot geholt.

Weitere Informationen zum Betrieblichen Mobilitätsmanagement findet man im Internet auf der Homepage der Stadt Graz unter der Adresse www.graz.at/BMM.


Quelle: Stradt Graz, Öffentlichkeitsarbeit / Presseinformation 02.02.2012

 
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