Solarenergie soll so hip wie das iPad werden

4. Mai 2012

 

Alternativer Nobelpreisträger aus China in Österreich. Kooperation mit Eco-Cluster-Unternehmen


 

Wien/Graz. Solarenergie müsse zum begehrten Luxusgut der Entscheidungsträger werden, genauso wie das iPad, ein Auto oder ein Smartphone, erklärte der Ökologiepionier und Träger des Alternativen Nobelpreises Huang Ming am Montagabend bei einem Vortrag an der Universität Wien. Nur so könne man eine breite Masse von der grünen Energie aus der Sonne überzeugen. Deshalb startet der chinesische Geschäftsmann und Politiker lieber PR-Offensiven, statt sich auf Beschlüsse und Gesetze von Regierungen zu verlassen.

Mit dem Projekt „Tal der Sonne“ hat er in Dezhou eine energieökologische Vorzeigestadt geschaffen. Durch Mikroemissions-Technologien könnten über 90% der durch konventionellen Energieverbrauch entstehenden Emissionen eingespart werden, erklärt er. 2011 erhielt Huang Ming für sein Engagement und seinen Erfolg in der Nutzbarmachung von Solarenergie den Alternativen Nobelpreis.

Noch habe Solarenergie ein Imageproblem

Huang Mings Firma HiMin setzt auf auf Solarenergie im Alltag: Vom durch Sonne betriebenen Herd über Solarheizungen bis hin zu einer Villa, Huang Mings Ziel ist die „totale Umstellung auf alternative Energie.“ „Wir haben keine Idee, kein Konzept, wir haben eine Lösung“, zeigt sich der Alternative Nobelpreisträger überzeugt. Doch noch habe Solarenergie ein Imageproblem: „In China will jeder ein Auto, aber niemand eine Solarzelle.“

Da der Weg der Administration versagt habe, müsse nun jener der Kommerzialisierung beschritten werden. Deshalb kosten Huang Mings Solarkocher auch mehrere tausend Euro und seine Firma entwirft Luxusvillen und Skulpturen aus Solarzellen. „Es liegt in den Genen der Menschheit, Luxusgüter zu wollen, jetzt bekommt sie grünen Luxus“, sagt er und hofft auf die Vorbildwirkung der „Upper Class“. Noch stammt in China allerdings nur weniger als ein Prozent der Energie aus Solarzellen.

Kooperationen im Green Tech Valley

Huang Ming hatte auch dem steirischen „Green Tech Valley“, den Energie- und Umwelttechnik-Unternehmen im Cluster Eco World Styria, einen Besuch abgestattet, um Kontakte mit Unternehmen wie Isovoltaic, Solid, AT&S, Fibag und I-Tec anzubahnen. Bei der ECO Zukunftswerkstatt, dem Branchentreffpunkt der Energie- und Umwelttechnikszene standen neue Technologien bis 2020 im Vordergrund. (APA/red)

Den gesamten Arikel finden Sie hier.

 

Medianet.at, 17.4.2012

 

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