Solar-Kraftwerk für den Balkon vor Serienproduktion

24. Oktober 2018

 

Die Crowdfunding-Kampagne des weltweit ersten Solarkraftwerks für den Balkon startet. Hinter der Entwicklung steht das Unternehmen von EET aus Graz. Rund ein Viertel des eigenen Strombedarfs kann mit dem Mini-Kraftwerk abgedeckt werden. Investoren wie Klaus Fronius, Chef des gleichnamigen Technologiekonzerns, und Michael Koncar, Gründer der VTU-Gruppe, sind bereits in das Projekt eingestiegen. Um „SolMate“, so der Name des Produkts, nun zur Serienproduktion zu verhelfen, kann das Produkt online vorbestellt werden.


 

Zweieinhalb Quadratmeter

– vorzugsweise am Balkon – und eine Steckdose. Geht es nach Christoph Grimmer, Stephan Weinberger und Florian Gebetsroither braucht es nicht mehr als das, um die persönliche Energiewende einzuläuten: Denn mit „SolMate“ haben die Gründer des steirischen Jungunternehmens EET ein Solarkleinkraftwerk für den Balkon entworfen, das erneuerbaren Strom für den eigenen Haushalt erzeugt. „Über das ganze Jahr kann man rund 25 Prozent des Strombedarfs damit abdecken“, betonen die Gründer unisono. Dabei verfolgt „SolMate“ im Kern das Prinzip einer Photovoltaikanlage: Über Paneele wandert das Sonnenlicht in die entwickelte EET-Speichereinheit. Über den Zugang zur Steckdose misst das Gerät, wie viel Strom im Haus benötigt wird – im Bedarfsfall wird der Strom eingespeist. Ist der Verbrauch hingegen niedrig, „wird der Sonnenstrom im Kleinkraftwerk gespeichert und erst später freigegeben“, erklärt Geschäftsführer Grimmer. Diese firmeneigene Messtechnologie ist das Herzstück des Produkts: Damit wird auch in Mehrparteienhäusern gewährleistet, dass der eigens produzierte Strom nur in den eigenen vier Wänden zum Einsatz kommt.

 

CO2-Reduktion

Im Gegensatz zu komplexen Photovoltaikanlagen erfordert „SolMate“ keine besonderen Kenntnisse zur Inbetriebnahme: „Unser System kann auch von Laien angebracht werden. Die Installation ist einfach und in etwa 30 Minuten erledigt“, betont Grimmer. Auch deswegen soll das Produkt insbesondere Balkonwohnungen von größeren Städten erobern ¬– speziell zukunftsbewusste Menschen will EET mit „SolMate“ ansprechen: „Der produzierte Strom, der gerade nicht gebraucht wird, kann gespeichert werden. Das spart nicht nur Strom, sondern senkt auch den CO2-Verbrauch um bis zu 10.000 Kilogramm“, erläutert Grimmer. Damit hat das Unternehmen auch Kooperationen mit österreichischen Energieversorger wurden bereits angebahnt: Mit Klaus Fronius, Eigentümer des gleichnamigen Technologie-Konzerns, und Michael Koncar, Gründer der VTU-Gruppe, kann EET darüber hinaus auf industrielles Know-how im Hintergrund setzen: 20 Prozent des Unternehmens sind in den Händen des Investoren-Duos, das betont: „‘SolMate‘ ermöglicht allen Menschen auf unserem Planeten, sich an der Energiewende zu beteiligen.“

 

Start für Vorbestellung

Um das Solarkraftwerk für den Balkon nun in Serie produzieren zu können, wird mittels Crowdfunding-Kampagne frisches Kapital gesammelt: Auf der Online-Plattform kickstarter.com kann „SolMate“ schon ab 2.100 Euro vorbestellt werden. Wenn innerhalb eines Monats 50.000 Euro eingesammelt werden können, geht das steirische Kraftwerk in Serienproduktion: „Das ist das für uns entscheidende Ziel, um unser Produktion vorantreiben zu können“, sagt Grimmer.

 

Über die EET GmbH

Die Efficient Energy Technology GmbH (EET) wurde im Mai 2017 von Christoph Grimmer, Stephan Weinberger und Florian Gebetsroither gegründet. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Graz, Österreich. Zurzeit beschäftigt das Unternehmen 15 Mitarbeiter. Das Unternehmen entwickelt das Mini-Solarkraftwerk „SolMate“, mit dem es möglich ist, selbst Strom für den eigenen Haushalt zu produzieren. EET ist Mitglied im Green Tech Cluster und im Hightech-Inkubator Science Park Graz angesiedelt, der das Unternehmen im Wachstum unterstützt. Mehr Informationen sind hier zu finden.

 

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