Smart City Hartberg

12. Oktober 2016

 

Engagement für eine nachhaltige Entwicklung hat in Hartberg eine lange Tradition: Ein logischer nächster Schritt in dieser Tradition war es daher auch, dass Hartberg 2011 – und damit als eine der ersten Städte in Österreich – Teil der Smart-Cities-Initiative des Klima- und Energiefonds wurde, die in Kooperation mit dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) durchgeführt wird. Bei einem Spaziergang durch die Smart City Hartberg haben sich BM Jörg Leichtfried, LR Anton Lang von Hartbergs Bürgermeister Marcus Martschitsch von den smarten Zukunftslösungen beeindruckt gezeigt.


Wien (OTS) Bundesminister Jörg Leichtfried: „Damit wachsende Städte weiter funktionieren und gute Lebensqualität bieten, braucht es kluge Lösungen beim Verkehr, bei der Energieversorgung und beim Wohnraum. Hartberg hat bei diesen Themen die Nase vorne und ist so international zu einem Vorbild für andere Kleinstädte geworden. Hier trifft Innovation auf Tradition, hier schaffen kluge Technologien ein Mehr an Lebensqualität.“

Landesrat Anton Lang: „Die Klima- und Energie Modellregion Hartberg ist mit ihren Projekten in den Bereichen Energieeffizienz, Erneuerbare Energie und Elektromobilität seit Jahren Vorreiter in der Steiermark. Mit dem Projekt Smart City weist Hartberg nunmehr wieder den Weg und ist damit beispielgebend für andere Regionen und Gemeinden.“

Herzstück der fünfjährigen Smart-City-Initiative in Hartberg ist die aktive Einbindung der Bevölkerung. Mit diesem Beteiligungsprozess ist es gelungen, rund zehn konkrete Maßnahmen in sehr kurzer Zeit umzusetzen. Die Bandbreite reicht dabei von Mobilität über Energie bis hin zu Social-Media-Anwendungen. So wurde im Rahmen eines PPP-Modells ein Stadtteil im Innenstadtbereich zukunftsfit umgebaut. Für die BewohnerInnen steht das steiermarkweit erste E-Car-Sharing zur Verfügung. Shared Spaces sorgen für mehr Komfort für Fußgeher und Radfahrer. Für den lokalen City-Bus gibt es eine Echtzeit-App. Neben Gebäuden und Mobilität ist der Umbau des Energiesystems ein weiterer wichtiger Schwerpunkt der Smart City Hartberg. Für den Ausbau der Biomasse-Fernwärme wurden Smart-Grid Technologien eingesetzt und auch ein neues Geschäftsmodell erarbeitet. Am Ökopark wurde erstmals der direkte Austausch von Photovoltaikstrom zwischen öffentlichen Gebäuden über eine Direktleitung realisiert. Die Hartberger Stadtwerke errichteten sogar eine Carport-Lösung mit integrierter Photovoltaik-Anlage: Hier wird Ökostrom erzeugt und E-Fahrzeuge können einfach und umweltfreundlich laden.

Bürgermeister Marcus Martschitsch: „Als Bürgermeister von Hartberg ist es mir wichtig unsere Stadt auf die zukünftigen Herausforderungen vorzubereiten. Schwerpunkte für mich sind dabei die Belebung der Innenstadt, Ausbau der E-Mobilitätsinfrastruktur und die Stadt der kurzen Wege. Die Hartberger können auf ihre Stadt stolz sein.

Smart City Hartberg: Tradition für Zukunftsfragen

Hinter der Vielzahl an Smart-City-Umsetzungsprojekten steht eine lange Tradition im Umweltbereich. Die Stadt ist seit 25 Jahren Klimabündnisgemeinde, die Kleinregion Hartberg eine Klima-und Energie Modellregion. Mit dem Ökopark Hartberg verfügt die Stadt über einen Betriebsansiedelungs- und Forschungs-Hot-Spot mit Fokus auf erneuerbare Energien. Seit 2011 ist das neu geschaffene Umweltreferat unter der Leitung von Anton Schuller, der auch das Smart-City-Projekt koordiniert, Dreh- und Angelpunkt für nachhaltiges Engagement. Seit 2015 werden alle Leistungen der Gemeinde zudem CO2-Neutral umgesetzt. „Neben der Verbesserung der Umwelt- und Klimaschutzleistung der Stadt sind uns die regionalen Betriebe und die Wohnqualität besonders wichtig. Mit Smart City machen wir uns zukunftsfit.“

Projektleiter Alois Kraußler von der Forschungsgesellschaft 4ward Energy Research GmbH: „Durch die Smart-City-Initiative ist es uns möglich, Projekte zu realisieren, für die sonst kein Geld verfügbar ist oder einfach keine Schwerpunkte gesetzt werden.“ So plant Hartberg aktuell im dritten Projekt, sein Energieversorgungs-und Energienutzungssystem so zu flexibilisieren, dass die Stadt als Energieschwamm das Energieangebot im Stadtgebiet und im Umland optimal aufnehmen und abgeben kann. 2018 sollen Ergebnisse vorliegen.

Hintergrund: Die Smart-Cities-Initiative des Klima- und Energiefonds

Intelligente Städte sind nicht nur Innovationsräume für die Energiewende – sie sind in erster Linie unser Lebensraum. Wie und wo leben und arbeiten wir in Zukunft? Was brauchen wir – und was nicht mehr? Um die Transformation unseres Energie- und Mobilitätssystems gezielt und konsequent voranzutreiben, hat der Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) bereits 2010 seine Smart-Cities-Initiative ins Leben gerufen. Ziel ist die Umsetzung einer Smart City oder Smart Urban Region, in der technische und soziale Innovationen intelligent eingesetzt und kombiniert werden, um die Lebensqualität künftiger Generationen zu optimieren. Bisher wurden 35 Städte und Regionen bzw. 78 Einzelprojekte gefördert.

Das nun abgeschlossene Smart City Hartberg Projekt wurde mit insgesamt 537.600 Euro gefördert. Projektkosten gesamt: 1,285.353 Euro.

hartberg

 
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