Siemens Österreich wird globale Drehscheibe für Kleinwasserkraft

19. August 2010

 

Kompetenzzentrum in Salzburg künftig für internationalen Geschäftsausbau zuständig


Das Kleinwasserkraft-Kompetenzzentrum der Siemens AG Österreich in Salzburg wird zur globalen Drehscheibe für das weltweite Small Hydro-Geschäft des Siemens- Konzerns. Künftig wird der Standort Salzburg zu einem weltweit agierenden Kompetenzzentrum für das Siemens-Kleinwasserkraftgeschäft ausgebaut. Als erster konkreter Schritt wird von Salzburg aus der Aufbau von Geschäftsstrukturen in Brasilien, Norwegen, der Schweiz und Italien unterstützt. Für den Geschäftsaufbau werden in den nächsten Jahren über zwei Millionen Euro investiert.

„Durch die mehr als 2.600 österreichischen Kleinwasserkraftwerke werden jährlich rund 4 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Das entspricht etwa dem Ausstoß von 760.000 Flügen zwischen Wien und Sydney. Es freut mich, dass wir durch unser Know-how künftig auch global einen Beitrag für eine saubere Umwelt leisten können“, so Gunter Kappacher, Energie-Vorstand der Siemens AG Österreich und Verantwortlicher für das Energiegeschäft in der Region Central Eastern Europe.

Bereits über 400 Projekte weltweit realisiert
Das Portfolio von Siemens Small Hydro umfasst die Planung, das Engineering, die Lieferung, Montage und Inbetriebnahme von Anlagen mit bis zu 30 Megawatt Leistung. Dabei werden mechanische Kraftwerkskomponenten wie Turbinen und Generatoren mit elektrischen und leittechnischen Systemen kombiniert. Das Kleinwasserkraft-Kompetenzzentrum der Siemens AG Österreich in Salzburg hat bisher über 400 Projekte weltweit, etwa in der Schweiz, in Bulgarien und der Türkei, realisiert. Referenzprojekte in Österreich befinden sich in Tirol, Vorarlberg, Salzburg, Oberösterreich und der Steiermark. Zuletzt wurde das Kraftwerk Kainischtraun (Steiermark) der Österreichischen Bundesforste mit Elektro- und Leittechnik aus dem Hause Siemens ausgerüstet.

Potenzial von 15 Milliarden Megawattstunden erst zu 20 Prozent genützt
Kleinwasserkraft-Anlagen funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie große Wasserkraftwerke und eignen sich besonders für dezentrale Einsatzorte wie beispielsweise an kleineren Fließgewässern. Die Energieerzeugung aus Wasserkraft schont die fossilen Energievorräte unserer Erde, ist stets verfügbar und damit planbar, hinterlässt keine Rückstände und trägt nicht zur Erderwärmung bei. Aus Flüssen und Stauseen können technisch 15 Milliarden Megawattstunden jährlich gewonnen werden – so viel umfasst das wirtschaftlich ausbaubare Wasserkraftpotenzial der Welt. Etwa 20 Prozent davon werden erst genutzt. Besonders vielversprechend ist der Markt für Wasserkraft in Brasilien, Indien und China.

Quelle: Siemens / 13.8.2010

 
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