Schlau gepresst

27. März 2015

 

Kartonabfall verkaufen und gleichzeitig umweltschädliche LKW-Fahrten einsparen – eine neue Kartonpresse macht’s möglich.„Verkaufen ist besser als verschenken.“ So lautete die Grundidee von Umweltmanager Sepp Fangl, als er die in den letzten Jahren steigenden Karton-Abfallmengen des Motoren- und Getriebe-Werks Wien-Aspern beobachtete, die bis dato von Bunzl & Biach kostenlos entsorgt wurden.Zurzeit fallen bei Opel Wien alljährlich […]


 

Kartonabfall verkaufen und gleichzeitig umweltschädliche LKW-Fahrten einsparen – eine neue Kartonpresse macht’s möglich.

„Verkaufen ist besser als verschenken.“ So lautete die Grundidee von Umweltmanager Sepp Fangl, als er die in den letzten Jahren steigenden Karton-Abfallmengen des Motoren- und Getriebe-Werks Wien-Aspern beobachtete, die bis dato von Bunzl & Biach kostenlos entsorgt wurden.

Zurzeit fallen bei Opel Wien alljährlich etwa 340 Tonnen Kartonagen an. Etwa ein Drittel mehr als noch vor dem Jahr 2010, denn seither machten jüngere Produktgenerationen neue Zulieferteile nötig, die nur in Kartonverpackungen transportiert werden können. Wie zum Beispiel Kolben aus Brasilien oder Zündmodule aus Tschechien.

Das Ei des Columbus

Ab 2013 suchte Fangl mithilfe einer Ausschreibung potenzielle Käufer für die Asperner Kartonmengen. Eine neue Lösung sollte gefunden werden: umweltfreundlicher und kostengünstiger. Abfallkarton hat nämlich mittlerweile seinen Preis auf den Weltmärkten. Rund hundert Euro oder sogar mehr können je Tonne erzielt werden.
Bald war klar: Voraussetzung für den Verkauf des Abfallkartons war eine Kartonpresse. „Damit der Abtransport günstiger abgewickelt werden kann“, erläutert Fangl. Wie aber die Investition finanzieren? Auch hier fand sich eine Lösung: Die Saubermacher Dienstleistungs-AG – mit ihren Tochterfirmen bereits seit Jahren Entsorgungspartner von Opel Wien – zeigte sich bereit, den Asperner Abfallkarton zu kaufen und dazu eine Kartonpresse im Werk Aspern aufzustellen. Die Weiterverwertung erfolgt bei Partnern von Saubermacher. „So haben wir jetzt eine viel umweltfreundlichere Lösung. Und verdienen tun wir auch daran“, freut sich Umweltmanager Sepp Fangl.

So geht’s

Eine bis ins letzte Detail durchgeplante Logistik steht hinter dem kosten- und umweltfreundlichen Entsorgen der Asperner Kartonmengen: Die MitarbeiterInnen der Saubermacher Outsourcing GmbH sammeln die Kartonabfälle im Werk an den „Kartonsammelstellen“ – je nach anfallenden Mengen alle zwei Stunden, alle vier Stunden oder in noch größeren Zeitintervallen – und bringen sie von dort zur Kartonpresse. Deren Riesenstempel komprimiert mit enormen Presskräften die Kartonagen im Pressbehälter der Kartonpresse auf ein Fünftel des vorherigen Volumens. So wird es möglich, dass statt bisher fünf bis sechs LKW-Fahrten nur eine LKW-Abholung pro Woche ausreicht. Der Saubermacher-LKW zieht den Pressbehälter (= Wechselbehälter) mit rund 4,5 Tonnen (komprimierten) Kartonagen von der Kartonpresse auf den LKW und befördert sie zum Recycling-Unternehmen.

Nähere Informationen dazu finden Sie HIER.

Quelle: Saubermacher Dienstleistungs AG/27.03.2015

 

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