Saubere Logistik

19. November 2014

 

Elektrofahrzeuge für Logistik in Ballungsgebieten – Neue Zusammenarbeit in der Internationalen Energieagentur wurde gestartet Herr P. wartet seit zehn Minuten ungeduldig an der Straßenecke auf das Lieferfahrzeug, das ihm sein neues am Vortag im Internet bestelltes Smart-Phone bringen soll. Frau S. nimmt zum selben Zeitpunkt in der Apotheke das vor drei Stunden bestellte und über […]


Elektrofahrzeuge für Logistik in Ballungsgebieten – Neue Zusammenarbeit in der Internationalen Energieagentur wurde gestartet

Herr P. wartet seit zehn Minuten ungeduldig an der Straßenecke auf das Lieferfahrzeug, das ihm sein neues am Vortag im Internet bestelltes Smart-Phone bringen soll. Frau S. nimmt zum selben Zeitpunkt in der Apotheke das vor drei Stunden bestellte und über Express-Courier zugestellte Medikament entgegen. Zwei Beispiele für Kundenbedürfnisse, die immer höhere Anforderungen an die Logistik und deren Flexibilisierung insbesondere in Ballungsgebieten stellen. Die Folgen sind eine steigende Anzahl von Lieferfahrzeugbewegungen mit immer kleineren transportierten Nutzlasten und die damit verbundenen steigenden Auswirkungen auf Verkehr, Lärm und Umweltbelastungen im urbanen Bereich. Ein Teilansatz in Richtung eines nachhaltigen Transportsystems ist der Einsatz von effizienteren und emissionsarmen Elektrofahrzeugen. Der Transportsektor steht bei der Einführung von elektrischen Fahrzeugen aber noch vor einigen spannenden Herausforderungen, da zuverlässige und kostengünstige Fahrzeuge entwickelt und im Alltagseinsatz erprobt werden müssen und derzeit noch kaum Serienfahrzeuge am Markt verfügbar sind.

Diesen Themen widmet sich der neue Task 27 „Electrification of Transport Logistic Vehicles“ der Internationalen Energieagentur (IEA) im Implementing Agreement „Hybrid and Electric Vehicles – HEV“, der von JOANNEUM RESEARCH und dem DLR (Deutschland) initiiert wurde und gemeinsam geleitet wird. Neben Deutschland und Österreich sind derzeit Großbritannien, Türkei und Südkorea Partner, weitere Länder haben bereits Interesse bekundet. Der jetzt gestartete Task wird zunächst 3 Jahre laufen und ist, wie generell alle Tasks der IEA, eine internationale Plattform für Vernetzung und Zusammenarbeit, um den derzeitigen Wissens- und Erfahrungsstand zu Technologien und deren (Demonstrations-) Anwendungen auszutauschen, weiterführende Forschungsfragen zu identifizieren und internationale Projekte zu initiieren.

DI Martin Beermann, bei JOANNEUM RESEARCH für diesen Task zuständig, fasst zusammen: „Der Einsatz von Transport-Elektrofahrzeugen im urbanen Gebiet ist ein wesentlicher Baustein einer nachhaltigen Stadtlogistik. Die zukünftige Realisierung kann durch die Vernetzung der internationalen Tätigkeiten beschleunigt werden; mit den 22 Mitgliedsländern in der IEA-HEV ist hierzu ein starker Impuls ausgelöst worden. Im Rahmen der Mitarbeit in dieser neuen Task können wir die internationalen Forschungsergebnisse wie auch Praxiserfahrungen von Technologieherstellern und -anwendern für weiterführende Aktivitäten in Österreich nutzen sowie in Kooperationen mit Partnern weltweit eintreten.“

Dieses internationale Netzwerk wird JOANNEUM RESEARCH gemeinsam mit der heimischen Wirtschaft und österreichischen Städten zur Entwicklung und Anwendung neuer Technologien im Rahmen weiterführender Projekte und Initiativen nutzen, um die Markteinführung von elektrischen Logistikfahrzeugen und den Aufbau der notwendigen Infrastruktur für diese Art der Eco-Mobilität in Städten schrittweise zu realisieren.

Weiterführende Informationen erhalten Sie bei DI Martin Beermann (+43 316 8761434, martin.beermann@joanneum.at) bzw. auf http://www.ieahev.org/tasks/e-logistics-task-27/

EMF-CityLog, 2014

DLR, 2014

 
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