Sattler AG baut mit Tochterfirma Dach für brasilianisches Fußball-WM-Stadion in Manaus

11. April 2013

 

Steirisches Unternehmen weiterhin auf der Überholspur


 

Die Sattler AG bleibt weiterhin auf der Überholspur. Mit ihrer Tochterfirma CENO TEC zog das steirische Unternehmen neuerlich einen attraktiven und prestigeträchtigen Auftrag an Land. Im brasilianischen Fußball-WM-Stadion in Manaus montiert CENO TEC ab Mitte Juli gut 32.000 Quadratmeter textile Dachfläche. Es ist dies ein weiteres Referenzprojekt, das vom Unternehmen auf diese Weise ausgeführt wird.

„Wir haben mehr als zwei Jahre um den Auftrag gekämpft und den Kontakt zum Generalunternehmer Construtora Andrade Gutierrez S.A. intensiv gepflegt. Durch die hohe Qualität unserer Leistungen und vor allem wegen unserer Termintreue bei unseren bisherigen Projekten haben wir uns gegen fünf internationale Mitbewerber durchsetzen können“, sagt Wolfgang Rudorf-Witrin von der im deutschen Greven ansässigen CENO Membrane Technology GmbH. „Der Gewebezuschnitt und die Konfektion beginnen umgehend, die Montage soll bis Jahresende des Jahres abgeschlossen sein.“

Dank vieler Referenzen im Stadionbau (z. B. das größte mit 50.000 Sitzplätzen von Fenerbahce Istanbul, zwei in Turkmenistan, Sevilla, Tashkent, Wolfsburg, Sinsheim, Veltins-Arena auf Schalke, Parkenstadion Kopenhagen, Estadio Olympico Sevilla) und zahlreicher Tribünenüberdachungen (z. B. Zaeyed Stadion Al Ain, VAE oder Sheffield) verfügt die Sattler-Tochter über umfangreiche Erfahrung. Rudorf-Witrin: „Die größten Herausforderungen bei diesem Projekt sind die geringen Maßtoleranzen bei den 252 Feldern, die passgenau in Greven vorkonfektioniert werden müssen und die Montage. Die Logistik ist aufgrund des langen Transportwegs ins Landesinnere enorm herausfordernd und es gibt keine Einstellmöglichkeiten bei der Montage, die zusätzlich durch die Regenzeit erschwert wird.“ Die 45.000 Fans fassende Arena da Amazônia (ca. 240 Meter lang, 200 Meter breit, 35 Meter hoch) wurde von der deutschen Architektengruppe „gmp · Architekten von Gerkan, Marg und Partner“ geplant.

Sattler-Vorstandsvorsitzender Herbert Pfeilstecher setzt dennoch nicht nur den Stadien-Markt. „CENO TEC gehört weltweit zu den vier größten Anbietern textiler Überdachungen. Stadionüberdachungen sind in der Regel Aushängeschilder für die Unternehmen und daher stark umkämpft. Der Vorteil von CENO TEC ist im Vergleich zu Mitbewerbern unsere Produktbandbreite, die es nicht erforderlich macht, Stadion-Projekte um jeden Preis zu holen. Wir sind auch bei ETFE-Folienbauten sehr aktiv und haben damit den für uns relevanten Markt wesentlich erweitern können. Durch die eigene Konfektion haben wir im Membranbau eine sehr hohe Wertschöpfung.“

Textile Überdachungslösungen liegen preislich zwar über einer herkömmlichen Blechlösung, bringen aber durch die hohe Lichtdurchlässigkeit erhebliche Vorteile für den Betrieb. Beim Stadion in Klagenfurt hätte sich der Aufwand beispielsweise doppelt gelohnt. Rudorf-Witrin: „Dort wäre die Verwendung einer textilen Lösung im Zuge des geplanten Rückbaus deutlich billiger gekommen.“

Im Jahr 2012 machte der Umsatz des Membranbaubereiches 39 Prozent des Gesamtumsatzes der Sattler-Gruppe aus.

Sattler-Gruppe, Zahlen und Fakten:

Der Gesamtumsatz der Sattler-Gruppe betrug im Jahr 2012 rund 124 Mio. Euro.

SUN-TEX (Markisen-, Gartenmöbelstoffe, etc.)    35 %
PRO-TEX (LKW-Planenstoffe, Gewebe für Großzelte, Biogasspeicher, etc.)    26 %
MEMBRANE SOLUTIONS (Biogasspeicher, Stadiondächer, etc.)    39 %

675 MitarbeiterInnen weltweit
Produktionsstätten: Graz/Thondorf, Rudersdorf (Bgld.), Greven (D), North Carolina (USA)

Quelle: Presseaussendung Sattler AG, 09.04.2013

 

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