Recycling-Wunderwerk

13. April 2015

 

Monatelang wurde geforscht, versucht und experimentiert – nächste Woche ist es endlich soweit: Die innovative Aufbereitungsanlage für industrielle Abwässer geht am Saubermacher-Standort Unterpremstätten in Betrieb. Die neue Physikalisch-Biologische – kurz P-B Anlage – von Saubermacher verwandelt verunreinigtes Industrieabwasser mithilfe der Technik der Umkehrosmose wieder in Brauchwasser. Das innovative System, das von Saubermacher in dieser Form […]


 

Monatelang wurde geforscht, versucht und experimentiert – nächste Woche ist es endlich soweit: Die innovative Aufbereitungsanlage für industrielle Abwässer geht am Saubermacher-Standort Unterpremstätten in Betrieb.
Die neue Physikalisch-Biologische – kurz P-B Anlage – von Saubermacher verwandelt verunreinigtes Industrieabwasser mithilfe der Technik der Umkehrosmose wieder in Brauchwasser. Das innovative System, das von Saubermacher in dieser Form erstmals verwendet wird, macht es möglich, dass flüssige Abfallstoffe gereinigt und wiederverwertet werden können. Von den Flüssigkeiten, die in dem neuartigen Verfahren bearbeitet werden sind 90% davon Brauchwasser, 9% Wertstoffe wie beispielsweise Öle und zirka 1% wird als Störstoff ausgeschleust. Stolze 99% der eingebrachten Stoffe werden so im Kreislauf gehalten, was den wahren Erfolg der Anlage ausmacht.
Die P-B-Anlage
Die Technik hinter dem innovativen System ist komplex: Es wird damit begonnen, die Flüssigkeiten auf ihre Zusammensetzung zu prüfen und schließlich in einem Rüttelsieb die Feststoffe von den Flüssigkeiten zu trennen. Diese Stoffe werden schließlich in ein Übernahmebecken weitergeleitet, wo sie thermisch behandelt, filtriert, destilliert oder durch die Zugabe von Säure in Öl und Wasser aufgespalten werden. Säuren und Laugen werden bereits ganz zu Beginn erkannt und getrennt und in einem eigenen Bearbeitungsverfahren neutralisiert. Währenddessen wird das bereits teilweise gereinigte Wasser weitergeleitet; die dabei entstehenden Abfallprodukte werden umgewandelt oder verwertet. Restliches Altöl und andere flüssige Rückstände werden thermisch verwertet und das vorgereinigte Abwasser schlussendlich einer letzten biologischen Behandlung unterzogen.
Das Prinzip der Umkehrosmose
Die neuartige Anlage funktioniert mithilfe des Umkehrosmose-Aktivkohle- Kombinationsverfahrens, bei dem sowohl mechanisch, als auch physikalisch Verunreinigungen und ungewünschte Stoffe aus Wasser gefiltert werden. Unter Druck wird das Wasser durch eine halbdurchlässige Membran gepresst und mithilfe von Aktivkohle Schwermetalle, Rückstände, Pestizide etc. herausgefiltert.
Zahlen und Fakten
Mit einem Umfang von bis zu 19.900 Tonnen an aufbereitetem Wasser pro Jahr und bis zu 2.000 Tonnen an rückgewonnenen Wertstoffen wie z.B. Ölen ist die Aufbereitungsanlage ein kleines „Recycling-Kraftwerk“. Die Investitionssumme von 6,5 Mio € ist somit mehr als gut angelegt, denn durch das neue Verfahren werden nicht nur Abfälle herausgefiltert und danach entsorgt, sondern neue, wiederverwertbare Stoffe erzeugt – somit nicht nur ein Ressourcen-Vorteil, sondern auch ein ökonomischer. Für Saubermacher ist die neue P-B-Aufbereitungsanlage nicht nur ein erfolgreiches Projekt – zusätzlich wird sie zu einem der vielen Teile des umfassenden Saubermacher Konzepts „Zero Waste“.
Nähere Informationen dazu finden Sie HIER.
Quelle: Saubermacher Dienstleistungs AG/13.04.2015

 

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