Qpunkt: Windkraft auf Hochhausdächer

17. September 2012

 

Energie. Die steirische Firma Qpunkt setzt auch auf Windgeneratoren und Flugzeugheizungen. Windgeneratoren sollen bald Wohnhäuser mit Strom versorgen.Hart bei Graz. Mit Windgeneratoren für Wohnhäuser und einem Heizsystem für Kleinflugzeuge will sich der Prüfspezialist Qpunkt neue Standbeine schaffen. Das Unternehmen in Hart bei Graz ist auf das Engineering und Testen im Bereich Thermomanagement in Fahrzeugen spezialisiert […]


Energie. Die steirische Firma Qpunkt setzt auch auf Windgeneratoren und Flugzeugheizungen. Windgeneratoren sollen bald Wohnhäuser mit Strom versorgen.

Hart bei Graz. Mit Windgeneratoren für Wohnhäuser und einem Heizsystem für Kleinflugzeuge will sich der Prüfspezialist Qpunkt neue Standbeine schaffen. Das Unternehmen in Hart bei Graz ist auf das Engineering und Testen im Bereich Thermomanagement in Fahrzeugen spezialisiert und beschäftigt sich auch mit Aerodynamik.

„Die Aerodynamik war der Brückenschlag zur Entwicklung kleiner Windgeneratoren“, schildert Qpunkt- Geschäftsführer Robert Breinl. Man habe eine Windkraftanlage entwickelt, die bis zu 15 Kilowatt Leistung besitze und zum Beispiel auf das Dach eines Hochhauses montiert werden könne. Die Serienfertigung soll im Oktober anlaufen. Erzeugt werden die Windgeneratoren gemeinsam mit dem Fassadenbauer Fibag. Breinl schätzt das Marktpotenzial auf „bis zu 1000 Anlagen im Jahr“. In der Testphase befindet sich eine kleinere Ausgabe des Generators, der für Einfamilienhäuser gedacht ist. Im Entwicklungsstadium ist ein großer Bruder, der mit mehr als 150 Kilowatt herkömmliche Windräder ersetzen könnte. „Dabei sind unsere Anlagen kleiner und leiser“, versichert Breinl. Gemeinsam mit dem Tiroler Unternehmen Villinger hat Qpunkt ein Heizsystem für Sportflugzeuge und Hubschrauber entwickelt. Der Speziallack, der mittels Strom Wärme erzeugt, kann sowohl zur Tragflächen-und Propellerenteisung als auch zur Erwärmung des Passagierraums benutzt werden.

Im Kerngeschäft mit den Messungen und Prüfungen arbeitet Qpunkt in erster Linie für die Autoindustrie. Zu den Kunden zählen Audi, BMW, VW, Porsche, Mercedes, Bentley oder Jaguar. „Bis vor einigen Jahren war Thermomanagement kein Thema, heute geht es aber in allen Bereichen um Energieeffizienz“, sagt Breinl.

95 Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2011/12 setzte Qpunkt 9,2 Millionen € um, für das laufende Geschäftsjahr erwartet Breinl 14,5 Millionen €. In der Steiermark und an vier Standorten in Deutschland werden 95 Mitarbeiter beschäftigt.


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