PCCL mit ‚künstlichem Auge‘ im Finale des Fast Forward Awards

28. Juni 2011

 

Dass Schönheit im Auge des Betrachters liegt, könnte sich, zumindest wenn es um die optische Begutachtung von Oberflächeneigenschaften geht, als nicht mehr zeitgemäße Maxime herausstellen. Denn das künstliche Auge des PCCL kann vorhersehen, was wir später ‚schön‘ finden werden. In der Kategorie der ‚Institutionen‘ konnte das Polymer Competence Center Leoben (PCCL) mit seinem Projekt ‚Measuring […]


 

Dass Schönheit im Auge des Betrachters liegt, könnte sich, zumindest wenn es um die optische Begutachtung von Oberflächeneigenschaften geht, als nicht mehr zeitgemäße Maxime herausstellen. Denn das künstliche Auge des PCCL kann vorhersehen, was wir später ‚schön‘ finden werden.


In der Kategorie der ‚Institutionen‘ konnte das Polymer Competence Center Leoben (PCCL) mit seinem Projekt ‚Measuring the Visible‘ die Finalrunde des Fast Forward Awards 2011 erreichen. Das Team um Projektleiter Dieter Gruber konnte sich in einem Feld von insgesamt 120 Bewerbern durchsetzen und darf sich im Finale am 14. September über einen Platz unter den Top 3 in seiner Kategorie freuen.
Das ‚Messen des Sichtbaren‘ ist genau jene Aufgabe, die das künstliche Auge schließlich im industriellen Einsatz erfüllen soll. Es ist gelungen die Eindrücke die man beim Betrachten einer Objektoberfläche sammelt, in mathematische Modelle zu integrieren. Dazu gehören Glanz, Struktur, Farbe, Opazität (Undurchsichtigkeit) etc., aber auch physikalische Eigenschaften der menschlichen Wahrnehmung wie z.B. Kontrasterkennung und Auflösungsvermögen des Sehapparates. Insgesamt 6 Patente wurden im Rahmen dieses Projekts angemeldet und erteilt. Außerdem wurde das System auf der weltgrößten Kunststoffmesse K2010 vorgestellt und stieß dort auf reges Interesse von Seiten der Industrie.
Projektleiter Dieter Gruber: „Unsere Feldstudien konnten bestätigen, dass unsere Methode Messergebnisse hervorbringt, die außerordentlich gut mit der menschlichen Bewertung von Oberflächen korrelieren.“
Für den PCCL-Geschäftsführer Martin Payer zeugt insbesondere das Potential der industriellen Umsetzung von der Durchschlagkraft dieser Entwicklung aufgrund der stetig steigenden Anforderungen an die Oberfläche als Qualitätsmerkmal. „Eine perfekte Oberfläche unterscheidet von Erfolg und Nicht-Erfolg am Markt. Mit der Entwicklung dieses Systems, messen wir das bisher unmessbare – zum Nutzen unserer Kunden“, so Payer.

Quelle: PCCL, 28.06.2011

Dieter P. Gruber (rechts, Projektleiter), Johannes Macher (mitte; Teammitglied) und Martin Payer (links, Geschäftsführer des PCCL) auf der weltgrößten Kunststoffmesse K2010 in Düsseldorf

 

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