Öko-Branche als steirischer Jobmotor

26. November 2010

 

Neue Struktur, neue Strategie: In der steirischen Umwelttechnik wurden im Vorjahr 650 neue Jobs geschaffen. Der Eco-Cluster wird teilprivatisiert.


 

Biomasse, Wind- und Wasserkraft, Solar- und Stoffstrom – der Bereich Umwelttechnik ist ein weites und alles andere als einheitliches Wirtschaftssegment. Seit mehr als fünf Jahren sorgt in der Steiermark der Cluster „Eco World Styria“ für ein gemeinsames Dach. Seit einigen Jahren wird der Umwelttechnik großes ökonomisches Potenzial zugeschrieben – nicht zu Unrecht, wie die aktuellen Zahlen zum Krisenjahr 2009 zeigen.

Eine Erhebung unter den Mitgliedsunternehmen des Eco-Clusters zeigt folgendes Bild: Während die Gesamtumsätze von 5,43 auf 5,06 Milliarden Euro gesunken sind, konnte der Umsatzanteil im Umwelttechnikbereich von 2,68 auf 2,83 Milliarden Euro gesteigert werden. Die Exportquote liegt bei 90 Prozent. Es konnten zusätzlich 651 Jobs in diesem Segment geschaffen werden. Die analysierten Unternehmen beschäftigen damit bereits knapp 15.000 Mitarbeiter in der Umwelttechnik. „Heuer wird ein Beschäftigungswachstum von 16 Prozent erwartet“, so Eco-Geschäftsführer Bernhard Puttinger. Darauf müsse man sich auch in der Qualifizierung einstellen. „Wir müssen neue Ausbildungswege finden, die der Querschnittsmaterie Umwelttechnik gerecht werden“, so FIBAG-Vorstand Mario Müller.

Zum fünfjährigen Bestehen wird nun die Struktur des Clusters geändert. Mit der steirischen Wirtschaftsförderung SFG, dem Land Steiermark und der Stadt Graz gab es bisher eine rein öffentliche Eigentümerstruktur. Mit Binder+Co, der equadrat group, dem Forschungszentrum FIBAG und KWB Biomasseheizungen gesellen sich nunmehr auch private Eigentümer in die GmbH. „Sollten weitere Unternehmen an einem Einstieg interessiert sein, werden wir uns dem nicht verschließen“, so Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann.
Neue Leitlinien

Mit der neuen Struktur wurden auch neue strategische Leitlinien und Ziele formuliert. Bis 2015 sollen u.a. die Zahl der steirischen Technologieführer verdoppelt und noch mehr Arbeitsplätze geschaffen werden. Dafür müssen aber auch die rechtlichen Rahmenbedingungen passen (siehe auch rechts). „Die innovative Stellung in der Umweltgesetzgebung hat Österreich derzeit nicht inne“, heißt es in dem Strategiepapier

Quelle: Kleine Zeitung / 15.7.2010

 

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