Neues Plus-Energiehaus erregt internationales Aufsehen

29. September 2014

 

In Kapfenberg wurde am Donnerstag ein Plus-Energiehaus eröffnet, das mehr Energie erzeugt als verbraucht. Erstmals wurde dies bei einer Altbausanierung probiert, was sehr viel Interesse errregt.Das Haus Johann-Böhm-Sraße 34-36 in Kapfenberg ist ein Bau, wie er zu Tausenden in Österreich steht: rasch und billig in Jahr 1961 erbaut, thermisch nicht isoliert und auch sonst längst […]


 

In Kapfenberg wurde am Donnerstag ein Plus-Energiehaus eröffnet, das mehr Energie erzeugt als verbraucht. Erstmals wurde dies bei einer Altbausanierung probiert, was sehr viel Interesse errregt.

Das Haus Johann-Böhm-Sraße 34-36 in Kapfenberg ist ein Bau, wie er zu Tausenden in Österreich steht: rasch und billig in Jahr 1961 erbaut, thermisch nicht isoliert und auch sonst längst nicht mehr heutigen Standards entsprechend.

Weil der Bau so typisch ist, wurde er für eine mustergültige Sanierung ausgewählt, in der alles, was an Innovationen möglich ist, eingebaut wurde. Das Haus gehört der „Ennstal“ und deren Vorstandsdirektor Wolfgang Sacherer sagte bei der Eröffnung am Donnersag, dass „die Fachwelt nicht nur in Österreich, sonder in ganz Europa“ auf das Haus blickt.

Es soll nämlich Vorbild für die Sanierungen all dieser Altbauten sein, wobei Sacherer aber einschränkte, dass die ganze Fülle an Innovationen kaum ingendwo zu finden sein wird, das wäre ganz eingach zu teuer.

So hat man etwa vier verschiedene Lüftugssysteme eingebaut, um sie miteinander in ihrer Wirkung zu vergleichen. 630 Quadratmeter Fotovoltaik und 144 Quadratmeter Solartherme sollen jährlich 120.000 Kilowattstunden erbringen. Im Sommer wird Strom ins Netz geliefert, im Winter wird die Raumheizung mit Fernwärme unterstützt. Übers Jahr gesehen soll dadurch mehr Energie erzeugt werden als verbraucht werden. Zwei Jahre wird alles genauch beobachtet und dokumentiert, dann will man sehen, on die errechneten Werte auch in der Praxis halten.

Dazu kommt, dass am und im Haus nicht viel herumgestemmt, sondern das Haus fertigen, hochformatigen Elementen eingepackt wurde. In denen sind neben der Isolierung auch die Installationsleitungen untergebracht. Diese Elemente werden fertig geliefert.

Architekt Werner Nussmüller lag vor allem die Wohnqualität am Herzen. So ließ er etwa Balkone einbauen, und durch eine neue Ausrichtung wurden die Wohnungen heller und freundlicher.

Insgesamt hat man sich die Sanierung 3,4 Millionen Euro kosten lassen, Solar und Fotovotlaik kosteten weitere 420.000 Euro, und die „innovationen Mehrkosten“ betrugen 1,2 Millionen. Förderungen gab es von der Stadt, dem Land und dem Bund.

Von der Zukunftswerkstatt „Haus der Zukunft“ des Infrastrukturministerium gab es eine Urkunde. Und Ministerin Doris Bures betonte, wie wichtig es sei, dass durch solche Innovationen modernes, energiesparendes Wohnen allmählich für alle Menschen zugänglich wird.

Quelle: http://www.tbh.at/

 

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