Neues Abwassertrennsystem

20. Februar 2017

 

Moderne Kläranlagen filtern Nährstoffe, abbaubare organische Verbindungen, Feststoffe und zusätzlich auch Mikroverunreinigungen aus dem Abwasser. Eine Vielzahl potentiell schädlicher Stoffe wird jedoch biologisch nicht abgebaut oder adsorbiert und kann somit in die Umwelt gelangen. Die SPIN Tec GmbH entwickelt aktuell mit einer Verfahrenskombination von Membranabtrennung mit einer Adsorptionsstufe einen neuen Weg zur Entfernung dieser organischen Spurenstoffe und Mikroverunreinigungen. Ziel ist die weitergehende Abtrennung von anthropogenen Spurenstoffen aus biologisch gereinigtem Abwasser.


 

Entwicklung einer Membran-Adsorptions-Kombination zur Abtrennung von Anthropogenen Spurenstoffen

Mit dem österreichischen Projekt „Pharmaqua“ bündeln Wissenschaftler ihr Kräfte zur Erzielung eines Technologievorsprunges in der Abtrennung von anthropogenen Spurenstoffen aus Abwasserströmen.

Am 23. Jänner 2017 fand am Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft der Technischen Universität in Wien die Auftakt-Veranstaltung für das österreichische Projekt Pharmaqua statt. Im eineinhalbjährigen Forschungsprojekt, das mit ca. 200.000.- EUR vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft gefördert und im Rahmen des österreichischen Programmes „FÖRDERUNG DER FORSCHUNG IN DER WASSERWIRTSCHAFT“ durch die Kommunalkredit Public Consulting GmbH abgewickelt wird, haben sich fünf Partner zusammengeschlossen, um ein innovatives, leistungsfähiges und kostengünstiges Abwasserabtrennsystem für anthropogene Spurenstoffe zu entwickeln.

Unter anthropogenen Spurenstoffen werden organische Verunreinigungen verstanden, die bereits in geringen Konzentrationen den Ablauf grundlegender biochemischer Prozesse in der Natur stören können. Sie geraten als Ursache für den Anstieg verschiedener Krankheiten und der Zunahme der Unfruchtbarkeit bei Tieren, besonders bei Fischen, immer wieder ins Fadenkreuz fachlicher Diskussionen. Die derzeitigen kommunalen Abwasserreinigungsanlagen sind auf die Entfernung von Nährstoffen, abbaubaren organischen Verbindungen und Feststoffen ausgelegt. In aktuellen, gemäß Stand der Technik ausgebauten Abwasserreinigungsanlagen werden auch einige Mikroverunreinigungen gut eliminiert. Eine Vielzahl dieser potentiell schädlichen Stoffe wird jedoch biologisch nicht abgebaut oder adsorbiert und gelangt damit einhergehend in die Umwelt. Mithilfe der geplanten Kombination aus Membrantrennung und Adsorption kann im Gegensatz dazu ein breites Stoffspektrum an Mikroverunreinigungen nahezu vollständig zurückgehalten werden.

Unter der Projektleitung von SPIN Tec GmbH erfolgen umfassende Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der Projektpartner Mach & Partner ZT-GmbH, TU Wien – Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Technische Biowissenschaften und Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft sowie MCI – Internationale Hochschule GmbH – Department für Umwelt- Verfahrens- und Energietechnik.

Ziel des gegenständlichen Projekts ist die Entwicklung eines Labormusters, bei dem durch eine Verfahrenskombination von Membranabtrennung mit einer Adsorptionsstufe ein innovativer Weg zur Entfernung von organischen Spurenstoffen getestet wird. Dadurch sollen eine weitergehende Abtrennung von anthropogenen Spurenstoffen aus biologisch gereinigtem Abwasser sowie ein möglichst einfaches und kostengünstiges Verfahren der weitergehenden Abwasserreinigung möglich werden.

Gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft.

 

Pressekontakt / Projektleitung:

DI Markus Plank
SPIN Tec GmbH
Impulszentrum 1, 8250 Vorau
Tel.: +43 664 88 92 68 41
e-mail: office@spintec.at

 

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