Neue Luftreinigungsanlage geht im Grazer Siemens-Werk in Betrieb

16. September 2014

 

Gestern Nachmittag wurde im Siemens-Weltkompetenzzentrum für Hightech-Fahrwerke in Graz eine neue Luftreinigungsanlage im Rahmen eines Festaktes offiziell eröffnet. Die Investition, die in Graz getätigt wurde, beläuft sich auf mehr als 2,7 Millionen Euro. Durch diese hochmoderne Filteranlage werden pro Jahr mehr als 12 Tonnen Feinstaub eingespart. Diese Menge entspricht einer Luftbelastung von mehr als 800 […]


 

Gestern Nachmittag wurde im Siemens-Weltkompetenzzentrum für Hightech-Fahrwerke in Graz eine neue Luftreinigungsanlage im Rahmen eines Festaktes offiziell eröffnet. Die Investition, die in Graz getätigt wurde, beläuft sich auf mehr als 2,7 Millionen Euro. Durch diese hochmoderne Filteranlage werden pro Jahr mehr als 12 Tonnen Feinstaub eingespart. Diese Menge entspricht einer Luftbelastung von mehr als 800 LKW im Straßenverkehr. Im Betrieb zeigen sich bereits deutliche Auswirkungen. So hat sich die Qualität der Atemluft in den von der Anlage versorgten Produktionshallen sofort signifikant verbessert, was auch durch ein aktuelles Gutachten des Laboratoriums für Umweltanalytik bestätigt wird.

Verantwortung für Graz
Das World Competence Center Bogies in Graz ist weltweit für die Entwicklung und Produktion der Fahrwerke für Siemens-Schienenfahrzeuge verantwortlich. Verantwortung übernimmt das Industrieunternehmen allerdings auch gegenüber dem Standort, den Menschen und der Umwelt. Durch die Inbetriebnahme der neuen Luftreinigungsanlage setzt Siemens ebenso für die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neue Maßstäbe.

Aufgrund der hohen Produktivität und Auslastung des Werks und der damit verbundenen Schweißrauchentwicklung ist die Investition in ein neues Luftreinigungssystem für drei der Produktionshallen notwendig geworden. Siemens Real Estate errichtete nach nur achtmonatiger Bauzeit eine leistungsstarke Anlage der neuesten Generation für die drei Hallen. Kernstück des Systems ist das Lüftungsgebäude aus Stahlbeton, das auf einer Grundfläche von rund 400 m² in Hochlage errichtet wurde, um den Zugang zu den benachbarten Hallen weiterhin zu gewährleisten. Darin befinden sich die Komponenten für Be- und Entlüftungsanlagen, die Heizregister, die Rotationswärmetauscher, die Trübungssensorik, die Taschenfilter, die Filterstaubaustragungsanlage sowie die gesamte Mess-, Steuer- und Regeltechnik. Die Ansaug- und Ausblasöffnungen samt Schalldämpfer befinden sich auf dem Dach.

„Der Wirtschaftsstandort Steiermark erzielt seine Attraktivität nicht nur durch den hohen Innovationsgrad und das Know-how seiner Betriebe, sondern auch durch die hervorragende Lebensqualität in unserem Land. Die Verantwortung unserer Industriebetriebe für Mensch und Umwelt ist daher von besonderer Bedeutung und die Investition von Siemens in die neue Luftreinigungsanlage in Graz ein maßgeblicher Schritt für ein harmonisches Miteinander von Technologie und Ökologie“, erklärt Christian Buchmann, steirischer Landesrat für Wirtschaft, Europa und Kultur.

„Eine gesunde Umwelt für unsere Mitarbeiter und die Anrainer am Standort Graz ist Siemens ein wichtiges Anliegen und unser Beitrag für einen gesunden Wirtschaftsstandort. Industrie und Umweltschutz dürfen kein Widerspruch sein, denn wir brauchen auch Produktionsstandorte in Österreich“, hebt Arnulf Wolfram, Leiter des Sektors Infrastructure & Cities CEE, Siemens AG Österreich hervor.

Vom zentralen Lüftungsgebäude wurden während des laufenden Produktionsbetriebes Luftkanäle für Zu- und Abluft in den Hallen verlegt und Ausblasvorrichtungen aufgestellt.Die bestehenden Schweißroboter wurden an die neu installierten Abluftrohre angeschlossen. Gleichzeitig wurden Vorbereitungen für zukünftige Roboterschweißplätze getroffen.Die abgesaugte Luft wird in der Filteranlage gereinigt und durchläuft entweder einen der drei Rotationswärmetauscher, bevor sie als Fortluft über Dach durch Schalldämpfer ausgeblasen wird, oder sie wird nach der Filterung wieder als Umluft in die Hallen geführt. Gleichzeitig wird Frischluft von außen angesaugt, durch die Rotationswärmetauscher vorgewärmt, bei Bedarf in den Heizregistern erwärmt und gemeinsam mit der Umluft zu den Hallen transportiert, wo sie über Luftauslässe eingebracht wird. Dabei wird zu jeder Zeit ein Mindestanteil an Frischluft gewährleistet. Die Trübung der Abluft wird laufend gemessen und die Luftmenge der Anlage entsprechend bedarfsgerecht variiert.

Der Leiter des Grazer Werkes Matthias Koch fügt hinzu: „Wir bringen ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Anforderungen in Einklang und stellen uns unserer Verantwortung. Hervorragende Leistungen im Umweltschutz, im Gesundheitsmanagement und bei der Sicherheit haben bei Siemens hohe Priorität. Die neue Anlage zeigt dies eindrucksvoll.“

Weltkompetenzzentrum für Fahrwerke in Graz
Das World Competence Center Bogies beschäftigt an zwei Standorten – Graz und Sacramento (USA) – mehr als 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die klare Ausrichtung auf Spitzentechnologie spiegelt sich in den Aktivitäten aller Unternehmensbereiche wieder. Mehr als 160 Engineering-Expertinnen und –Experten konzipieren und entwickeln die Hightech-Lösungen von morgen. So erfolgt auch die Entwicklung der Fahrwerkstechnologie für die russischen Regionalzüge am Siemens-Standort Graz.

Das Werk in Graz ist der Fahrwerke-Produzent mit dem weltweit höchsten Automatisierungsgrad. Beispielsweise werden dank der sogenannten „Fließfertigung“ mit Hilfe modernster Robotertechnik jährlich 1500 km Schweißnähte erzeugt. Siemens in Graz ist als Entwickler und Produzent von Hightech-Fahrwerken ein Knotenpunkt in der Fertigung von Siemens-Schienenfahrzeugen, sowie zentraler Partner der internationalen Schienenfahrzeug-Industrie.

Pressekontakt
Veronika Gasser
Tel.: +43 (0)5 17 07-24629
veronika.gasser@siemens.com

Quelle: Siemens AG / 10.09.2014
Zum Original-Newsbeitrag auf www.siemens.at gelangen Sie HIER.

 

Weitere News zu diesem Thema

Hackathon für den Klimaschutz

Die dramatische Warnung des Weltklimarats zur Erderwärmung erfordert jetzt ein rasches gemeinsames Handeln für eine lebenswerte Zukunft. mehr →


Nachlese: Green Tech Innovators Club

Am Dienstag, 2. Oktober fand das beliebte Querdenken beim Green Tech Innovators Club in der ehrwürdigen Aula der Karl-Franzens-Universität statt. mehr →


Technologieführer wachsen schneller

Die diesjährige Konjunkturerhebung der steirischen Green Tech Branche zeigt eindrucksvoll, dass Forschung und Entwicklung in der Umwelttechnik eine Schlüsselrolle spielt. mehr →