NAWAROS – Stoffe der Zukunft

17. Juni 2010

 

Ob medizinische Produkte oder Biokunststoffe, technische Öle oder Naturkosmetik – nachwachsende Rohstoffe spielen schon heute eine wichtige Rolle. Für den Markt der Zukunft werden sie unentbehrlich. Auf der Tagung des Ökoclusters standen die Möglichkeiten der stofflichen Nutzung der NAWAROS im Mittelpunkt. Fossile Ressourcen werden knapp, die Menschen werden mehr. Deshalb suchen Wissenschaft, Wirtschaft und KonsumentInnen nach […]


 

Ob medizinische Produkte oder Biokunststoffe, technische Öle oder Naturkosmetik – nachwachsende Rohstoffe spielen schon heute eine wichtige Rolle. Für den Markt der Zukunft werden sie unentbehrlich. Auf der Tagung des Ökoclusters standen die Möglichkeiten der stofflichen Nutzung der NAWAROS im Mittelpunkt.


Fossile Ressourcen werden knapp, die Menschen werden mehr. Deshalb suchen Wissenschaft, Wirtschaft und KonsumentInnen nach zukunftsfähigen Alternativen. Der steirische Verein Ökocluster lud als Regionalpartner der Initiative klima:aktiv zur Tagung in Seggau, wo ein hochkarätig besetztes Podium die Zukunftschancen von nachwachsenden Rohstoffen (NAWAROS) beleuchtete.


Die energetische Nutzung von NAWAROS ist weit verbreitet: Wir heizen mit Hackschnitzel oder Pellets, füllen mit Biodiesel oder Pflanzenöl die Autotanks und erzeugen mit Biogas Strom. Neben der Energiegewinnung gibt es aber noch eine Vielzahl von stofflichen Nutzungsmöglichkeiten.


Nachwachsende Rohstoffe verfügen auch hier über eine Reihe von Vorteilen:
NAWAROs sind CO2-neutral, verursachen also keinen zusätzlichen Treibhauseffekt. Sie sind meist biologisch abbaubar und belasten die Umwelt nicht. So verursachen etwa biologisch abbaubare Schmierstoffe im Gegensatz zu mineralischen Schmierstoffen keine Schäden, wenn sie in Wasser oder Boden gelangen. NAWAROS sparen fossile Energieträger ein und vermeiden Abfälle durch die weitere Nutzung von Reststoffen. Ihre Produktion steigert die regionale Wertschöpfung und verringert die wirtschaftliche Abhängigkeit. Aus diesen Gründen setzt sich der gemeinnützige Verein Ökocluster schon seit langem auch für die stoffliche Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen ein.

Die Tagung in Seggau eröffnete allen Teilnehmenden neue Perspektiven auf die Vielseitigkeit der stofflichen Nutzung von NAWAROS. Die Vortragenden aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung machten aber auch deutlich, sinnvolle stoffliche Nutzung die gesamte Produktionskette bis zur Abfallverwertung berücksichtigen muss. Echte Nachhaltigkeit bedeutet Nachhaltigkeit „von der Wiege bis zur Bahre“. Das Publikum erhielt praxisnahe Einblicke in die Welt der biogenen Verpackungen, die Funktionsweise der Grünen Bioraffinerie und die Entwicklungen und Chancen im Baubereich. Auch Möglichkeiten der Forschungs- und Entwicklungsförderungen für Unternehmen wurden vorgestellt. Intensive Diskussionen boten die Möglichkeit, Fragen des Publikums zu beantworten und mit alten Vorurteilen aufzuräumen.


Die Quintessenz des Tages lautete für alle: Nachwachsende Rohstoffe haben noch nicht gewonnen. Aber sie kommen ins Spiel!


ReferentInnen
DI Dr. Wilhelm Himmel (Nachhaltigkeitskoordinator der Steiermark)
Bakk. Birgit Birnstingl-Gottinger (Verein Ökocluster)
Univ.-Prof. Dr. DI Michael Narodoslawsky (TU Graz)
DI Michael Mandl (Joanneum Research)
DI Herwig Hengsberger (TU Graz)
Helmut Meininger (Verpackungszentrum Graz)
DI Norbert Peherstorfer (KPC)
Mag. Andrea Bruckner (klima:aktiv, nawaro markt)

 

Quelle: ÖKO-CLUSTER, 17.6.2010

KWK und Biowärme

Nahwärme und Pflanzenöltankstelle

Nahwärme und Photovoltaik

Produkte aus NAWAROS

ReferentInnen

 

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