MUL zaubert aus Tunnelausbruch Rohstoffe für die Industrie

2. März 2015

 

DasProjekt DRAGON – Development of Resource-efficient and Advanced underground technologies ist ein von der Europäischen Kommission im Zuge des 7th Framework Programms gefördertes Forschungsprojekt und zielt auf die Steigerung der Ressourceneffizienz im Tunnelbau und anderen untertägigen Bauprozessen ab, indem das Ausbruchmaterial als Rohstoff für andere Industriesektoren und der Mineralrohstoffindustrie zur Verfügung gestellt wird. Ehrgeiziges Ziel […]


 

DasProjekt DRAGON – Development of Resource-efficient and Advanced underground technologies ist ein von der Europäischen Kommission im Zuge des 7th Framework Programms gefördertes Forschungsprojekt und zielt auf die Steigerung der Ressourceneffizienz im Tunnelbau und anderen untertägigen Bauprozessen ab, indem das Ausbruchmaterial als Rohstoff für andere Industriesektoren und der Mineralrohstoffindustrie zur Verfügung gestellt wird. Ehrgeiziges Ziel ist, die komplette Prozesskette von der Charakterisierung des Ausbruchmaterials über die Klassifikation bis hin zur Aufbereitung vollständig unter Tage zu bewerkstelligen. Nicht die Deponie, sondern die Verwendung als Baurohstoff oder als Industriemineral muss am Ende eines ressourcenschonenden Prozesses das erklärte Ziel jeglicher Arbeit in der Erdkruste sein!

Dabei ist zu berücksichtigen, dass neben Umweltbelangen, technischen und wirtschaftlichen Aspekten auch rechtliche Rahmenbedingungen den Umgang mit Tunnelausbruchmaterial wesentlich beeinflussen. Mit all diesen Herausforderungen müssen sich sowohl der Auftraggeber, als auch die Bauindustrie auseinandersetzen, um in Zukunft eine möglichst hohe Verwendungsquote von Tunnelausbruchmaterial zu erreichen. Bereits heute könnte ein nicht zu vernachlässigender Teil des jährlichen Rohstoffbedarfs in Österreich durch die Verwendung von Tunnelausbruch gedeckt werden.

Die wesentlichen Weiterentwicklungen im EU Forschungsprojekt DRAGON betreffen die Online Analyse von physikalischen und chemischen Parametern, Entwicklungen rund um das Thema der Materialbewirtschaftung und –aufbereitung sowie die Entwicklung einer Tunnelausbruch – Materialdatenbank.

Das Projekt DRAGON wird von der Montanuniversität Leoben koordiniert; Industriepartner sind die B+ G AG – Betontechnologie und Materialbewirtschaftung, die Herrenknecht AG, die Indutech Instruments GmbH, Jacques Burdin Ingenieur Conseil, PE North West Europe Limited und die PORR Bau GmbH, die eine praxistaugliche Umsetzung garantieren sollen.

 

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