Lösung für weltweite Wasserknappheit

6. Mai 2018

 

Die Millionenmetropole Kapstadt in Südafrika hat mit anhaltender Wasserknappheit zu kämpfen. Die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA veranstaltete daher die „Agri-Water Innovation Challenge“, die Südafrika bei der Suche nach innovativen Lösungen zur effizienteren Wassernutzung behilflich ist. Das steirische Start-up fluvicon konnte mit Unterstützung des Green Tech Clusters die Challenge mit ihrer Methode der „Vorwärts-Osmose“ für sich entscheiden. Dieses Verfahren spart bis zu 50 % Energie, ist robust und beinahe wartungsfrei. Zusätzlich kann sogar noch Frischwasser aus dem Restschlamm von Kläranlagen gewonnen werden. Ein weiterer Preisträger aus der Steiermark ist die JR-AquaConSol, die mit einer Softwarelösung zur Unterstützung der Entscheidungsfindung im Wassermanagement punkten.


 

fluvicon aus der Steiermark – Sieger der ‚Agri-Water Innovation Challenge‘ in Südafrika

 

AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA präsentiert innovative Ideen aus Österreich als Beitrag zur Lösung der Wasserkrise in Kapstadt

Das Start-up fluvicon aus dem steirischen Leoben wurde bei der „Agri-Water Innovation Challenge“ in Kapstadt mit dem von ANDRITZ gesponserten Preis für die beste Projektidee ausgezeichnet. Im Rahmen dieses Wettbewerbs der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), den das AußenwirtschaftsCenter Johannesburg initiiert hatte, wurden innovative Ideen zur Lösung der Wasserkrise in Kapstadt gesucht.

fluvicon“-Gründer Thomas Grießler kann mit 50 Prozent weniger Energie Wasser reinigen. „Das Zauberwort heißt osmotischer Kreisprozess“, verrät der Jungunternehmer. „Dieses Verfahren nutzt den natürlichen Vorgang der Osmose und ermöglicht die Wasserreinigung mit nur halb so viel Energieaufwand wie bislang“, betont der Physiker. Ebenso sei seine Innovation robuster, beinahe wartungsfrei und könne „sogar noch Frischwasser aus dem Restschlamm von Kläranlagen ziehen“.

Der zweite Preis ging an das südafrikanische Unternehmen Kusini Water, das aus Schalen der lokal wachsenden Macadamia Nuss Aktivkohlefilter herstellt, die in solarbetriebenen Entsalzungsanlagen zum Einsatz kommen.

Weitere Preisträger aus Österreich sind JR AquaConSol aus Graz und PM Pumpmakers aus St. Veit an der Glan. JR AquaConSol ist ein Unternehmen der Joanneum Research Gruppe und konnte gemeinsam mit dem Konsortialpartner wpa Beratende Ingenieure aus Wien mit einer Softwarelösung zur Unterstützung der Entscheidungsfindung im Wassermanagement punkten. PM Pumpmakers wurde für das Projekt „Campus of Water Technology“ ausgezeichnet, das Menschen in wasserarmen Regionen mit Brunnen versorgt und das gleichzeitig Training für den Brunnenbau und Photovoltaik verbindet.

 

12 heimische Unternehmen standen im Finale der ‚Agri-Water Innovation Challenge‘
Aus rund 70 Vorschlägen wurden die besten Projekte ausgewählt. 12 heimische Unternehmen erreichten das Finale und konnten in der abgelaufenen Woche an einem von der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA angebotenen dreitägigen Programm in Kapstadt teilnehmen. „Ziel dieses Programms ist es, Unternehmen zu helfen, Lösungen für die Wasserkrise in Westkap zu liefern und dabei erfolgreiche Geschäftsbeziehungen in Südafrika aufzubauen“, erklärt der österreichische Wirtschaftsdelegierte in Johannesburg, Johannes Brunner.

Kaptadt erlebt eine der schlimmsten Dürreperioden seit Jahren, die Bewohner der Millionenstadt sind seit Monaten mit Wasserrestriktionen konfrontiert. „Wir haben uns gefragt, wie Österreich hier in dieser verzweifelten Lage nachhaltig helfen kann und sind so auf die Idee mit der ‚Agri-Water Innovation Challenge‘ gekommen“, erläutert Brunner.

Österreichische Unternehmen könnten aufgrund ihres Know-how in Umwelttechnologien und beim nachhaltigen Umgang mit Naturressourcen im internationalen Spitzenfeld einen wirksamen Beitrag zur Lösung der Wasserkrise leisten, wie auch die nun prämierten Unternehmen zeigen.

 

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