Landfill Mining in der Steiermark

3. April 2013

 

32 Mrd. Kilogramm Müll wurden in den letzten 50 Jahren allein in der Steiermark vergraben – aufgeteilt auf 147 Deponien, 384 Altablagerungen sowie weiteren 141 Verdachtsflächen und 18 Altlasten. Von vielen als Problem gesehen, stellen diese Mülldeponien jedoch schlummernde Rohstoffe dar, die es zu bergen gilt. Das ist auch das Ziel von „Landfill Mining“, einem […]


 

32 Mrd. Kilogramm Müll wurden in den letzten 50 Jahren allein in der Steiermark vergraben – aufgeteilt auf 147 Deponien, 384 Altablagerungen sowie weiteren 141 Verdachtsflächen und 18 Altlasten. Von vielen als Problem gesehen, stellen diese Mülldeponien jedoch schlummernde Rohstoffe dar, die es zu bergen gilt.

Das ist auch das Ziel von „Landfill Mining“, einem Projekt des Umwelttechnologiecluster Eco World Styria gemeinsam mit der TU Graz, der Montanuniversität Leoben und einigen Technologieunternehmen. Innerhalb der nächsten drei Jahre wollen sie gemeinsam Methoden und Möglichkeiten zur „Bergung der schlummernden Müll-Schätze“ entwickeln.

„Wir von der Montanuni wollen die Deponie nicht als Problem, sondern als künstliche Lagerstätte betrachten, die für die Zukunft nutzbar gemacht werden soll”, so Univ.-Prof. DI Dr. Roland Pomberger.

Ziel ist unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit zukünftige Deponierückbaukonzepte und -projekte, Aufbereitungs- und Sortiertechnologien und Verfahren für die Sekundärrohstoffindustrie zu entwickeln und erforschen. Zusätzlich können seltene Metalle in bereits verarbeiteter Form gewonnen, neuer Deponieraum geschaffen sowie das Recycling Know-how ausgebaut werden.

Mehr zu Landfill Mining bei Eco World Styria

Urban Mining, 14.03.2013

 

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