Künstliche Intelligenz für die Infrastruktur der Zukunft in Graz

7. November 2016

 

Das Smart City Tech Lab geht in die nächste Runde: Watson von IBM hat 2011 sensationell Jeopardy gewonnen, leistet bereits aktiv Hilfe bei medizinischen Diagnosen und wird in Zukunft dazu beitragen, die immense Datenflut im Internet der Dinge zu analysieren und optimale Entscheidungen abzuleiten. Zusammen mit Bürgermeister Siegfried Nagl sollen Anwendungen für die Stadt Graz erarbeitet werden, wie das Parken, der Verkehr oder die Multimodalität der Fortbewegung in Zukunft noch effizienter werden können.


Presseinformation
Wirtschaft / Energie / Innovation
Graz, 28.10.2016

Als weltweit führendes Unternehmen für Smart-City-Technologien und Entwickler des kognitiven Computersystems Watson liefert IBM Ideen rund um intelligente Lösungen für die Stadt Graz

Die Stadt Graz und IBM planen im Smart City Tech Lab Pilotprojekte für die intelligente, digitale Stadt der Zukunft zu entwickeln. Partnerschaftlich sollen mit den zuständigen Abteilungen der Stadt Graz und lokalen Unternehmen Ideen für neue Anwendungsfälle und Lösungen zur Verbesserung der städtischen Infrastruktur sowie der Effizienz entwickelt werden. Die Nutzung einer erweiterten Intelligenz, die Daten in Graz versteht, Schlussfolgerungen zieht, daraus lernt und interagiert, kann die Verkehrsplanung, die Parkraumbewirtschaftung und den öffentlichen Verkehr in Zukunft noch effizienter gestalten. Außerdem wird mit entsprechenden Tools die Multimodalität, also das Nutzen verschiedener Transportmöglichkeiten, situationsbedingt gefördert. Der Weg beispielsweise vom Bahnhof nach Mariatrost ist heute am schnellsten mit der Straßenbahn, morgen vielleicht mit dem E-Roller und am Wochenende mit dem Bus sowie E-Fahrrad bequem zu schaffen. Kognitive Systeme können hier – auch unter Einbeziehung der Wetterdaten – unterstützen, dass gar kein Stau entsteht.

In Zukunft werden innovative Pilotprojekte in Kooperation mit internationalen Technologiegrößen wie IBM in Graz umgesetzt. Das Tech Lab trägt dazu bei, neue Technologien auf Anwendbarkeit und Nutzen im urbanen Raum zu testen.“, so Bürgermeister Siegfried Nagl.

Smart City Graz 2050

Die Vision der Stadtregion Graz für das Jahr 2050 ist bekannt: eine dynamische Stadt mit kompakter Bebauung und urbaner Mischnutzung, attraktivem öffentlichen Raum und höchster Lebensqualität. Dafür wurde die Strategie der emissionsarmen, ressourcenschonenden und energieeffizienten „Smart City Graz“ verankert. Gelingen kann das aber nur mit einem umfassenden Konzept und neuen innovativen Lösungen von nationalen sowie internationalen Technologieführern. Das Smart City Tech Lab ist daher die geeignete Plattform, aktuelle Herausforderungen aufzuzeigen und Ideen und Lösungen von Unternehmen mit den Entscheidungsträgern der Stadt Graz zusammenzuführen. Der Green Tech Cluster sondiert passende Technologien und identifiziert global sowie regional führende Anbieter von Smart-City-Lösungen sowie innovative Start-ups.

IBM

IBM ist ein weltweit tätiges Technologie- und Beratungsunternehmen. Innovation bildet dabei den Kern der IBM Strategie. Mit der im Januar 2014 erfolgten Neugründung der IBM Watson Group unterstreicht IBM die Bedeutung des „Cognitive Computing“ für das Unternehmen – einer neuen Ära von IT-Systemen, die lernen, argumentieren und in natürlicher Sprache mit den Menschen interagieren können. Das kognitive System von IBM – IBM Watson – wurde so konzipiert, dass es auf Basis natürlicher Sprache die Analyse, Bewertung und Interpretation enormer unstrukturierter Datenmengen binnen Sekundenbruchteilen bewältigen kann. Es ist in der Lage, selbstständig Informationen aus Daten zu gewinnen und Schlussfolgerungen zu ziehen.

Ende 2015 eröffnete IBM in München das weltweite Headquarter des neuen IBM Geschäftsbereichs Watson IoT und gleichzeitig das erste europäische Watson Innovation Center. Rund 1.000 IBM Entwickler, Berater, Forscher und Designer werden zukünftig in den Münchner HighLight Towers tätig sein. Als Teil ihres weltweiten Investments von drei Milliarden US-Dollar, mit dem kognitive Watson-Technologien Eingang in das Internet der Dinge finden sollen, hat IBM im Oktober 2016 angekündigt, nun 200 Millionen in ihre Münchner IBM Watson IoT- Zentrale zu investieren. Diese Investition, bis dato eine der größten von IBM in Europa, ist eine Antwort auf die steigende Nachfrage von Kunden, die nach neuen Möglichkeiten suchen, ihre Abläufe mithilfe einer Kombination aus IoT-Technologien und künstlicher Intelligenz neu zu gestalten. Derzeit arbeiten bereits 6.000 internationale Kunden mit kognitiven Watson IoT-Lösungen und Dienstleistungen.

Das Smart City Graz Tech Lab und damit das Zusammenbringen internationaler und nationaler Technologieanbieter und die gemeinschaftliche Entwicklung von Pilotprojekten mit der Stadt Graz wird vom Green Tech Cluster Styria koordiniert.

Presseaussendung als pdf

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Rückfragehinweise: Büro des Bürgermeisters der Stadt Graz, Mag. Christian Köberl,

T +43 316 872 21 12, christian.koeberl@stadt.graz.at

 
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