Kühlen durch Heizen?

19. August 2010

 

Veranstaltungsreihe energytalk


„Heizen und Kühlen mit alternativen Energiesystemen“ – diesem Thema rund um erneuerbare Heiz- und Kühlsysteme widmete sich der energytalk, veranstaltet vom Technischen Büro Ing. Bernhard Hammer und ODÖRFER Haustechnik, in Graz und setzte wichtige Impulse zum Klima- und Umweltschutz. Passend zu den warmen Temperaturen standen vor allem erneuerbare Kühlsysteme und Trends in der Kältetechnik für „den idealen Sommerkomfort“ im Vordergrund.

Graz, Juli 2010. Zahlreiche Gäste und Experten aus den Bereichen Energie- und Umweltmanagement, Architektur, Bauträger, Industrie, Gemeinden sowie Elektriker und Installateure nahmen am 8. Juli im MP09 zum energytalk in Graz Platz, in einem Bauwerk modernster Prägung, dessen äußere Form einem Panther nachempfunden ist, so der federführende Architekt, DI Michael Gattermeyer. Trotz 30 Grad und Sonnenschein hatte es im MP09, dem Headquarter der Pachleitner Group, ein angenehmes Raumklima, dank Kühldecke und Fußbodenkühlung, wie Haustechniker Ljubomir Kovac erklärte. Trotzdem kann man es bezüglich Temperatur nicht jedem recht machen. DI (FH) Christian Heschl, Energie-Umweltmanagement FH Burgenland, zeigte mit seinem Vortrag Einflussgrößen auf die thermische Behaglichkeit auf. Behaglichkeit beim Kühlen „wird am ehesten mit alternativer Bauphysik unterstützt mit alternativen Energiesystemen erreicht“, so Heschl, der erklärt, dass auch die beste Klimaanlage maximal eine Zufriedenheit von 95 Prozent schafft.

Prof. (FH) DI Dr. Richard Krotil, Experte Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung, Absorptionstechnik, Kälte- und Wärmepumpentechnik, ging der Frage nach, welche Kühlsysteme am besten geeignet sind. „Die beste Kühlung ist erst gar keine Kühlung zu benötigen“, so Krotil, der aber auch bedenkt, dass der Kühlbedarf stetig ansteigt. Nach dem Motto „Wärme macht Kälte“ sieht er in Absorptionsanlagen, in denen Wärme für Kälte eingesetzt wird und beide Energien effizient genutzt werden können, den Trend in der Kältetechnik. Einen wesentlichen Beitrag zur Raumkühlung und „idealem Sommerkomfort“ leistet eine nachhaltige Bauphysik, denn „eine gute integrale Gebäudeplanung bestimmt 80% der Energiekosten“, erklärt DI Dr. Alexander Thür, Abteilung für Solarthermische Komponenten und Systeme, AEE – Institut für Nachhaltige Technologien. Wie sich all diese Vorschläge umsetzen lassen, zeigte Mag. Johann Jauk, Vorstandsdirektor Raiffeisenlandesbank Steiermark AG, in seinen best practice Beispielen zur Förderung und Finanzierung von alternativen Energiesystemen mit der Raiffeisen Klimaschutz-Initiative und Klimaschutz-Charta auf.

„Bedeutende Themen beim energytalk in Graz, die den Umgang mit Energie bewusst machen und erneuerbare Energieformen und Nachhaltigkeit sensibilisieren“, sind die Veranstalter, Ing. Robert Pichler, geschäftsführender Gesellschafter Technisches Büro Ing. Bernhard Hammer GmbH und Mag. Schneider-Assion, geschäftsführende Gesellschafterin ODÖRFER Haustechnik GmbH, überzeugt wieder einen Schritt in Richtung einer erneuerbaren und nachhaltigen Zukunft gesetzt zu haben.

Nächster Termin: 07. Oktober um 18.30 Uhr in Graz

Quelle: TB Hammer / 21.07.2010

Gerhard Lernpeis, Angelika Ertl, Prof. (FH) DI Dr. Richard Krotil, DI (FH) Christian Heschl, Mag. Susanne Schneider-Assion, Ing. Robert Pichler, Mag. Johann Jauk, DI Dr. Alexander Thür

 
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