Kleinregionen und Gemeinden der Oststeiermark schneidern sich ihren „Energetischen Maßanzug“

18. April 2011

 

Ein „Werkzeugkoffer“ mit hochwertigen, erprobten und regional verankerten „Werkzeugen“ soll künftig die oststeirischen Kleinregionen und Gemeinden bei ihren Herausforderungen der künftigen Energieversorgung und des Klimaschutzes unterstützen. Das erste Werkzeug – die „Maßgeschneiderte Kommunale Sanierung“ – mit dem der „Energetische Maßanzug“ geschneidert werden kann, wurde jetzt vom Projektteam rund um die Energieregion Oststeiermark und das Regionalmanagement […]


Ein „Werkzeugkoffer“ mit hochwertigen, erprobten und regional verankerten „Werkzeugen“ soll künftig die oststeirischen Kleinregionen und Gemeinden bei ihren Herausforderungen der künftigen Energieversorgung und des Klimaschutzes unterstützen. Das erste Werkzeug – die „Maßgeschneiderte Kommunale Sanierung“ – mit dem der „Energetische Maßanzug“ geschneidert werden kann, wurde jetzt vom Projektteam rund um die Energieregion Oststeiermark und das Regionalmanagement Oststeiermark (RMO) vorgestellt – an hochwertig geförderten Sanierungsstudien interessierte Gemeinden können sich bis 16.Mai 2011 im RMO melden.


„Die Belastung und Herausforderungen für Kleinregionen und Gemeinden werden größer und die Region Oststeiermark versucht daher in Form von bedarfsgerechten Aktivitäten Unterstützung zu bieten“, beschreibt NRAbg. Jochen Pack, Obmann des RMO einen wesentlichen Grund für das vorliegende oststeirische Leitprojekt „Energetischer Maßanzug“. Zwei der größten Herausforderungen sieht er in der künftigen Energieversorgung und im Klimaschutz, worauf bereits 2004 mit der „Energieregion Oststeiermark“ und mehrerer in deren Rahmen seither umgesetzter erfolgreichen Projekte reagiert wurden. Auch „ÖKOSAN“ mit der Sanierung von über 15 großen kommunalen oststeirischen Gebäuden und einer Wertschöpfung von über 30 Millionen Euro gehört dazu. Solche Erfolgsprojekte sollen nach Pack mit dem „Energetischen Maßanzug“ dessen Idee bereits 2007 in einer kleinen Klausur der „Energieregion Oststeiermark“ geboren wurde, weiter entwickelt und fortgeführt werden.


Im jetzt gestarteten Projekt wird ein Werkzeugkoffer mit hochwertigen Werkzeugen aufgebaut, die zur Bearbeitung der relevanten Themen der Energieeffizienz, der Verhaltensänderung, des Klimaschutzes und der Erneuerbaren Energie genutzt werden können. „So wird es den Kleinregionen und Gemeinden durch ihre Anwendung ermöglicht, ihren eigenen „Energetischen Maßanzug zu „schneidern“, erklärt NRAbg. Michael Schickhofer, Obmann Stv. des RMO den Titel des Projektes. Er begründet die Auswahl des ersten Werkzeuges, der „Maßgeschneiderten Kommunalen Sanierung“ auch mit der starken Prägung der Wirtschaft der Oststeiermark durch Unternehmen im Bereich des Bauens und Sanierens. Stärkung des Wirtschaftsstandortes Oststeiermark und Unterstützung übergeordneter Zielsetzungen wie der Erhöhung der Sanierungsrate von 1 auf 3% seien weitere Gründe. Schickhofer nennt als mittelfristiges Ziel, die Etablierung des „Energetischen Maßanzugs“ als das zentrale Umsetzungsinstrument der „Energieregion Oststeiermark“ für Themen im Energie- und Klimabereich.


Projektleiter DI Christian Luttenberger (Energieregion Oststeiermark, RMO) gibt einen Überblick über die ersten 3 Werkzeuge, die bis Ende 2011 zur Umsetzung bereit gestellt werden: Werkzeug 1 – „Maßgeschneiderte Kommunale Sanierung“ steht Interessierten bis 16.Mai 2011 gefördert zur Verfügung. Bis Ende 2011 werden dann Werkzeug 2 – „Photovoltaik Beteiligungsmodelle“ und Werkzeug 3 – ein „Best-Pratice-Werkzeug“ mit einer Reihe von mustergünstigen Erfolgsbeispielen ausgearbeitet und den oststeirischen Kleinregionen und Gemeinden zur Umsetzung vorgestellt. „Mit der Umsetzung für das 1. Werkzeug – „Maßgeschneiderte Kommunale Sanierung“ – AEE INTEC aus Gleisdorf und das Netzwerk der IG Passivhaus Steiermark Burgenland mit Sitz im Ökopark Hartberg – wurde ein hochwertiges Beratungsangebot mit 3 sehr kostengünstigen Leistungspaketen mit Förderungen bis zu 75% erarbeitet“, wie Horst Fidlschuster (GF RMO) beschreibt. Für Ing. Ewald Selvicka (GF AEE INTEC) und DI Armin Knotzer (Koordination „Maßgeschneiderte Kommunale Sanierung“, AEE INTEC) stellt die Sanierung neben der Nutzung der Solarthermie für die Warmwasser-Erzeugung aus der Sonne wesentliche Eckpfeiler einer künftigen Energieversorgung dar. Sie beschreibt das Leistungspaket I als umfassende Potenzialstudie bis hin zur Energieausweisberechnung, die zu Leistungspaket II überführt, in dem hochwertige Sanierungsvarianten mit allgemeinen Maßnahmenvorschlägen ausgearbeitet werden. Das Ziel beschreibt Arch. DI Erwin Kaltenegger (IG Passivhaus Steiermark-Burgenland) damit, dass hochwertige energetische Sanierungen von großvolumigen kommunalen Gebäuden und Geschoßwohnbauten mit Nutzung Erneuerbarer Energien eingeleitet und umgesetzt werden und sieht im Leistungspaket III einen weiteren wichtigen Schritt dazu. Hier werden Detail-Umsetzungsstudien mit konkreten Sanierungsmaßnahmen und als Grundlage für die Planung der hochwertigen, dem Gebäude angepassten Sanierungslösungen erarbeitet.
Was das in der Praxis bedeuten kann, veranschaulicht er am Beispiel des Bezirkspensionistenheims Birkfeld, an dem deshalb auch diese Projektvorstellung erfolgt. Hier konnte nämlich durch hochwertige ÖKOSAN-Sanierungsstudien und deren Umsetzung der Energieverbrauch von 183 auf 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr gesenkt werden.

Finanzierung: Erfolgt im Rahmen von „Regionext“ und der „Integrierten nachhaltigen Raumentwicklung“.


Quelle, Kontakt und Informationen:
DI Christian Luttenberger, DDI Doris Pauger
EU-Regionalmanagement Oststeiermark,
Radersdorf 75, 8263 Großwilfersdorf, 03385 8400.
oststeiermark@regionalmanagement.at
Info zu Leistungspaketen: www.EROM.at

 
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