Chance für Emerging Markets

5. März 2018

 

Das steirische Unternehmen Christof Industries hat mit „SinTon“ ein benutzerfreundliches Gerät zur Sterilisation von medizinischem Abfall entwickelt. Durch die Verwendung von Einwegprodukten fällt täglich eine hohe Menge an infektiösen Rückständen an, die umständlich entsorgt werden müssen. Bei „SinTon“ lässt die Kombination aus Sattdampf und Mikrowellenenergie Keimen keine Chance und der Abfall kann im Hausmüll entsorgt werden. 25 dieser steirischen hightech Geräte wurden nun nach Laos exportiert. Eine echte Revolution für das Land in Südostasien, denn medizinischer Abfall wird in Schwellenländer meist unbehandelt im Hausmüll entsorgt. Ansteckende Krankheiten, die durch Tiere auf die Menschen übertragen werden sind die Folge.


 

Mikrobiologische Abfälle sicher und umweltfreundlich entsorgen

 

Tagtäglich fallen weltweit tausende Tonnen mikrobiologischer Abfälle an – in Krankenhäusern, Privatkliniken, Arztpraxen und Laboratorien. Die immer weitere Verbreitung von Einwegprodukten in diesem Bereich lässt die Menge an infektiösen Abfällen rapide ansteigen. Was tun mit den enormen Mengen an gefährlichen Abfällen? Neue Lösungen im Umgang mit dieser Herausforderung sind gefragt.

 

Die traditionelle Lösung: Verbrennung
Noch immer werden – v.a. in Schwellenländern – infektiöse Abfälle in hohem Maße durch Verbrennung entsorgt. Mit entsprechenden Folgen: Ein Großteil der Einwegprodukte in diesem Bereich ist aus Plastik, vor allem aus PVC, bei dessen Verbrennung erhebliche Mengen toxischer Gase wie HCL, Hydrocyanid und Dioxine frei werden. Emissionsfilter verschieben in diesem Fall das Problem nur, denn auch diese Filter müssen letztlich entsorgt werden. Aus diesem Grund ist die Verbrennung von medizinischem Abfall in kleinen Anlagen in den meisten Ländern Europas sowie in den USA heute verboten. Nur spezielle Großanlagen mit hochkomplexen Filteranlagen sind dazu befugt. Daraus ergeben sich allerdings weitere Probleme: lange Transportwege, eigene Lagerräume sowie längere Lagerzeiten für die infizierten Abfälle – mit entsprechender Vermehrung der Keimkulturen. Kurz: Sowohl aus ökonomischer als auch aus ökologischer Perspektive bringt die Verbrennung von medizinischem Abfall zahlreiche Nachteile und Probleme mit sich.

 

Das sinTion-Konzept: Sichere Entsorgung vor Ort
Mit sinTion geht Christof Industries bewusst einen anderen Weg. Statt gefährliche Abfälle zu transportieren und anschließend zu verbrennen, setzen wir auf Entsorgung vor Ort: sicher, einfach in der Handhabung und effizient. Das Prinzip:

 

  • Sterilisation bzw. Desinfektion des Abfalls durch eine eigens entwickelte und patentierte Technologie
  • Der Vorteil:Die Kombination aus Sattdampf und Mikrowellenenergie sorgt für maximale Wirksamkeit und hohen Durchsatz
  • Das Ergebnis: Desinfizierter und sterilisierter Abfall, der im Anschluss geschreddert werden kann (integriertes System mit shredTion)
  • Mit deutlich verringertem Volumen kann der Abfall einfach im Hausmüll entsorgt werden.

 

sinTion ist heute weltweit im Einsatz – in Mitteleuropa ebenso wie im Nahen Osten, in Asien, Afrika, Lateinamerika und Australien. Das Gerät verfügt über sämtliche international wichtigen Zulassungen und Zertifikate: z.B. des Robert Koch Instituts (RKI), Berlin, der Österreichischen Gesellschaft für Hygiene, Mikrobiologie und Präventivmedizin (ÖGHMP) u.v.a.

Hier finden Sie weitere Informationen.

 

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