Im Cluster wachsen

1. August 2013

 

Sucht man im Internet nach dem Begriff „Cluster“ findet man viele Beispiele dazu, so etwa in der Meteorologie, der Informatik, der Medizin und auch der Wirtschaft.Cluster und Netzwerke sind vor allem in Europa zu wahren Wirtschaftsmotoren geworden. In der Steiermark hat diese Form der Kooperation zwischen Wirtschaft, Forschung und Verwaltung bereits lange Tradition. Mit dem […]


 

Sucht man im Internet nach dem Begriff „Cluster“ findet man viele Beispiele dazu, so etwa in der Meteorologie, der Informatik, der Medizin und auch der Wirtschaft.

Cluster und Netzwerke sind vor allem in Europa zu wahren Wirtschaftsmotoren geworden. In der Steiermark hat diese Form der Kooperation zwischen Wirtschaft, Forschung und Verwaltung bereits lange Tradition. Mit dem steirischen Umwelttechnik-Cluster ECO WORLD STYRIA, dem rund 170 Firmen und Forschungseinrichtungen angehören, profiliert sich die Steiermark weltweit als Hot Spot für grüne Spitzentechnologien.

Wirtschaftsmotor Cluster

Die wirtschaftliche Dynamik der Unternehmen und Forschungseinrichtungen im steirischen Energie- und Umwelttechnik-Cluster ECO WORLD STYRIA wurde bereits mit der Nummer-Eins-Platzierung als weltbester Cleantech-Cluster und mit der Verleihung des EU-RegioStars-Award für die innovativste Wirtschaftsregion Europas belegt. Mittlerweile spricht man von der Steiermark als dem „Green Tech Valley“, dem Hotspot für

grüne Spitzentechnologien, vor allem in den Bereichen Bioenergie, Solar, Stoffflusswirtschaft, Wasser/Abwasser und Energieeffizienz. Nirgendwo sonst findet man eine solche Dichte an Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Energie- und Umwelttechnik wie hier. Sie alle sind innerhalb nur einer Auto-Fahrstunde erreichbar. Die Wurzeln der Erfolgsgeschichte des steirischen Energie- und Umwelttechnik-

Clusters liegen schon im „vorigen Jahrhundert“. Damals, in den 1990er-Jahren, starteten erste Projekte, um die in der Steiermark besonders ausgeprägten wirtschaftlichen Stärken auf dem Gebiet erneuerbarer Energien und Umwelttechnik zu erfassen, zu bündeln und

weiter zu entwickeln. Heute stammen globale Innovationen aus dem „Green Tech Valley“, wie etwa die durchsichtige Grätzel-Photovoltaik in Fenstergläsern, modernste Holzvergasungs-Kraft-Wärme-Anlagen, Torrefizierungsanlagen für Biomasse, Biodiesel

aus Raffinerie-Reststoffen, vollautomatische Sortierung von allen Glasarten, flexible Heizlacke oder bionische Oberflächen für effizientere Flugzeuge. KWB Die Biomasseheizung war von Anfang an dabei und bereits damals von der Idee überzeugt. Heute ist KWB Miteigentümer und nutzt den ECO-Cluster aktiv als Plattform für technologische Weiterentwicklung und Kooperationen für wirtschaftlichen Erfolg.

Im Cluster Stärken stärken

Die Cluster-Strategie ist für Unternehmen auch ein wichtiger Treiber, um auf nationalen und internationalen Märkten erfolgreich zu sein. ECO WORLD STYRIA hat über die Jahre

seit der Entstehung des Clusters eindrucksvoll gezeigt, wie durch gezielte Stimulation der

Region Wirtschaftswachstum möglich ist. In den vergangenen fünf Jahren konnten die Cluster-Unternehmen und Forschungseinrichtungen den Umwelttechnik-Umsatz verdoppeln und die Anzahl der Arbeitsplätze um jährlich 10 Prozent erhöhen. Von den 8,5 Milliarden Euro Gesamtumsatz der Unternehmen werden 87 Prozent im Export erzielt. Der Forschungsaufwand der Branche weist mit 4,7 Prozent den Weg hin zu weiteren Innovationen „made in Styria“. Für die Mitgliedsunternehmen hängt die Qualität des

Clusters zu allererst vom individuell erzielten Nutzen ab. Daher hat der persönliche Kontakt

hohe Priorität. Ziel der Cluster-Arbeit ist es, aus dem daraus entwickelten Leistungsspektrum Unternehmen, Forschungseinrichtungen und die öffentliche Verwaltung in der Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und industrielle F&E zu forcieren.

International vernetzt

Der cluster- und grenzüberschreitende Wissensaustausch und ein weltumspannendes Netzwerk ermöglichen es den Unternehmen, besonders rasch und effizient neue Technologien und Kooperationspartner zu sondieren. Gemeinsam mit 13 regional führenden Cleantech-Clustern arbeitet ECO im International Cleantech Network

(ICN). Diese Plattform legt den Fokus auf Forschungsthemen und erleichtert Unternehmen den Zugang zum weltweiten technologischen Austausch und zu Forschungskooperationen sowie die Sichtbarmachung und auch die Initiierung von F&E-Projekten auf internationalem Level. Eine andere internationale Cluster-Vernetzung ist die Global Cleantech Cluster Association – GCCA, die sich auf globalem Level im Bereich Unternehmensfinanzierung und Märkte positioniert. Unter den Partnern finden sich über 40 Cluster aus Brasilien, Indien, den USA oder aus Schweden.


Excellence leben

Damit die Cluster-Mitglieder auch eine Orientierung über die Qualität ihres Clusters haben,

unterzog sich das ECO-Cluster-Management einer eingehenden Zertifizierung durch die

Europäische Cluster Excellence Initiative und erlangte als erster österreichischer Cluster

die höchste zu erreichende Auszeichnung, das prestigeträchtige Label „Cluster Management Excellence – Gold“. Ziel der von der Europäischen Kommission eingeführten Zertifizierung ist es, den Professionalitätsgrad der Cluster zu steigern, sich mit anderen Clustern zu vergleichen, voneinander zu lernen und Weiterentwicklungspotentiale aufzuzeigen. www.eco.at


KWB Magazin, 28.06.2013

 

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