Green Jobs schaffen bessere Zukunft

10. November 2010

 

Fortschrittlicher Umweltschutz bedeutet zugleich mehr und innovativere Arbeitsplätze, beinhaltet der Trend zur Nachhaltigkeit doch viel mehr als Energie zu sparen oder neue Technologien zu entwickeln. Der Bereich Umwelt- und Energietechnik bietet selbst in wirtschaftlich schwierigen Jahren überdurchschnittlich gute Chancen für Jugendliche und junge Menschen auf der Suche nach tollen Jobs. Mit Hilfe eines völlig neuen […]


 

Fortschrittlicher Umweltschutz bedeutet zugleich mehr und innovativere Arbeitsplätze, beinhaltet der Trend zur Nachhaltigkeit doch viel mehr als Energie zu sparen oder neue Technologien zu entwickeln. Der Bereich Umwelt- und Energietechnik bietet selbst in wirtschaftlich schwierigen Jahren überdurchschnittlich gute Chancen für Jugendliche und junge Menschen auf der Suche nach tollen Jobs. Mit Hilfe eines völlig neuen Fördermodells im Umfang von drei Millionen Euro schafft die Wirtschaftskammer gemeinsam mit dem Land Steiermark ab sofort rund 600 neue Lehrstellen in dieser zukunftsträchtigen Branche.

Steirisches Stärkefeld
Auf dem Gebiet der Energie-und Umwelttechnik hat sich die Steiermark in den letzten Jahrzehnten besonders gut positionieren können. Ob Solartechnik oder Photovoltaik, Biomasseheizungen oder alternative Antriebe – es gibt kaum eine Sparte, in der die Steiermark nicht eine führende Stellung in der Forschung innehat oder gleich mehrere Top-Unternehmen beherbergt. „Die Umwelttechnologie ist das Stärkefeld der Zukunft“, zeigt sich Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann überzeugt: „Die Unternehmen konnten in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich hohe Zuwachsraten verbuchen und Arbeitsplätze schaffen.“ Im Wirtschaftsressort wurde aus diesem Grund das Förderprogramm „Green Jobs“ entwickelt, eine Initiative, die langfristig17.500 Arbeitsplätze in den Bereichen Umwelt und Energie schaffen soll.

Riesige Zukunftspotenziale
Ein wichtiger Bestandteil der „GreenJobs“-Initiative ist die Schaffung von Lehrstellen in zukunftsträchtigen Geschäftsfeldern. Um die steirischen Betriebe zu motivieren, mehr Lehrlinge auszubilden, wird die Lehrlingsförderung des Bundes mit Hilfe des „Green Jobs“-Programms deutlich aufgestockt – je nach Art und Dauer der Lehre ist sogar eine Verdoppelung möglich. Einzige Voraussetzung für die Teilnahme am Förderprogramm sei, dass das Unternehmen zumindest 20 Prozent seines Umsatzes in den Bereichen Energie und Umwelt erwirtschaftet, erklärt WK-Präsident Ulfried Hainzl: „Es gibt mehrere tausend steirische Unternehmen aller Größenklassen, die für diese Förderung in Frage kommen. Dabei geht es uns nicht nur um die Schaffung neuer Lehrstellen bei bestehenden Lehrbetrieben. Wir sind überzeugt, dass auch jene Unternehmen in diesem Bereich, die bislang noch keine Lehrlinge ausbilden, diese Chance ergreifen werden.“

Anreizförderung für neue Lehrstellen
Schon in den ersten Wochen ist das Angebot bei den steirischen Firmen der Umwelttechnik auf großes Interesse und erstaunlich starken Widerhall gestoßen. Insgesamt wurden rund 3000 steirische Unternehmen der relevanten Sektoren zum Green-Jobs-Bonus eingeladen. Die Bandbreite der engagierten Unternehmen reicht dabei vom kleinen Gewerbebetrieb bis zum Industriekonzern. „Die Beteiligung war erfreulich hoch“, zeigt sich Wirtschaftskammer Präsident Ulfried Hainzl sehr zufrieden, „die Initiative Green Jobs ist ein gutes Investment in die wirtschaftliche Zukunft der Steiermark und die Berufsaussichten junger Menschen.“ Zum aktuellen Zeitpunkt haben etwa 125 in einschlägigen Sektoren tätige Unternehmen die Förderung von insgesamt 555 Lehrlingen beantragt. Noch sehen die Initiatoren das Potenzial aber lange nicht ausgeschöpft, denn im Bereich der Umwelt-und Energietechnik verfolgt die Steiermark weiterhin äußerst ambitionierte Ziele: Bis zum Jahr 2015 soll die Zahl der Technologieführer verdoppelt werden. Vom Grünen Herzen Österreichs soll sich die Steiermark mit ihren Unternehmen und Forschungseinrichtungen zum „Green Tech Valley“ der Welt entwickeln und ihre international führende Stellung weiter festigen. Weitere Informationen: portal.wko.at; www.greenjobs.steiermark.at.

Quelle: Fazit / 4.11.2010

 

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