Geschäftschancen im aufstrebenden Exportmarkt Iran

24. Februar 2016

 
Green Tech Cluster - Delegationsreise Iran - Fotocredit: IC-Steiermark

Green Tech Cluster - Delegationsreise Iran - Fotocredit: IC-Steiermark

Die steirische Delegation unter Landesrat Dr. Christian Buchmann öffnete viele Türen im Iran. Österreich und die Steiermark präsentieren sich mit ihrer hohen Technologiekompetenz und Verlässlichkeit an führender Stelle im Run auf den aufstrebenden Wirtschaftsraum. Die Chancen für steirische Energie- und Umwelttechnikunternehmen sind vielfältig und die iranische Politik unterstützt beim Markteintritt.


 

Durch das Ende des jahrelangen Atomstreits und die damit verbundene Aufhebung der Wirtschaftssanktionen sind der Iran und seine wirtschaftliche Entwicklung wieder in den Fokus vieler Staaten und Regionen gerückt. Von der Aufbruchstimmung im Iran will auch die steirische Wirtschaft profitieren. Von 30. Jänner bis 4. Februar 2016 hat eine Delegation unter der Leitung von Wirtschaftslandesrat Dr. Christian Buchmann die nordiranische Stadt Tabriz und die Hauptstadt Teheran besucht. „Die Öffnung eines millionenschweren Marktes wie dem Iran ist eine außergewöhnliche Gelegenheit, die wir nutzen wollen. Ich bin überzeugt, dass unsere innovativen Unternehmen mit ihrem Know-How punkten können und gute Chancen für konkrete Geschäfte bestehen. Ich möchte vor Ort Türen für die Unternehmen öffnen, weil dadurch Arbeitsplätze in der Steiermark abgesichert und vielleicht auch neue geschaffen werden können“, so Landesrat Buchmann.

Der Iran bietet nicht nur durch seinen Ressourcenreichtum, sondern auch durch seine jungen, gut ausgebildeten Menschen spannende Voraussetzungen. Mehr als 60 Prozent der Bevölkerung sind unter 30 Jahre alt. „Der Iran besitzt eine starke industrielle Basis, die jedoch bedingt durch die Sanktionen großen technologischen Nachholbedarf hat. Das gilt im Besonderen für Branchen, in denen die Steiermark große Stärken hat wie Automotive, Energie- und Umwelttechnik sowie Medizintechnik und Pharma“, so Buchmann.

Gerade Österreich hat gegenüber anderen Ländern einen Startvorteil für wirtschaftliche Kontakte mit dem Iran, da die diplomatischen Beziehungen nie abgebrochen und auch die Geschäftsbeziehungen während der Zeit der Sanktionen unter schwierigen Rahmenbedingungen aufrechterhalten wurden. Die Steiermark exportierte zuletzt Waren und Dienstleistungen im Wert von 14 Millionen Euro pro Jahr in den Iran, die Importe betrugen rund zwei Millionen.

Die Gesellschafter des Internationalisierungscenter Steiermark (ICS) – das Wirtschaftsressort, die Wirtschaftskammer und die Industriellenvereinigung – haben den Iran daher zur „Fokusregion 2016“ bestimmt. Im Rahmen des Fokusprogramms unterstützt das ICS steirische Unternehmen bei der Markterschließung und der Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen. Mit den Fokusprogrammen bearbeitet das ICS gezielt jene Märkte, die ein hohes Potenzial für einen Markteintritt steirischer Unternehmen aufweisen.

An der Delegationsreise nahmen rund 20 steirische Unternehmen teil, darunter die AVL List GmbH, die GAW Group, die Rosendahl Nextroom GmbH, TCM International, die Sattler AG, die DMH Dichtungs- und Maschinenhandels GmbH, die ELSTA Mosdorfer GmbH oder die Altran Concept Tech GmbH.

Quelle: http://www.ic-steiermark.at/das-war-die-wirtschaftsmission-2016-in-den-iran/

 

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