XAL investiert in 800 neue Arbeitsplätze in Graz

10. November 2016

 

Der Leuchtenspezialist XAL überschreitet 2016 erstmals die Umsatzschwelle von 120 Millionen Euro und möchte in rund 5 Jahren die Umsatzmarke von 200 Millionen Euro erreichen. Derzeit beschäftigt die gesamte Unternehmensgruppe 1200 Mitarbeiter. Mit dem Investitionsvorhaben von 30 Millionen Euro soll auch die Beschäftigtenzahl auf rund 2000 anwachsen, am Standort Graz insbesondere in den Bereichen Entwicklung, Vertrieb und Logistik. Zudem ist der Bau eines großen Investitionsvorhabens am Firmensitz Graz beauftragt.


 

Die Entwicklung ist beeindruckend: Im Jahr 2010 lag der Umsatz des in Graz beheimateten Leuchtenspezialisten XAL (Xenon Architectural Lighting) bei rund 40 Millionen Euro. Heuer wird die Schwelle von 120 Millionen Euro durchbrochen, sagt Michael Engel, Geschäftsführer der XAL-Holding. Und in rund fünf Jahren soll dann die Umsatzmarke von 200 Millionen Euro geknackt werden. Aktuell beschäftigt die gesamte Unternehmensgruppe rund 1200 Mitarbeiter, mit dem angepeilten Wachstum soll auch die Beschäftigtenzahl auf mehr als 2000 anwachsen. Zudem wurden Architekturbüros für ein geplantes großes Investitionsvorhaben am Firmensitz in Graz-Puntigam beauftragt. Engel will noch nicht zu viel verraten, „aber wenn alles gut geht, werden wir 2018 mit dem Bau starten“. Derzeit arbeiten rund 450 Mitarbeiter in Graz, insbesondere in den Abteilungen Entwicklung, Vertrieb und Logistik sind weitere Vergrößerungen geplant, so Engel. Kurz: XAL verfolgt ehrgeizige Wachstumspläne. Und dieses Wachstum kostet viel Geld.

Zur Finanzierung hat das Unternehmen nun zum zweiten Mal nach 2012 in Kooperation mit der Raiffeisen Landesbank (RLB) auf ein sogenanntes Schuldscheindarlehen gesetzt – diesmal mit einem beachtlichen Volumen von 30 Millionen Euro. „Für Unternehmen, die eine exzellente Bonität aufweisen und eine interessante Wachstumsgeschichte liefern, ist diese Kreditform eine gute Alternative, sagt Hannes Meixner, Prokurist und Kapitalmarktexperte bei der RLB. Beim klassischen Firmenkredit steigt ab einem gewissen Volumen das sogenannte Klumpenrisiko für den Kreditgeber. Durch ein Schuldscheindarlehen lasse sich das vermeiden, als Regionalbank stoße man, auch durch die strengen Veranlagungs- und Risikorichtlinien, an Finanzierungsgrenzen, so Meixner. Mit diesem Instrument wird das Darlehen und damit das Risiko gewissermaßen gestückelt, im Fall von XAL auf Tranchen zu je 500.000 Euro. Als Investoren fungieren zehn bis 15 andere Banken. „Im Gegensatz zu einer Unternehmensanleieh ist bei diesem Instrument die Dokumentation einfacher. Potenzielle Investoren werden direkt angesprochen, so Meixner.

Insbesondere für schnell wachsende mittelgroße Betriebe gewinne dieses Finanzierungsinstrument an Bedeutung. „Im Zuge einer solchen Transaktion lernt man sich sehr gut kennen, da spielt Vertrauen eine ganz entscheidende Rolle“, betont Meixner. Der Leuchtenmarkt sei derzeit völlig im Umbruch, der durch LED eingeläutete Technologiewandel sorgt für hohen Konsolidierungsdruck, so Engel. „Für uns ist das eine große Chance, weil wir durch unsere Technologien, unseren Vertrieb und unsere Produktvielfalt eine Position erreicht haben, in der wir von diesen Marktturbulenzen profitieren können“, so Engel.

So seien auch Zukäufe nicht ausgeschlossen. „Wir haben mittlerweile auch ein dichtes Netz von 30 Tochtergesellschaften, die teilweise noch sehr jung sind und die jetzt entwickelt werden“, so Engel.

Quelle: Manfred Neuper/Kleine Zeitung

xal

 

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