Forum Alpbach: Von Grünen Visionen zu innovativen Geschäftsmodellen

10. September 2013

 

JOANNEUM RESEARCH organisierte den Arbeitskreis „Green Tech: Vision und Business ECO-Mobilität“ in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum „Das virtuelle Fahrzeug“. Expertinnen und Experten aus der Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten intensiv die Herausforderungen, die auf unsere Gesellschaft hinsichtlich Mobilität zukommen werden. Der bis auf den letzten Platz besetzte Arbeitskreis informierte über verschiedene Lösungsansätze und beantwortete die zahlreichen […]


 

JOANNEUM RESEARCH organisierte den Arbeitskreis „Green Tech: Vision und Business ECO-Mobilität“ in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum „Das virtuelle Fahrzeug“. Expertinnen und Experten aus der Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten intensiv die Herausforderungen, die auf unsere Gesellschaft hinsichtlich Mobilität zukommen werden. Der bis auf den letzten Platz besetzte Arbeitskreis informierte über verschiedene Lösungsansätze und beantwortete die zahlreichen Fragen aus dem Publikum.

Zusammenfassung: Arbeitskreis 9: „Green Tech: Vision und Business ECO-Mobilität“
Demografische Entwicklung, Urbanisierung, Globalisierung, Ressourcenknappheit und Klimawandel sind die Megatrends des 21. Jahrhunderts und Folgen der menschlichen Lebenskultur. Sustainable Business – auch für Mobilität – wird angesichts dieser Trends nicht nur zunehmend wichtiger, sondern Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg, den sozialen Zusammenhalt sowie den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen, wenn die Menschheit ihre internationale Verantwortung wahrnimmt.

Konsequente Forschung und Entwicklung setzen „grüne“ Visionen in innovative Geschäftsmodelle um. Der Mobilität kommt im Bereich Green Tech Research besondere Relevanz zu. Die Weiterentwicklung der Mobilität zur ECO-Mobilität – einer zukunftsfähigen, emissionsarmen und leistbaren Fortbewegung in Verbindung mit regenerativen Energieträgern – ist daher eine wesentliche gesellschaftliche Herausforderung.

Mobilität von Personen und Gütern gehört zu den Voraussetzungen moderner Gesellschaften und Wirtschaftssysteme. Außerdem ist die Möglichkeit, (fast) jederzeit an den gewünschten Ort zu gelangen, ein wichtiges Element der individuellen Lebensqualität. Aber die Mobilität hat ihren Preis, der in Form zunehmender Umweltbelastung und steigenden Ressourcenverbrauchs bezahlt werden muss.

Um den Verkehrssektor für den Übergang in eine Low-Carbon-Economy zu gestalten, sind innovative Konzepte und Technologien für eine ressourcenschonende, klimafreundliche und auch leistbare Mobilität gefordert.

Vertreter/innen der Industrie, der Forschung und der öffentlichen Hand diskutierten im Rahmen des Arbeitskreises ECO-Mobilität aus den Blickwinkeln Technologie, Ressourcen und Infrastruktur sowie Ökonomie und Gesetzgebung. Dabei wurden auch gesellschaftliche Rahmenbedingungen ebenso wie ethische Aspekte beleuchtet.

Arbeitskreisleiter Univ.-Doz. Dr. Johann Fank, wissenschaftlicher Direktor von RESOURCES, stellte in seinem Eröffnungsstatement den neuen steirischen Forschungsverbund Green Tech Research Styria vor. Fünf steirische Forschungseinrichtungen, darunter die JOANNEUM RESEARCH, sowie Partner der Wirtschaft bündeln im Forschungsverbund ihre Kompetenz im Bereich Energie- und Umwelttechnik und stellen dabei den thematischen Schwerpunkt „Smarte Lebenswelten“, in dem die „Grüne Mobilität“ ein hoch relevantes Thema bildet, in den Fokus.

Basierend auf der Definition der ECO-Mobilität als zukunftsfähige, emissionsarme und leistbare Fortbewegung in Verbindung mit regenerativen Energieträgern, gilt es, nicht nur steigende Marktprognosen für nachhaltige Mobilität in ihren unterschiedlichen Facetten zu bedenken, sondern auch die verschiedenen, sich bietenden Marktsegmente als Chance für die Zukunft auszuloten und zu nutzen. Diese umspannen Effizienzsteigerung und Emissionsreduktion, alternative Kraftstoffe sowie alternative Antriebstechnologien, bis hin zu Verkehrssteuerung und Verkehrsinfrastruktur.

Der erste Themenblock des Arbeitskreises war technischen Entwicklungen und ihrer ökonomischen Relevanz gewidmet. Prof. Dr.-Ing.Wolfgang Steiger, Leiter des Bereichs Zukunftstechnologien, Konzern-Außenbeziehungen, der Volkswagen AG stellte unter dem Titel „Mobilität am Wendepunkt“ die Notwendigkeit eines Wandels in der Mobilität vor dem Hintergrund ökonomischer, gesellschaftlicher, politischer und technologischer Rahmenbedingungen – insbesondere auch des steigenden Motorisierungsgrades und des nahenden globalen Ölfördermaximums – in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Dr.Jost Bernasch, Geschäftsführer der Kompetenzzentrum – Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbH aus Graz, setzte sich mit dem Thema „Leistbare Mobilität“ auseinander. Festzuhalten ist, dass der Erfolg „grüner Technologien“ zentral von ihrer Leistbarkeit für Umwelt, Industrie und Kunden abhängt.

Zum Bereich der Verfügbarkeit von Ressourcen, Energie und Infrastruktur behandelte DI Dr. Walter Böhme, MSc, MBA, Leiter Innovationsmanagement der OMV Aktiengesellschaft, Wien, das Thema „Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe“. Das Fehlen einer Infrastruktur für die Nutzung alternativer Kraftstoffe sowie gemeinsamer technischer Spezifikationen für die Schnittstelle Fahrzeug/Infrastruktur ist als das größte Hindernis für die Markteinführung alternativer Kraftstoffe und deren Akzeptanz seitens der Verbraucher festzuhalten. Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich, Geschäftsführer der Clausthaler Umwelttechnik-Institut GmbH (CUTEC), Clausthal-Zellerfeld, widmete sich der „Nachhaltigen Gestaltung von Verkehr und Mobilität“. Neben technischen wurde dabei auch besonderes Augenmerk auf systemische Lösungsansätze gelegt.

Rechtliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen auf europäischer und regionaler Ebene behandelten Univ.-Prof. Mag. Dr. Leopold Neuhold, Leiter des Instituts für Ethik und Gesellschaftslehre an der Karl-Franzens-Universität Graz, und Mag.a Ursula Zechner, Leiterin der Sektion IV – Verkehr im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, Wien. Dr. Neuhold zeigte in seinem Vortrag „Mobil sein, moralisch bleiben – Was hat Mobilität mit Ethik zu tun?“ die ethischen Aspekte der Mobilität auf und beleuchtete, wie ethische Überlegungen die Umsetzung von (ECO-) Mobilität – auf den unterschiedlichen Ebenen Produktion, Distribution und Rezeption – beeinflussen können und sollen. Mag.a Zechner widmete sich in ihrem Vortrag „ECO-Mobilität im Kontext der österreichischen und europäischen Verkehrspolitik – Neue Allianzen bilden“ den Herausforderungen, Schwerpunkten und Lösungsansätzen für Regierungen und Entscheidungsträger in der Verkehrs- sowie im Zusammenspiel mit der Innovationspolitik.

Quelle:
JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH

 

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