FFG: HORIZON 2020 zielt stärker auf Wirtschaftsinteressen ab

13. Dezember 2011

 

Rahmenbedingungen für Wissenschaft und Wirtschaft weiterhin erleichtern


 

HORIZON 2020 wird mit Jänner 2014 das seit nunmehr 2007 laufende 7. EU-Forschungsrahmenprogramms ablösen. HORIZON 2020 ist ein EU-weites Förderprogramm, das erstmals Forschung und Innovation unter einem Dach bündelt. „Damit gibt die EU einen noch nie dagewesenen ganzheitlichen Ansatz europäischer Forschungs- und Innovationspolitik vor“, erläutert Henrietta Egerth, Geschäftsführerin der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG anlässlich der Präsentation des Kommissionsvorschlags zu HORIZON 2020 am Mittwoch in Wien.

Insgesamt will die EU 80 Milliarden Euro über die Laufzeit von sieben Jahren in Forschung und Innovation investieren. Wobei erstmals Innovation und Markterschließung ins Rampenlicht gerückt werden sollen Das Ziel sei, die Europas Wettbewerbsfähigkeit und das europäische Wirtschaftswachstum massiv zu fördern. „Im Vordergrund steht, Europas Wissenschaft und Wirtschaft im globalen Wettbewerb stark zu positionieren, damit zukunftsweisende Arbeitsplätze für die Gesellschaft gesichert und ausgebaut werden können.“, so Egerth.

HORIZON 2020 baut auf einem Drei-Säulen-Modell auf und stellt vor allem bessere und einfachere Beteiligungsmöglichkeiten für Wirtschaft, Industrie – vor allem auch KMU – in Aussicht. Einerseits stehen in HORIZON 2020 die Interessen der Wirtschaft durch die Förderung von Schlüsseltechnologien im Vordergrund. Große Erwartungen setzt HORIZON 2020 vor allem auf die Lösung von gesellschaftlichen und globalen Herausforderungen wie Klimawandel, „umweltfreundliche“ Verkehrssysteme, sichere und saubere Energien etc.. „Diese Verschränkung wird ein wesentlicher Mehrwert von HORIZON 2020 sein und enorme Chancen für die Wirtschaft auftun. Denn es reicht nicht „nur“ zu forschen, sondern vor allem müssen entsprechenden Technologien im europäischen Verbund entwickelt, getestet und auf den Markt gebracht werden.“, führt FFG-Geschäftsführer Klaus Pseiner aus. Auch die Vorschläge zur Finanzierung der gesamten Innovationskette von Machbarkeitsstudien bis zur Kommerzialisierung durch unterschiedliche Förderinstrumente, Darlehen und Kredite sind im Interesse der Wirtschaft.

Besonders erfreulich sei, dass die Forschungs- und Innovationsprogramme auf Europäischer Ebene zukünftig eng abgestimmt unter dem strategischen Dach der Innovationsunion agieren würden. Auch die Nationalen Kontaktstellen zum EU-Rahmenprogramm sowie die Enterprise Europe Network Experten (EEN) im CIP (Programm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation) müssten durch HORIZON 2020 noch enger zusammenarbeiten. „Dass die FFG hier schon jetzt als Vorbild für andere Länder dient, ist eine erfreuliche Tatsache und Ansporn zugleich noch effizientere und effektivere Betreuungsstrukturen zu implementieren.“, ist sich Egerth sicher. Der FFG würde mit HORIZON 2020 aber eine noch wichtigere Rolle als bisher zukommen.

„Als One-Stop-Shop für Forschung in Österreich können wir in vielen Belangen rasch und unbürokratisch zu Informationsvorsprung verhelfen. Das müssen wir ausbauen! Denn wir wissen, dass Projekteinreicher, die von FFG-Experten beraten wurden eine deutlich höhere Erfolgsquote im 7. Rahmenprogramm aufweisen als andere“, sind sich Egerth und Pseiner einig.

Rückfragehinweis:
Linde Tuscher
Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH
Sensengasse 1, 1090 Wien
Tel +43 (0)5 7755 – 6010
Mobil +43 (0)664 85 69 028
gerlinde.tuscher@ffg.at

Quelle: FFG Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft / 30.11.2011
zum Originaltext auf ffg.at gelangen Sie HIER.

 

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