Faszination Wissen: Schätze auf der Müllhalde – sind Deponien die neuen „Goldgruben“

14. Februar 2014

 

Rohstoffe gebrauchen statt verbrauchen – so lautet eigentlich der oberste Grundsatz unserer modernen Abfall- und Recyclingwirtschaft. Doch lange Zeit wurde diese Regel nicht überall beachtet. Gewaltige Mengen Eisen und andere wertvolle Metalle landeten jahrzehntelang unsortiert im Müll. Deshalb beschäftigen Müllberge, alte Industriedeponien und Bergbauhalden jetzt Wissenschaftler in ganz Europa. Denn Metalle wie Kupfer oder Zinn […]


 

Rohstoffe gebrauchen statt verbrauchen – so lautet eigentlich der oberste Grundsatz unserer modernen Abfall- und Recyclingwirtschaft. Doch lange Zeit wurde diese Regel nicht überall beachtet. Gewaltige Mengen Eisen und andere wertvolle Metalle landeten jahrzehntelang unsortiert im Müll. Deshalb beschäftigen Müllberge, alte Industriedeponien und Bergbauhalden jetzt Wissenschaftler in ganz Europa. Denn Metalle wie Kupfer oder Zinn werden immer knapper und damit teurer. Einige Rohstoffe wie Indium, die in der Vergangenheit in unserer Wirtschaft kaum eine Rolle gespielt haben, sind heute für unsere Hightech-Industrie unverzichtbar. Sie stehen inzwischen auf der EU-Liste der sogenannten „kritischen Rohstoffe“.

Das heißt: In Zukunft könnten ernsthafte Versorgungsengpässe drohen.

Sind diese Schätze auf dem Müll noch zu finden? Mit Metallsonden und Bohrgeräten arbeiten sich die Wissenschaftler durch die Hinterlassenschaften unserer Zivilisation. Für sie ist es ein Vorstoß ins Unbekannte, denn erst seit den 90er-Jahren wird flächendeckend dokumentiert, welche Abfälle auf einer Deponie eingelagert werden. Befürworter des sogenannten „Landfill Minings“, dem Abgraben und Recyceln alter Müll- und Bergbauhalden, sehen in diesen hausgemachten Rohstofflagerstätten ein erhebliches Potenzial: Rund fünf Prozent unseres jährlichen Bedarfs an Eisen und Buntmetallen könnte aus diesen Quellen gedeckt werden.

Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/programmkalender/sendung730654.html

 

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