Erneuerbare Energie: Steiermark ist Vorreiter

15. April 2011

 

Die Steiermark nimmt bei der Nutzung von erneuerbaren Energieformen wie Wasserkraft, Biomasse und Sonne europaweit eine Vorreiterrolle ein. 25 Prozent des Energiebedarfs werden derzeit durch erneuerbare Energie abgedeckt.EU-Schnitt liegt bei zwölf ProzentBis 2020 hat sich die Steiermark das Ziel gesetzt, rund 34 Prozent des Energiebedarfs durch erneuerbare Energie abzudecken. Im Vergleich mit dem EU-Schnitt, der […]


Die Steiermark nimmt bei der Nutzung von erneuerbaren Energieformen wie Wasserkraft, Biomasse und Sonne europaweit eine Vorreiterrolle ein. 25 Prozent des Energiebedarfs werden derzeit durch erneuerbare Energie abgedeckt.

EU-Schnitt liegt bei zwölf Prozent
Bis 2020 hat sich die Steiermark das Ziel gesetzt, rund 34 Prozent des Energiebedarfs durch erneuerbare Energie abzudecken. Im Vergleich mit dem EU-Schnitt, der bei zwölf Prozent liegt, ist die Steiermark deutlich vorne dabei.

„Es wird wohl notwendig sein, alle Bereiche erneuerbarer Energie zu erfassen, also Wasserkraft, Wind, Biomasse und natürlich die Sonne, wobei bei der Sonne ein Schwerpunkt liegen wird müssen, weil diese ja unerschöpflich ist“, so der Landes-Energiebeauftragte Wolfgang Jilek.

Photovoltaik-Boom
Photovoltaik-Anlagen kommen bei den Konsumenten derzeit besonders gut an: Die Firma Photovoltaic Products mit Sitz in Wernersdorf im Bezirk Deutschlandsberg produziert als einziges heimisches Unternehmen sogenannte Standard- und Spezialmodule, beispielsweise für Fassaden.

Produktion soll ausgeweitet werden
In das neue Jahr startete das Unternehmen mit 18 Mitarbeitern, mittlerweile wird daran gedacht, aufgrund der starken Nachfrage, die Produktion auszuweiten: „Die Geschäfte laufen gut, gerade im Bereich der Fassadenintegration. Dort werden wir jetzt schon die nächste Ausbaustufe in Angriff nehmen“, erklärt Thürschweller.

Wasserkraft: „Abgasfreier Strom“
Den größten Anteil an erneuerbarer Energie hat – nicht nur in der Steiermark – die Wasserkraft. Derzeit werden neue Murkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf gebaut: „Das Kraftwerk Kalsdorf geht bereits Ende des Jahres knapp vor Weihnachten in Betrieb – es wird abgasfreien Strom für 25.000 Haushalte liefern. Ein Jahr später kommt das Kraftwerk in Gössendorf dazu“, so Urs Harnik-Lauris von der Energie Steiermark.

160 Millionen Euro investierte die Energie Steiermark bereits in die beiden Murkraftwerke.

Die Energie Steiermark setzt aber auch auf Biomasse: 500.000 Quadratmeter Fläche stehen für schnellwachsendes Gehölz zur Verfügung.

Weltweites Geschäft mit Windenergie
Auch die Windenergie gewinnt zunehmend an Bedeutung, was zum Beispiel der Windpark am Moschkogel bei Mürzzuschlag zeigt. Wichtige Komponenten für die Windkraftanlagen, wie Getriebeteile für die riesigen Rotoren, werden von der Stahl Judenburg GmbH erzeugt – mit diesen Teilen ist man weltweit im Geschäft.

Handarbeit und Erfahrung
Gut im Geschäft ist auch das Elin Motorenwerk in Weiz. Dort erzeugen fast 500 Mitarbeiter Generatoren für die Windkraftwerke. Aus Qualitätsgründen ist dafür viel Handarbeit nötig, so Gustav Hauschka von den Elin Motoren: „Wir haben eine mehr als 25-jährige Erfahrung im Windbereich. Es ist wichtig, dass man die Entwicklung von Anfang an mitgemacht hat, um auch zu verstehen, worum es geht.“

27.000 Beschäftige in Energie-Branche
350 Unternehmen beschäftigen sich in der Steiermark mit dem Bereich Umwelt- und Energietechnik. Sie sind in der Eco World Styria vernetzt.

Das Know-how und die weltweit gefragte Technik sorgen auch für neue Arbeitsplätze und das sind mehr als man zunächst annehmen möchte: „Wir haben 27.000 Beschäftigte und insgesamt eine Bruttowertschöpfung von zwei Milliarden pro Jahr“, sagt Franz Prettenthaler von Joanneum Research.

Zum Originalartikel.

Quelle: steiermark.orf.at / 14.4.11

 
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