energytalk: Passivhäuser, von der Vision zum Standard

12. Oktober 2010

 

„Kontrollierte Wohnraumlüftung und Passivhaustechnologie – Visionen werden zum Standard“


Energiebewusstes Bauen hat sich bewährt. Passivhäuser und kontrollierte Wohnraumlüftung sind lange nicht mehr die Ausnahme sondern werden zum Standard sowohl beim Neubau als auch bei der Sanierung. Dies zeigte der energytalk, veranstaltet von ODÖRFER Haustechnik GmbH und dem Technischen Büro Ing. Bernhard Hammer GmbH in Graz-Raaba, bei dem auch Mag. Siegfried Nagl, Bürgermeister der Stadt Graz, referierte.

Zum energytalk in der Raiffeisenlandesbank Raaba, Graz nahmen wieder zahlreiche Gäste und Experten aus den Bereichen Energie- und Umweltmanagement, Architektur, Bauträger, Industrie, Gemeinden sowie Elektriker und Installateure Platz. Erwin Grohmann, Mitglied im Fachinstitut für Gebäude- und Klimatechnik GFK/Normung Wohnraumlüftung ist seit über 27 Jahren in der Lüftungstechnik beschäftigt. Für ihn sind Häuser ohne kontrollierte Wohnraumlüftung heute undenkbar – ist die Technologie doch so weit ausgereift und auch architektonisch schön umsetzbar. Grohmann sieht die Zukunft bereits in „Energiehäusern, die zusammen mit der Lüftungstechnik Wärme erzeugen und abgeben“. Dass die Passivhaustechnologie schon lange keine Vision mehr ist zeigte Architekt DI Dietmar Koch, Baumeister Leitner Planung & Bauaufsicht Gesellschaft mbH, am Best-Practice-Beispiel energieeffiziente Sanierung des Zanklhofs Graz. „Lüftung mit Wärmerückgewinnung ermöglicht höchste Energieeffizienz“, erklärte Koch. Schließlich ist „die beste Energie, die, die man nicht mehr braucht.“ Das sieht auch Dir. Ing. Johannes Geiger, Geschäftsführer GWS – Alpenländische Gesellschaft für Wohnungsbau und Siedlungswesen mbH, so und zeigt die Planung und Ausführung der Passivhaustechnologie an einem weiteren Projekt in Graz, dem Studentengästehaus Moserhofgasse. „Die Passivhaustechnologie ist zurzeit die effektivste und energieeffizienteste Bauweise, die nicht nur Heizkosten reduziert und das Wohnklima steigert, sondern auch die Wertigkeit der Immobilie entscheidend hebt“, ist Geiger überzeugt, dass die GWS mit besten Produkten am besten Standard die optimale Basis schafft: „Die hohe Nachfrage an Passivhäusern zeigt, dass ein Umdenken in den Köpfen passiert und wir am richtigen Weg sind.“ „Der Grundauftrag des Klimaschutzes richtet sich an jeden Einzelnen und jeder kann seinen Beitrag dazu leisten“, so Mag. Siegfried Nagl, Bürgermeister der Stadt Graz, der sich in Graz eine Modellregion zu E-Mobility wünscht. Seine Ziele in drei Jahren: 500 E-Autos, 1.200 E-Fahrräder sowie 140 Ladestationen und 950 Ladepunkte, wobei „Elektromobilität nur als Beitrag zum Klimaschutz dient, wenn auch die Energie erneuerbar ist“. Neben der Mobilitätsstrategie sollen in Zukunft auch „die 40% der für Solaranlagen geeigneten Dächer in Graz genutzt werden und die Fernwärmeaufschließung bzw. -versorgung forciert werden“. Weitere Visionen, die jedoch keine bleiben sollen, sind unter anderem die Energy City Reininghaus mit autarker Energieversorgung. Wie Mag. Siegfried Nagl die Zukunft in Graz sieht: „Ich denke es wird ein Mix aus unterschiedlichen Energien, Systemen und Mobilitätslösungen sein“.

Auch die Veranstalter Mag. Schneider-Assion, geschäftsführende Gesellschafterin ODÖRFER Haustechnik GmbH und Ing. Robert Pichler, geschäftsführender Gesellschafter Technisches Büro Ing. Bernhard Hammer GmbH, sind gespannt, wie sich Graz in den nächsten Jahren entwickeln wird: „Der energytalk zeigt, dass eine erneuerbare und nachhaltige Zukunft keine Vision ist“, sind die Veranstalter überzeugt am richtigen Weg zu sein.

Weitere Informationen: http://www.energytalk.info/

 
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