Elektroräder in Städten schneller als Autos

29. Juni 2010

 

Bis zu neun Kilometer Fahrstrecke geht es mit einem Elektrorad meist schneller


 

Fahrradfahren ist nicht nur gesund, preisgünstig und umweltverträglich- in Städten ist man mit dem Fahrrad oft sogar schneller am Ziel. Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) berichtet anhand von aktuellen Daten , dass man mit einem herkömmlichen Rad in der Stadt auf einer Strecke bis zu fünf Kilometern von Tür zu Tür schneller als ein Auto ist, das gerade auf Kurzstrecken viel Sprit verbraucht − hochgerechnet bis zu 30 Liter je 100 km. Mit einem Elektrofahrrad verlängert sich diese Strecke sogar auf neun Kilometer.

MIt Pedelecs sind Steigungen, lange Strecken und Gegenwind auch für weniger sportliche Fahrer kein Problem mehr. Aber nicht nur da: Auch beim Einkaufen, auf dem Weg zu Arbeit oder wenn man mit Kindern unterwegs ist, kommt die Unterstützung durch den Motor wie gerufen: Mit dem Pedelec lassen sich viele Wege schneller und entspannter zurücklegen.

Die gewünschte Unterstützung kann oft stufenweise gewählt werden, ehe sich der Motor bei 25km/h automatisch abschaltet. Mit einer Akkuladung sind Reichweiten bis zu 60 Kilometern oder sogar mehr möglich. Aber auch ohne Motorunterstützung kann das Rad problemlos gefahren werden. Es ist ratsam, vor einem Kauf einfach verschiedene E-Räder zu testen und dabei das Rad auch einmal ohne Motorunterstützung zu fahren, um zu sehen, wie es sich mit leerem Akku radelt. Mit durchschnittlich 25 Kilogramm sind manche Elektrofahrräder recht schwer, daher ist es sinnvoll, das Rad vor dem Kauf auch einmal aufzuheben.

Die in Elektrorädern vorwiegend eingesetzten Lithium-Ionen-Akkus können bis zu 1000 Mal aufgeladen werden. Oft werden sie vom Rad abgenommen und über ein Ladegerät aufgeladen. Da die Akkus auch in ungenutztem Zustand altern, ist eine Lebensdauer von drei bis fünf Jahren realistisch. Es ist sinnvoll, sich über die Verfügbarkeit von Ersatzakkus beim Herstelle im Vorfeld zu erkundigen und sich entsprechende Garantiebedingungen schriftlich bestätigen zu lassen.

Die Preisspanne bei Elektrofahrrädern reicht von 700-800 bis 4000 Euro. Ein qualitativ gutes Rad ist, so die Experten, ab etwa 1500 Euro zu haben. Die Kosten für einen weiteren Akku liegen zwischen 400 und 1000 Euro. Die begrenzte Lebensdauer des Akkus sollte beim Kauf eines Pedelecs bedacht werden.

Ein Elektrorad verbraucht etwas über eine Kilowattstunde Strom je 100 Kilometer, die Ladekosten liegen bei etwa 20 Cent pro Kilowattstunde. Um Pedelecs wirklich klimabewusst zu nutzen, sollte der Akku nur mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen geladen werden. Bei schlechtem Strom-Mix können vier bis 14 Gramm CO2 je Kilometer anfallen (deutsche Werte!) . Zum Vergleich: Als Autofahrer verursacht man durchschnittlich 140 Gramm CO2 pro Kilometer. Am klimafreundlichsten bleibt aber auf alle Fälle immer noch das reguläre Fahrrad ganz ohne Motor.


In Österreich gewähren übrigens die meisten Bundesländer eine Förderung für die Anschaffung von Elektrorädern.

 

Quelle: oekonews.at/29.06.2010

 

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