Gemeinsam sind wir Vorzeigeregion Energie

12. Juli 2018

 

Im Rahmen der vom Klima- und Energiefonds ausgeschriebenen „Vorzeigeregionen Energie“ wurde die erste Tranche an Umsetzungsprojekten genehmigt. Dafür stehen rund 31 Millionen Euro an Förderungen zur Verfügung, die in die Vorzeigeregionen „Green Energy Lab“, „NEFI“ und „WIVA“ fließen. Damit werden in der Steiermark großflächige Leuchtturmprojekte für grüne Energielösungen umgesetzt. Das Green Energy Lab ist dabei die größte der insgesamt drei Vorzeigeregionen und erstreckt sich über die Bundesländer Steiermark, Wien, Niederösterreich und Burgenland.


 

Die grüne Mark ist Österreichs „Vorzeigeregion Energie“

 

Steiermark baut Spitzenposition im Bereich grüner Technologien weiter aus
Die Steiermark baut ihre Position als Forschungs- und Technologiestandort Nummer eins im Bereich grüner Technologien weiter aus. Im Rahmen der vom Klima- und Energiefonds ausgeschriebenen „Vorzeigeregionen Energie“ wurde die erste Tranche an Umsetzungsprojekten genehmigt. Dafür stehen rund 31 Millionen Euro an Förderungen zur Verfügung.  Im Programm „Vorzeigeregionen Energie“ des Klima- und Energiefonds wurden erstmals großflächige Leuchtturmprojekte für Technologien der Energiewende vergeben. Die drei thematischen Vorzeigeregionen sind steirische geprägt und erhalten zusätzlich zu den Förderungen, Investitionen aus der Wirtschaft und den Bundesländern. Insgesamt stehen damit mehr als 90 Millionen Euro für innovative Lösungen für zukünftige Energietechnologien zur Verfügung.

„Ich will, dass unsere Kinder und Enkelkinder eine intakte Umwelt vorfinden. Als Land der Innovation sorgt unsere Steiermark auch im Energiebereich dafür, dass nachhaltig und sorgsam mit unseren Ressourcen umgegangen wird. Als Partner von Arnold Schwarzeneggers Klimaschutzinitiative leisten der steirische Green Tech Cluster und unsere engagierten Unternehmen einen wertvollen Beitrag zu einer guten Zukunft“, betont Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer. Landeshauptmann-Stv. Michael Schickhofer: „Wir brauchen grüne, sichere und leistbare Energie für alle Steirerinnen und Steirer. Gerade die Steiermark als Forschungs- und Innovationsland Nummer eins in Europa bietet dafür ein perfektes Umfeld. Die steirischen Projekte schaffen Arbeitsplätze in vielen Teilen der Steiermark und helfen, unser Land zu modernisieren und für die Zukunft abzusichern.“

 

Steiermark als Innovationslabor der Energiewende
„Steirische Unternehmen und Forschungseinrichtungen zählen bei der Weiterentwicklung erneuerbarer Energien international zu den Vorreitern. Die Entscheidung des Klima- und Energiefonds unterstreicht das einmal mehr und stärkt den Wirtschafts- und Forschungsstandort Steiermark, weil wir damit die Zukunft der Energieversorgung wesentlich mitprägen“, so Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl.

Der für Energie und Umwelt zuständige Landesrat Anton Lang betont: „Im Sinne der Zielerreichung bei unserer Klima- und Energiestrategie 2030 freut es mich ganz besonders, dass die Steiermark als Forschungsland Nummer Eins mit seinen Leitbetrieben hier so stark vertreten ist. Die Steiermark ist die einzige Region Österreichs, in der alle drei Leuchtturmprojekte zur innovativen Energiewende umgesetzt werden.“ 

 

Vorzeigeregionen mit starker steirischer Handschrift

Das Green Energy Lab ist die größte der insgesamt drei Vorzeigeregionen und erstreckt sich über die Bundesländer Steiermark, Wien, Niederösterreich und Burgenland. Ziel ist die 100 prozentige Versorgung mit grünem Strom und Wärme durch die neuartige Integration von Sonne, Wind, Wasserkraft und Biomasse. Das Innovationslabor „Green Energy InnoLab“ in Graz und Wien, bezieht Kunden und Nutzer mit in die Forschungsprojekte ein. So demonstrieren etwa 25 Partner im einem Leitprojekt die Zukunft grüner und flexibler Fernwärmesysteme. Das Green Energy Lab wird von Energie Burgenland, Energie Steiermark, EVN und Wien Energie getragen sowie von der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich und dem steirischen Green Tech Cluster unterstützt.

In der Vorzeigeregion „NEFI″ unterstützt die Montanuniversität Leoben Industrieunternehmen bei der Energiewende mit höherer Energieeffizienz und dem Einsatz von bis zu 100 Prozent erneuerbaren Energien. Dabei baut „NEFI″ auf die fortschreitende Digitalisierung, die neue Möglichkeiten zur Flexibilisierung des Energiesystems und der Industrieprozesse schafft. Eine zentrale Rolle spielt das Innovationslabor „NEFI_Lab″, das von Thomas Kienberger, Professor an der Montanuniversität, geleitet wird. Weitere Projekte unter der Leitung der Montanuniversität beschäftigen sich mit Energieeffizienz durch den Sauerstoffeinsatz in der Stahlerzeugung sowie der bedarfsgerechten und netzdienlichen Vermarktung der industriellen Flexibilitätspotentiale.

Im österreichweiten Konsortium „WIVA″ spielt das „HyCentA″ an der Technischen Universität Graz als zentraler Engineering Partner eine entscheidende Rolle in der Mehrzahl der Wasserstoff-Projekte. Der Schwerpunkt von „WIVA“ liegt auf Energieerzeugung durch Wasser, Wind, Sonne und die Nutzung von grünem Strom und grünem Wasserstoff als Energieträger für alle Anwendungen in Industrie, Verkehr und Haushalt.

 

Energieinnovationen „Made in Styria“
In den thematischen Konsortien arbeiten rund 100 steirische Partner wie AEE, AVL, Energie Steiermark, Frigopol, Joanneum Research, Montanuniversität Leoben, Rotreat, „S.O.L.I.D.″, Saubermacher oder die TU Graz an den österreichweiten Umsetzungsprojekten mit. Durch diese verstärkte Zusammenarbeit von Wirtschaft und Forschung werden in diesem Programm mehr als 20 Energieinnovation „Made in Styria“ für den weltweiten Export entstehen.

 

Dynamischer Hotspot für Green Tech
Dass die Steiermark so stark bei der Vergabe der Vorzeigeregionen abschneidet, ist auch ein Mitverdienst des steirischen Green Tech Clusters mit mehr als 200 Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Die Unternehmen wachsen hier mit durchschnittlich 12 Prozent nahezu doppelt so schnell wie die Weltmärkte und beschäftigen in diesem Geschäftsfeld 22.300 Personen. Die Steiermark ist europäische Spitze mit einer Forschungs- und Entwicklungsquote von 5,14 Prozent.

 

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