Der Kunststoff-Recycling-Kreislauf

22. April 2011

 

Die ÖsterreicherInnen leisten einen wichtigen Beitrag zu Klimaschutz und Ressourcenschonung: Die Sammlung und umweltgerechte Verwertung von jährlich mehr als 170.000 to Leichtverpackungen sichern wertvolle Rohstoffe und schonen die Umwelt durch die Reduktion von CO2-Äquivalenten.Rohstoff für die IndustrieKunststoffverpackungen, bzw. sogenannte Leichtverpackungen, werden längst nicht mehr als Abfallprodukt gesehen. Richtig getrennt und gesammelt können Leichtverpackungen der Industrie […]


Die ÖsterreicherInnen leisten einen wichtigen Beitrag zu Klimaschutz und Ressourcenschonung: Die Sammlung und umweltgerechte Verwertung von jährlich mehr als 170.000 to Leichtverpackungen sichern wertvolle Rohstoffe und schonen die Umwelt durch die Reduktion von CO2-Äquivalenten.

Rohstoff für die Industrie
Kunststoffverpackungen, bzw. sogenannte Leichtverpackungen, werden längst nicht mehr als Abfallprodukt gesehen. Richtig getrennt und gesammelt können Leichtverpackungen der Industrie als wichtiger Rohstoff für die Erzeugung neuerlicher Leichtverpackungen, zur Herstellung anderer Kunststoffprodukte aber auch als hochwertiger Substitutbrennstoff zur Energiegewinnung in den Industriebetrieben.

Eine der zentralen Aufgaben ist beim Kunststoffrecycling die möglichst sortenreine Trennung der Kunststoffe, denn nur wenn diese unter Berücksichtigung ihrer unterschiedlichen chemischen und physikalischen Eigenschaften sortiert sind, erfüllen sie die Voraussetzung, um in der stofflichen Verwertung zu einer optimale Qualität zu führen. Aus diesem Grund werden die in den Haushalten und Betrieben getrennt gesammelten Kunststoffverpackungen von den Entsorgungs- und Verwertungsunternehmen in Sortieranlagen angeliefert.

Möglichkeiten der Kunststoffverwertung
1. PET-to-PET Recycling: Bereits 8 von 10 PET-Flaschen werden in Österreich laut Angaben der ARA Austria Recycling AG einer getrennten Sammlung zugeführt. Fünf davon werden nach dem Recycling bereits wieder für Getränkeflaschen oder Lebensmittelverpackungen eingesetzt, die übrigen Mengen zu Fasern verarbeitet und nur der kleinste Teil thermisch genutzt.

2. Stoffliche Verwertung von sortenreinen Kunststoff-Fraktionen: Bei der Stofflichen Verwertung bleibt das Kunststoffmaterial an sich unverändert. Nach mehreren Reinigungs- und Bearbeitungsstufen entsteht schlussendlich aus den Kunststoffen Granulat, welches als Basis für Erzeugung neuer Kunststoffprodukte dient.

3. Rohstoffliche bzw. chemische Verwertung: Nach dem Aussortieren der stofflich verwertbaren Kunststoffverpackungen, der Störstoffe und Nichtverpackungen verbleibt die so genannte Mischkunststoff-Fraktion aus vorwiegend kleinteiligen Verpackungen. Durch eine chemische Umwandlung werden aus diesen Kunststoffen wieder Rohstoffe für die chemische Industrie gewonnen.

4. Thermische Verwertung: Kunststoffverpackungen, die entweder in einem Materialverbund bestehen, stark verunreinigt oder zu klein für eine Sortierung sind, werden thermisch verwertet. Da Kunststoffe aus Erdöl erzeugt werden sind sie wertvolle Energieträger und können zu hochwertigen, heizwertreichen Ersatzbrennstoffen weiterverarbeitet werden und ersetzen in Industrieanlagen fossile Brennstoffe wie Kohle, Erdöl oder Erdgas. Diese Ersatzbrennstoffe liefern entweder direkt Produktionsenergie, wie etwa in der Zementindustrie, oder werden in speziellen Anlagen zur Stromerzeugung eingesetzt. Der Heizwert von einem Kilogramm Kunststoff entspricht in etwa dem von einem Liter Heizöl.


Für Beratung und mehr Informationen zum Thema Leichtverpackungsrecycling stehen Ihnen die Saubermacher Entsorgungsfachberater gerne zur Verfügung.
Österreichweit unter Tel.: 059 800 oder per E-Mail an: office@saubermacher.at. Mehr Umweltnews im Internet: www.saubermacher.at

Quelle: Saubermacher Dienstleistungs AG/ Presseaussendung 21.04.2011

Bildquelle: Saubermacher Dienstleistungs AG

 
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