Depotech 2012 thematisiert Perspektiven einer nachhaltigen Industriegesellschaft

7. November 2012

 

Die Erreichung der Klimaschutzziele stellt viele Länder vor Herausforderungen. Auf der Abfallwirtschaftstagung Depotech 2012 zeigt Professor Martin Faulstich, Berater der deutschen Bundesregierung, vor über 500 internationalen Teilnehmern, welche Perspektiven das deutsche Modell der Energiewende zur Lösung bereithält.Teilnehmer aus Wissenschaft, Technik, Wirtschaft und Politik konferieren gegenwärtig im Rahmen einer dermittlerweile größten deutschsprachigen Abfallwirtschaftstagungender Depotech an der […]


Die Erreichung der Klimaschutzziele stellt viele Länder vor Herausforderungen. Auf der Abfallwirtschaftstagung Depotech 2012 zeigt Professor Martin Faulstich, Berater der deutschen Bundesregierung, vor über 500 internationalen Teilnehmern, welche Perspektiven das deutsche Modell der Energiewende zur Lösung bereithält.

Teilnehmer aus Wissenschaft, Technik, Wirtschaft und Politik konferieren gegenwärtig im Rahmen einer dermittlerweile größten deutschsprachigen Abfallwirtschaftstagungender Depotech an der Montanuniversität Leobenüber Perspektiven der Abfallwirtschaft, Abfalltechnik sowie Deponietechnik und Altlasten. Eröffnet wird die Fachtagung in diesem Jahr von Professor Martin Faulstich, Vorsitzender des Sachverständigenrates für Umweltfragen der Deutschen Bundesregierung zum Thema „Perspektiven der Energiewende“.

Vor dem Hintergrund, dass der steigende Energiebedarf der Welt und der Klimawandel die gegenwärtige Industriegesellschaft vor große Herausforderungen stellen und das von der Staatengemeinschaft gesteckte 2 °C-Ziel eingehalten werden soll, müssen insbesondere die hohen, aus der Energiebereitstellung resultierenden CO2-Emissionen vermieden werden. Darüber, über die Implementierung einer strombasierten Infrastruktur und die ambitionierten Pläne zur Energiewende in Deutschland wird Faulstich, erstmalig in Österreich referieren.

Faulstich, dessen steile Karriere über die Abfallwirtschaft führte und der derzeit mehrere Professuren an deutschen Universitäten innehat, skizziert das Energiewendemodell so: „In Deutschland wird die in großen Off-Shore-Anlagen in der Nord- und Ostsee bereitgestellte Windenergie eine maßgebliche Rolle im zukünftigen Energiemix spielen. Der daraus erzeugte Strom soll unter anderem in zentralen Anlagen zur Elektrolyse von Wasser verwendet werden. Aus dem dadurch erzeugten Wasserstoff und dem in Verbrennungsanlagen als „Schadstoff“ anfallenden Kohlenstoffdioxid (CO2) werden Produkte wie Methan oder flüssige Kohlenwasserstoffe synthetisiert und damit die Windenergie chemisch gespeichert. Mit den so erzeugten Energieträgern lassen sich auch die Sektoren Wärme, Mobilität sowie die Grundstoffindustrie auf eine regenerative Basis stellen“. Die dargestellten Ansätze zeigen, dass eine nachhaltige Industriegesellschaft prinzipiell möglich ist und keine Utopie oder ferne Vision bleiben muss.

„Die Depotech zählt zu den wichtigsten Abfallwirtschaftstagungen und hat Strahlkraft weit über unsere Grenzen. Wir bieten heuer 101 Fachvorträge und erstmalig den Leobner Abfall-Disput an“, freut sich Organisator Professor Karl E. Lorber von der Montanuniversität Leoben. Kontroversielle Diskussionen zwischen Experten der Universität, Behörden, der kommunalen Abfallwirtschaft, der Industrie und Re-use-Netzwerken sind vorprogrammiert, wenn beim Abfall-Disput darüber diskutiert wird, ob die informelle Sammlung von Abfällen zum Rohstoffschwund führt.

Abgerundet wird das Programm durch eine Fachausstellung von Umwelttechnikfirmen und Fachexkursionen zu führenden steirischen Unternehmen auf dem Gebiete der Umwelttechnik.
http://www.depotech.at/

Rückfragehinweis:
Prof. Dr. Karl Lorber
Institut für nachhaltige Abfallwirtschaft und Entsorgungstechnik
Franz-Josef-Straße 18, A-8700 Leoben
Tel: +43(0)3842/402-5103 • Fax: DW-5102 • E-Mail: info@depotech.at

Quelle: Depotech 2012, 7.11.2012

 
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