Circular Economy: Wirtschaftsmission

15. Januar 2019

 

Das Jahr 2019 bringt Neuerungen für die Abfallwirtschaft bedingt durch die Umsetzung der Europäischen Richtlinie zur Kreislaufwirtschaft. Um diese umzusetzen, bedarf es neben abfallwirtschaftlichem Know-how auch länderübergreifender Kooperationen zwischen Unternehmen und der öffentlichen Hand. Die gemeinsam mit der WKO Austria veranstaltete Wirtschaftsdelegationsreise am 12. März nach Prag ermöglicht diesen Austausch. Ziel ist es, Know-how im Bereich der Kreislaufwirtschaft österreichischer Unternehmen zu präsentieren.


 

Hintergrund

Durch die rechtlichen Rahmenbedingungen des Circular Economy Paketes werden in Zukunft eine Vielzahl an Herausforderungen an die Abfallwirtschaft herangetragen werden.
Bis 2030 soll eine Recyclingquote von 75% bei Kunststoffen und 65% bei Restmüll erreicht werden. Des Weiteren gibt es zur Deponierung strenge Vorgaben wie die Reduktion der Ablagerung auf 10% der gemischten Haushaltsabfälle und ein generelles Deponierungsverbot der recyclebaren bzw. getrennt gesammelten Fraktionen. Veränderungen sind daher besonders im Bereich der Sammlung und Behandlung von Abfällen gefragt.

In Österreich wurde seit den 1980er Jahren an abfallwirtschaftlichen Themen gearbeitet. Die technischen Weiterentwicklungen werden zu einem großen Anteil durch die österreichischen Unternehmen geleistet und ermöglichen eine umweltbewusste und wirtschaftlich verantwortungsvolle Abfallwirtschaft in Österreich. Andererseits sind auch die ambitionierten Umweltstandards und -verordnungen für die aktuelle abfallwirtschaftliche Situation von Relevanz. Besonders im Bereich des Recyclings (z.B. sensorgestützte Sortierung, Entwicklung neuer Verfahren und Maschinen) und bei der Wiederverwendung (Re-Use) hat sich Österreich in den letzten Jahren stark entwickelt.

Durch die neu gesetzten Ziele werden jedoch an die einzelnen Unternehmen und auch an die öffentliche Hand neue Herausforderungen herangetragen. Um diese zu lösen, bedarf es einerseits an technischem und abfallwirtschaftlichem Knowhow andererseits aber auch an Kooperationen zwischen Unternehmen und öffentlicher Hand.

Die geplante Wirtschaftsdelegationsreise nach Prag veranstaltet von GTC und WKO Austria soll einen Austausch zwischen den österreichischen und tschechischen Unternehmen ermöglichen (B2B Gespräche möglich) und über die aktuelle und zukünftige abfallwirtschaftliche Situation beider Länder informieren. Es wird neben den B2B Gesprächen auch Möglichkeiten geben mit Vertretern der öffentlichen Hand zu sprechen und somit Export- und Kooperationschancen anzubahnen.

 

Details:

Programm

Teilnahmebedingungen

Anmeldelink

 

Weitere News zu diesem Thema

Aus Alt mach Neu

Daly Plastics verwandelt verunreinigte Agrar- und Verpackungsfolie in hochwertiges Regranulat. Das Unternehmen zählt in den Niederlanden zu den größten kunststoffabfall-verarbeitenden Betrieben. Am Standort Zutphen recycelt das Tochterunternehmen Caroda Polymer Recovery Agrar- und Verpackungsfolien. mehr →


Batterieland Steiermark

Von der E-Mobility bis zum Eigenstrom mit Photovoltaik: Die Batterie ist der Schlüssel zur Marktdurchdringung. Entwicklung, Produktion und Recycling stehen klar im steirischen Fokus. Ziel für die nächsten Jahre ist das Senken der Kosten auf 100 €/kWh Speicherkapazität. mehr →


Recyclinglösungen weltweit im Einsatz

Der internationale Technologiekonzern ANDRITZ hat zwei große Recyclingaufträge an Land gezogen. mehr →