China setzt auf Umwelttechnik

9. August 2010

 

ECO WORLD STYRIA ist Consulter für China


Österreichische Unternehmen haben in China massive Chancen im Umwelttechnikbereich. Gute Kontakte und die Kenntnis der chinesischen Entscheidungsfindung helfen, zu den erhofften Geschäftsabschlüssen zu kommen. Als weltbester Umwelt-Technik-Cluster baut ECO WORLD STYRIA dabei auf industrielle Erfahrung und Innovationsvorsprung.

China hat in den letzten zehn Jahren einen massiven Aufschwung erlebt. War es früher die Automobilindustrie, so ist jetzt die Umwelttechnik eine der Boomtechnologien für China.

Delegationsreisen als Türöffner
Im Herbst 2009 führte eine Reise mit 50 TeilnehmerInnen unter der Leitung des steirischen Wirtschaftslandesrates Christian Buchmann nach Hangzhou, Shanghai, Peking und Tjanjin. „Wir wollten ausloten, wie innovative heimische Firmen vom enormen chinesischen Wirtschaftsboom profitieren können „, so Landesrat Buchmann: „Mit einem Wirtschaftswachstum von jährlich acht Prozent liegt China an der Spitze und im Rahmen der Reise wurden von ECO konkrete Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet.“

Delegationsreisen haben Tradition in der steirischen Wirtschaft und die regelmäßigen internationalen Reisen mit unzähligen Kontakten zwischen Unternehmen und potenziellen Auftraggebern haben sich für das Netzwerk als sehr wertvoll erwiesen.

So fand beispielsweise auch eine Reise nach Kalifornien statt. Eines der Ergebnisse war die Ausarbeitung eines Solarthermieförderungsprogrammes für die siebent-größte Volkswirtschaft der Erde mit guten Chancen für steirische Anbieter. Voraussichtlich im Herbst 2010 wird eine Delegation Russland besuchen mit Terminen in Moskau und St. Petersburg.

China-Geschäft: Kontakte, Referenzen und nochmals Kontakte
„Die Chinesen verstehen, dass die zunehmende Umweltproblematik ihren eigenen Lebensstil bedroht“, sagt Kurt Kliner „Wenn man kein Geld in die Kläranlagen investiert, hat man eben auch kein Trinkasser mehr.“ Seit zehn Jahren ist Kliner im Auftrag des WiIdoner Automatisations-Unternehmens Hereschwerke in China tätig und wurde immer wieder mit Projekten konfrontiert, die über die Kernkompetenz von Hereschwerke hinausgehen, „Warum sollten da nicht andere österreichische Firmen zum Zug kommen „, erklärt er, „und ECO WORLD STYRIA war für mich die erste Adresse,“

Ein sehr großer Vorteil für ECO Firmen sind die hervorragenden Referenzen und die guten Kontakte zu den chinesischen Regierungsstellen in Bereichen wie Green Energy. UmweItmanagement. Hausmüll-Logistik, Solar Biogas oder Biomasse hat das Netzwerk massive Chancen

Derzeit sind beispielsweise in Tianjin Binhai Area, einer der größten Industrieregionen im Norden Chinas, 1000 Umwelttechnik-Projekte in Planung, von denen binnen kürzester Zeit 400 Projekte konkret werden, Tianjin wurde von der Zentralregierung als die neue“ ECO-CITY“ in China definiert. Bernhard Puttinger, Geschäftsführer von ECO WORLD STYRIA „ECO wurde als bisher einziger europäischer Partner eingeladen, als offizieller Consultant die Region rund um den 5. größten Seehafen der Welt nahe Peking bei der Anwendung von Umwelttechnik zu unterstützen“. Ein paar Zahlen verdeutlichen das ungeheure Wachstumspotenzial. Zwischen 1993 und 2006 hat sich die Wirtschaftsleistung von Tianjin fast verzwanzigfacht. Das Exportvolumen betrug 2006 23 Milliarden Dollar -gegenüber 200 Millionen Dollar im Jahr 1993, 150 der weltweit 500 Top-Unternehmen sind in der Region tätig -mit steigender Tendenz,

Weltbester Umwelttechnik·Cluster
Im Frühjahr 2010 wurde ECO WORLD STYRIA in einem Ranking der in Atlanta/USA ansässigen Cle antech·Gruppe auf Platz 1 der internationalen Umwelttechnik·Cluster gereiht.
„Unter 30 weltweit vergleichbaren Clustern hat die Steiermark die größte Dichte an Cleantech-Unternehmen“, sagt Shawn Lesse r, der Ersteller des Rankings „Dies bezieht sich auf Anzahl, Umsatz, Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt und jährliches Wachstum.

Tatsächlich hat das ECO – Netzwerk mit derzeit 157 Betrieben 2,7 Milliarden Umsatz erwirtschaftet und das durchschnittliche Wachstum liegt bei atemberaubenden 22 Prozent pro Jahr, Wirtschaftslandesrat Buchmann ist überzeugt vom weiteren Erfolg. „Wir setzen auf das Arbeiten in Clustern und Netzwerken“, sagt er, „die Unternehmen Kooperieren miteinander und arbeiten dabei eng mit den verschiedensten steirischen Forschungseinrichtungen zusammen.“ Die Steiermark beherbergt die Hälfte der österreichischen Kompetenzzentren mit Energie- und Umwelttechnikbezug. Die Universitäten, etwa die Montanuni Leoben und die Technische Universität Graz, haben Weltruf und die Steiermark ist mit eine r regionalen Forschungs-und Entwicklungsquote von 4,3 Prozent Vize-Europameister.


Quelle: Europainfo / 08.07.2010

 
Zurück zur Übersicht
 
 

Weitere News zu diesem Thema

Weltweit modernste Kühlgeräteaufbereitungsanlage

Rumpold Tschechien, eine 100 % Tochter von Saubermacher, hat den Zuschlag für die Entsorgung und Aufbereitung von rund 160.000 Kühlgeräten erhalten. mehr →


Nachlese: Chancen durch BIM und Ihr Einstieg für neue Marktchancen

Building Information Modeling (BIM) ist das neue Trendwort in der Baubranche und die Märkte in denen BIM zum Einsatz kommt wachsen. mehr →


Nachlese: Green Tech Innovators Club, Oktober 2017

Querdenken neuer Ideen und die Entwicklung innovativer F&E-Projekte standen auch diesmal wieder im Mittelpunkt des Green Tech Innovators Clubs am Dienstag, 17. Oktober 2017. mehr →