Chancen-Check für Landfill Mining

4. Februar 2013

 

F&E. In der Steiermark werden in den nächsten drei Jahren die Möglichkeiten und Chancen für Landfill Mining untersucht. Darunter versteht man die Gewinnung von Rohstoffen aus Mülldeponien. Die Erkenntnisse sollen in ganz Österreich genutzt werden. Graz. In den nächsten drei Jahren wird unter der Federführung des steirischen Umweltclusters Ecoworld Styria in der Steiermark die Möglichkeiten […]


F&E. In der Steiermark werden in den nächsten drei Jahren die Möglichkeiten und Chancen für Landfill Mining untersucht. Darunter versteht man die Gewinnung von Rohstoffen aus Mülldeponien. Die Erkenntnisse sollen in ganz Österreich genutzt werden.


Graz. In den nächsten drei Jahren wird unter der Federführung des steirischen Umweltclusters Ecoworld Styria in der Steiermark die Möglichkeiten des so genannten Landfill Mining untersucht werden. Dabei handelt es sich um die Gewinnung von Rohstoffen aus Mülldeponien, ein Thema, das international immer mehr an Bedeutung gewinnt. Das Projekt soll grundlegende Erkenntnisse für den Abbau von Deponien in ganz Österreich liefern, um darauf aufbauend weiterführende Forschungsarbeiten für zukünftige Deponierückbaukonzepte und -projekte, Aufbereitungs- und Sortiertechnologien sowie Verfahren für die Sekundärrohstoffindustrie zu starten.

Aufgrund ihrer geologischen, abfall- und umweltwirtschaftlichen Gegebenheiten bietet die Steiermark nach Ansicht der Verantwortlichen ein ideales Terrain für die Umsetzung des Projektes Landfill Mining. „Vor allem in älteren Deponien finden sich auch Wertstoffe, die in Zeiten des stetig wachsenden Ressourcenbedarfs wieder einer Nutzung zugeführt werden sollten. Somit sind Deponien auch als mögliche Rohstofflager für die Wirtschaft von großem Interesse“, betont der steirische Umweltlandesrat Johann Seitinger, aus dessen Ressort der Anstoß für das Projekt gekommen ist.

Die wissenschaftliche Begleitung von „Landfill Mining Styria“ wird von der Montanuniversität Leoben in Kooperation mit der Technischen universität Graz übernommen. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette beteiligen sich Technologie-Unternehmen und Deponiebetreiber aus der Steiermark und aus Niederösterreich an dem Projekt: Die Planungsbüros IUT und TB Hammer, die Anlagenbauer AE&E, Binder+Co, BT Wolfgang Binder, Komptech, Kuttin und M-U-T, die Entsorger Saubermacher und NUA, die Deponiebetreiber AWV Liezen, Frohnleiten, Markt Hartmannsdorf und der Mürzverband sowie weitere Unternehmen der Branche wie der Sensorspezialist EVK, der Zementhersteller Lafarge und das Umweltlabor UTC.

Wirtschaftsblatt, 9.1.2013

 
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