Biomasse schlägt Öl und Gas

11. Juni 2014

 

Fossile Brennstoffe machen uns stark von Energieimporten abhängig. Energie-Trends setzen auf Regionalität und Versorgungssicherheit. Mehr über die Verwertung von landwirtschaftlichen Reststoffen als Brennstoff konnten Besucher bei der KWB Veranstaltung „Vom Feld ins Feuer“ erfahren. KWB bietet mit dem Raupenbrenner eine einzigartige Lösung für alternative Brennstoffe. Bei der Live-Verfeuerung am 5. Juni waren die Besucher schlichtweg […]


 

Fossile Brennstoffe machen uns stark von Energieimporten abhängig. Energie-Trends setzen auf Regionalität und Versorgungssicherheit. Mehr über die Verwertung von landwirtschaftlichen Reststoffen als Brennstoff konnten Besucher bei der KWB Veranstaltung „Vom Feld ins Feuer“ erfahren. KWB bietet mit dem Raupenbrenner eine einzigartige Lösung für alternative Brennstoffe. Bei der Live-Verfeuerung am 5. Juni waren die Besucher schlichtweg Feuer und Flamme.

Am 5. Juni fand die Veranstaltung „Vom Feld ins Feuer“ bei KWB in St. Margarethen statt. Ziel des Donnerstag-Nachmittags war es einen abwechslungsreichen Vor-Ort-Austausch zwischen interessierten Teilnehmern und Experten aus den Bereichen der alternativen Brennstoffgewinnung zu schaffen. Die Gewinnung und energetische Verwertung von schnellwachsenden Energiehölzern sowie Maisspindeln bildeten die Hauptschwerpunkte. Des Weiteren konnte der Nachmittag für individuelle Beratung rund um KWB Biomasseheizungen genutzt werden. Besonders erfreulich: Stündlich nahm sich KWB Gründungsmitglied und Geschäftsführer Erwin Stubenschrott persönlich für Führungen durch das Unternehmen Zeit und erzählte außerdem über die Energie-Herausforderungen unserer Zeit.

Energieimporte brennen uns aus
„Die Kilowattstunde Öl kostet derzeit etwas mehr als 9 Cent. Das Heizen mit Pellets kostet die Hälfte. Hackgut und alternativen Reststoffen kosten noch weniger“, versucht Stubenschrott den allgemeinen Wissensstand rund um die gängigen Energiepreise aufzubessern. „Seit 2002 wird in Österreich um 30 % mehr an Energie verbraucht. Unsere Energieimporte sind gleichzeitig von 3 Mrd. auf 17,4 Mrd. Euro angestiegen“, schildert Stubenschrott, die Notwendigkeit, Möglichkeiten zur regionalen Versorgungssicherheit und Wertschöpfung zu schaffen, „Indem wir regionale Wertschöpfung forcieren, bleibt mehr Geld im Land, welches unmittelbar investiert und beispielsweise für Bildung verwendet werden kann.“ Tatsächlich heizen die Hälfte der österreichischen Haushalte immer noch mit Gas oder Öl. Hier findet sich ein beträchtliches Potenzial für die Verringerung von Gas- und Ölimporten, bei gleichzeitigem Umstieg auf ein umweltfreundliches Biomasse-Heizsystem.



Energie-Trends aus der Landwirtschaft
Bereits Platon stellte im 4. Jahrhundert v. Ch. fest: „Die Notwendigkeit ist die Mutter der Erfindung.“ Findige Landwirte aus der Region rund um Leibnitz und Radkersburg haben ein Verfahren entwickelt, um Maisspindel nahezu betriebskostenfrei zu ernten. Der Reststoff aus der Maisernte eignet sich auch hervorragend als Brennstoff: „Im Jahr 2012 haben wir rund 4.500 Hektar an Spindeln geerntet“, so Dr. Alfred Kindler, Landwirtschaftskammer Steiermark „pro Hektar ersetzt die Ernte zwischen 600 bis 1.100 Liter an Heizöl!“ Die Spindeln werden in Form von Pellets oder Granulat direkt nach bzw. während der Maisernte als Brennstoff verfügbar gemacht. An der Technik hierzu wird ständig gefeilt. Die Ernte erfolgt unter anderem mit einem speziell dafür umgerüsteten Mähdrescher. Die besondere Ausführung konnte im Rahmen der Veranstaltung bei KWB besichtigt werden. Der Clou: Ernte und Abtransport passiert in Einem. „Im Vergleich zu anderen Dreschern findet im Case 7088 Mähdrescher die Ernte von einem Hektar Maisspindel unmittelbar in der Erntemaschine Platz.“, erzählt Robert Wurzinger, EWG GmbH, über die technische Raffinesse des Maisspindel-Dreschers. Großes Staunen gab es auch bei den innovativen Erntetechnik aus dem Bereich der schnellwachsenden Energiehölzer: Johann Reicht von der Bioenergie Hitzendorf hielt Informationen und Videos über einen brandneuen Weiden-Rutenernter für die Besucher bereit.

Maisspindeln im KWB Raupenbrenner
Die Live-Verfeuerung der unterschiedlichen Brennstoffe erfolgte direkt im KWB Raupenbrenner, dem innovativen Produkthighlight von KWB des Jahres. Diese gab sichtbar das ansonsten verborgene Innenleben der KWB Multifire und Pelletfire Plus Heizung preis. Die Besucherinnen und Besucher konnten sich ein Bild über die Möglichkeiten, die eine moderne KWB Biomasseheizung bietet, machen. Ganz nach dem Motto „Vom Abfall zur Energie“ wurde am Veranstaltungstag auch Maisspindel, Heu- und Miscanthus-Pellets sowie Weiden-Hackgut live verfeuert. Der KWB Raupenbrenner ist am Heizungsmarkt einzigartig. Der Einsatz von Reststoffen aus der Landwirtschaft als Brennstoff erfordert nämlich spezielle Brennersysteme. Der KWB Raupenbrenner macht eine effiziente Nutzung der Reststoffe bei geringsten Emissionen, niedrigster Verschlackungsneigung sowie stark begrenzter Korrosion möglich. „Durch den Einsatz von Reststoffen, wie beispielsweise Maisspindeln, verringern sich die Heizkosten im Vergleich zu Öl um bis zu 80 Prozent, der CO2 Ausstoß sogar um bis zu 98 Prozent“, veranschaulicht Erwin Stubenschrott, „Der Trend in der Energieversorgung geht eindeutig hin zu mehr Regionalität und weg von den Abhängigkeiten einiger weniger Großkonzerne.“

Über KWB
KWB ist mit 400 Mitarbeitenden einer der größten Biomasse-Heizungserzeuger in Europa, wobei sich die größten vier Niederlassungen in Deutschland befinden. KWB hat eigene Gesellschaften und Niederlassungen in Deutschland, Frankreich, Italien, Slowenien und Vertriebspartnerschaften in weiteren sechs europäischen Ländern sowie Chile. KWB ist Spezialist für Pellets-, Hackgut- und Stückholzheizungen im Leistungsbereich von 2,4 bis 300 kW. Mehr Infos auf www.kwb.at


Rückfragehinweis:
Martina Sattler, Bakk.
KWB Öffentlichkeitsarbeit
Tel: +43 3115 6116-674
E-Mail: martina.sattler@kwb.at


 

 

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