Biogene, regionale und nachhaltige Kreislaufwirtschaft

12. September 2013

 

Seit 35 Jahren wird bei der Mürzverbandsanlage in Allerheiligen Biomüll verwertet. Jetzt gibt es zur Entlastung der Anrainer ein neues Konzept.Sie roch teils unangenehm, die „biogene Abfall-Kompostierungsanlage“ des Mürzverbandes in Allerheiligen – nicht gerade zur Freude der Anrainer. „Die Verwertung ist jetzt ausgelagert“, informierte Fritz Gratzer, Obmannstellvertreter des Mürzverbandes, gestern bei einer Pressekonferenz. Die Belastung […]


 

Seit 35 Jahren wird bei der Mürzverbandsanlage in Allerheiligen Biomüll verwertet. Jetzt gibt es zur Entlastung der Anrainer ein neues Konzept.

Sie roch teils unangenehm, die „biogene Abfall-Kompostierungsanlage“ des Mürzverbandes in Allerheiligen – nicht gerade zur Freude der Anrainer. „Die Verwertung ist jetzt ausgelagert“, informierte Fritz Gratzer, Obmannstellvertreter des Mürzverbandes, gestern bei einer Pressekonferenz. Die Belastung für die Anrainer war der Grund für die Auslagerung.

Nun wird der Biomüll nach Kraubath gebracht und dort von der Firma Poschacher verwertet – zu Kompost und Erde. In Kraubath wird auf einer bestehenden Anlage mit einem anderen Verfahren gearbeitet, deshalb soll es keine Geruchsbelästigung geben.

Das wird übrigens bei den Fuhren nach Kraubath wieder mit nach Allerheiligen genommen. „Das heißt jetzt, die Leute können sich gute, fertige Erde bei uns holen“, sagte Andreas Zöscher, Geschäftsführer des Abfallwirtschaftsverbandes Mürzverband.

Unterstützend und koordinierend steht auch Öko & More zur Seite, wie Geschäftsführer Josef Trummer erklärte. Die Service-und Dienstleistungs GmbH – mit der Firma Poschacher als Arbeitsgemeinschaft tätig – sorgt auch dafür, dass, wenn zu viel Biomüll angeliefert wird, dieser zu anderen Verwertern kommt.

Wilhelm Himmel, Nachhaltigkeitskoordinator des Landes Steiermark, blickte zurück: In den 1980er-Jahren wurde der Müll immer mehr, und in der Steiermark suchte man fieberhaft nach einer Lösung. Die Kompostierung von biogenem Material war die Folge. Himmel: „In Kindberg gab es die ersten Versuche, biogene Abfälle zu kompostieren.“ Heute sind es 100.000 Tonnen.

Ein Problem bei der Verwertung ist falsche Mülltrennung, die oft vorkommt. Plastiksackerl etwa machen große Probleme. „Da musst du mit der Gabel im Abfallhaufen stehen und sie händisch rausholen“, erklärte Zöscher. Bis zum Schluss wird geklaubt und gesiebt. Das verursacht hohe Kosten. Deshalb meinte Roland Pomberger, Professor für Abfallverwertungstechnik an der Montanuni Leoben: „Der Bürger muss mehr nachdenken, was er reinwirft.“  

Quelle: Kleine Zeitung (Michaela Auer) vom 26.07.2013
Lesen Sie den Original Artikel hier.

 

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