Umwelttechnik aus dem Green Tech Valley
ist weltweit gefragt

16. März 2016

 
Green Tech Cluster - Credit: Istock/wildpixel

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Die steirischen Technologieführer ANDRITZ AG und Binder+Co punkten in weit entfernten Märkten. Binder+Co verzeichnet eine steigende Nachfrage im Bereich der Umwelttechnik und erzielte 92,6 % des Rekordumsatzes von 95,50 Mio. Euro im Ausland. Die Regionen Asien und Nordamerika bilden dabei die größten Absatzmärkte. Beide Unternehmen wachsen deutlich: Andritz AG mit 8,8 % und Binder+Co mit 8,5 %, im Bereich der Umwelttechnik sogar mit 23 %.


 

Insgesamt zeichnet sich auf den für Binder+Co relevanten Märkten zaghaftes Wachstum ab. Die Investitionsneigung in den relevanten Branchen – speziell im EU-Raum – blieb 2015 zwar auf niedrigem Niveau und führte damit zu einer weiteren Verschlechterung der Ergebnismargen im Anlagenbau. Positiv entwickelte sich allerdings das Einzelmaschinengeschäft in den USA, vor allem in der Recyclingbranche. Zudem kam auch verstärkte Nachfrage aus der Grundstoffindustrie, wo der Kalibergbau weltweit für einen deutlichen Nachfrageschub sorgte. Im Bereich Verpackungstechnik ging zwar die Nachfrage aus der Petrochemie deutlich zurück, der Bedarf der Lebens- und Futtermittelindustrie blieb aber stabil.

Neuer Umsatzrekord, EBIT deutlich gesteigert

Binder+Co erzielte 2015 einen Konzernumsatz von EUR 95,50 Mio. (2014: EUR 87,94 Mio.) und stellte damit einen neuen Umsatzrekord auf. Das EBIT stieg auf EUR 5,93 Mio. (2014: EUR 4,30 Mio.) ebenfalls deutlich an, erreichte allerdings noch nicht die Spitzenwerte aus früheren Geschäftsjahren. Die Gründe dafür sind ein scharfer Wettbewerb im europäischen Markt sowie die negativen Ergebnisbeiträge von drei in den letzten Jahren erworbenen bzw. gegründeten Tochtergesellschaften.

Umsatzzuwächse in allen drei Segmenten

Das Segment Aufbereitungstechnik, das die Bereiche Sieben, Nass Aufbereiten, Trocknen und Zerkleinern abdeckt, war im Jahr 2015 durch eine Verschärfung des Wettbewerbs geprägt, die zu einer Reduktion der erzielbaren Margen führte. Zusätzlich beeinflussten Verluste aus den 100%-Tochterunternehmen Comec-Binder S.r.l., Bublon GmbH und Binder+Co Machinery (Tianjin) Ltd. das Segmentergebnis negativ. Der Segmentumsatz belief sich auf EUR 47,08 Mio. (2014: EUR 46,58 Mio.) und trug damit 49,3 % (2014: 53,0 %) zum Gesamtumsatz bei. Das Segment-EBIT erreichte dank des ergebnisstarken Einzelmaschinen- und Ersatzteilgeschäfts EUR 2,09 Mio. (2014: EUR 1,01 Mio.). Mit EUR 42,72 Mio. blieb der Auftragseingang des Segments Aufbereitungstechnik im Berichtszeitraum unter dem Spitzenwert des Vorjahres.

Die Nachfrage nach den Produkten des Segments Umwelttechnik – es konzentriert sich auf Sortiermaschinen für Glas-, Papier- und Kunststoff-Recycling – zog im Geschäftsjahr 2015 vor allem in den USA wieder merklich an, was sich auch positiv auf die Ergebnisqualität auswirkte. In Summe lag der gesteigerte Umsatz bei EUR 23,23 Mio. (2014: EUR 18,87 Mio.) und der EBIT-Beitrag bei EUR 1,00 Mio. (2014: EUR 0,30 Mio.). Auch der Auftragseingang legte mit EUR 25,45 Mio. deutlich zu.

Das Segment Verpackungstechnik/Sonstiges erreichte im Geschäftsjahr 2015 einen verbesserten Umsatz von EUR 25,19 Mio. (2014: EUR 22,49 Mio.) und ein leicht reduziertes EBIT von EUR 2,84 Mio. (2014: EUR 2,99 Mio.). Ausgelöst durch den Verfall des Rohölpreises ging die Investitionsneigung im Bereich Petrochemie deutlich zurück, wodurch auch der Auftragseingang mit EUR 18,26 Mio. unter dem Vorjahreswert blieb.

Asien/Australien erstmals größter Absatzmarkt

2015 erzielte die Binder+Co Gruppe 92,6 % ihres Umsatzes im Ausland. Dabei stellte die Region Asien/Australien mit einem Umsatzanteil von 38,1 % erstmals den größten Absatzmarkt dar, gefolgt von Westeuropa (ohne Österreich) mit 34,0 %. Amerika steuerte 9,0 %, Zentral- und Osteuropa (CEE und GUS) 6,7 % und Afrika 4,8 % bei.

Solide Nachfrageentwicklung

2015 wurden neue Aufträge im Volumen von EUR 86,43 Mio. hereingebracht. Mit EUR 45,06 Mio. bildet der Auftragsstand per 31. Dezember 2015 eine zufriedenstellende Basis für das Geschäftsjahr 2016.

Kursentwicklung der Binder+Co-Aktie

Ausgehend von EUR 18,85 zu Jahresbeginn führten kräftige Kurszuwächse am 9. April zum Jahreshöchststand der Binder+Co-Aktie von EUR 21,00. Am 21. Dezember erreichte sie ihren Jahrestiefststand von EUR 17,26 und schloss per Ende Dezember bei EUR 17,50. Insgesamt gab der Wert der Binder+Co-Aktie 2015 um 7,2 % nach, lag damit aber nach wie vor um 175,0 % über dem Stand bei der Erstnotiz am 27. Dezember 2006.

Ausblick

Binder+Co geht davon aus, dass das Umsatzwachstum der kommenden Jahre zunehmend von Asien sowie von Nord- und Südamerika getragen sein wird. Gleichzeitig wird der Umsatz aus den Key- und Target Accounts weltweit ausgebaut. Mit einem Auftragsstand von EUR 45,06 Mio. zu Jahresbeginn sollte es gelingen, das eingeleitete Umsatzwachstum 2016 weiter fortzusetzen.

Die Binder+Co Gruppe

Binder+Co ist als Spezialist für Aufbereitungs-, Umwelt- und Verpackungstechnik Weltmarktführer in den Bereichen Siebtechnik und Glasrecycling. Ende 2006 an der Wiener Börse eingeführt, werden die Binder+Co-Aktien im Dritten Markt im Segment mid market gehandelt. Die Binder+Co Gruppe besteht aus der Binder+Co AG, den drei 100%-Töchtern Comec-Binder S.r.l., Bublon GmbH und Binder+Co Machinery (Tianjin) Ltd. sowie dem Joint Venture Statec Binder GmbH (50,7 %).

Rückfragen
Dr. Karl Grabner, Mitglied des Vorstands
Tel.: +43/3112/800-363

 

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