Ausgediente Autos am Prüfstand

25. Juni 2014

 

Das EU-Projekt ShredderSort soll den Trennungs- und Sortierungsprozess von Nichteisenmetallen mithilfe neuer Technologien revolutionieren. Insgesamt fast 4,5 Millionen Euro werden dafür innerhalb einer Laufzeit von drei Jahren investiert. Der Startschuss fiel im Jänner 2014. 6.384.791 Kraftfahrzeuge kreuzten 2013 mit einem österreichischen Nummerntaferl über unsere Straßen. Allein bei den PKWs waren das über 50.000 mehr als […]


 

Das EU-Projekt ShredderSort soll den Trennungs- und Sortierungsprozess von Nichteisenmetallen mithilfe neuer Technologien revolutionieren. Insgesamt fast 4,5 Millionen Euro werden dafür innerhalb einer Laufzeit von drei Jahren investiert. Der Startschuss fiel im Jänner 2014.


6.384.791 Kraftfahrzeuge kreuzten 2013 mit einem österreichischen Nummerntaferl über unsere Straßen. Allein bei den PKWs waren das über 50.000 mehr als noch im Jahr davor. Von VW Golf bis Mazda MX5, eines haben sie alle gemeinsam – früher oder später landen sie am Schrottplatz. Was aber passiert dann?

In Österreich sind die Zahlen noch überschaubar, EU-weit sieht es schon ganz anders aus: 10 Millionen Tonnen an Altauto-Schrott kam 2010 auf, bis 2015 wird dieser Wert um voraussichtlich 40 Prozent steigen. Weltweit spricht man gar von 50 Millionen PKWs, die jährlich auf den Schrottplätzen landen. Und auch hier ist die Tendenz steigend. Mit ihnen liegt ein hoher Anteil an Rohstoffen ungenutzt auf den Deponien.

EU fordert Recycling
Mit der Altautorichtlinie aus dem Jahr 2000 hat die EU auf diese Problematik reagiert und bis 2015 eine Recyclingquote von 95 Prozent bei Altautos vorgeschrieben. 85 Prozent davon über rein stoffliches Recycling, also die effektive Rückgewinnung der verbauten Stoffe – die restlichen zehn Prozent sollen der thermischen Energierückgewinnung zugeführt werden. Um diese Werte auch erreichen zu können, muss vor allem der Trennung und Aufbereitung der in den Autos verbauten Nichteisenmetalle mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Derzeit kann ein Großteil dieser Stoffe nur in mühevoller Handarbeit sortiert werden – zu viele verschieden Legierungen erschweren die sortenreine Trennung und damit eine effiziente Wiederverwertung.

EU fördert Recycling
Mit ShredderSort versucht ein von der EU unterstütztes Forschungsprojekt nun, den Trennungs- und Sortierungsprozess von Nichteisenmetallen mithilfe neuer Technologien zu revolutionieren. Insgesamt fast 4,5 Millionen Euro werden dafür innerhalb einer Laufzeit von drei Jahren investiert. Der Startschuss fiel im Jänner 2014.

Recycling fordert Innovation
Das Projekt lässt sich in zwei Teilbereiche spalten. Zum einen die Trennung der sogenannten schweren Fraktion (schwere Nichteisenmetalle wie Kupfer, Zink und Messing), zum anderen die Sortierung der leichten Fraktion, bei der es sich hauptsächlich um Aluminium und Magnesium handelt.

Bei der schweren Fraktion erforscht man dabei die Überprüfung der elektrischen Leitfähigkeit der Schrotte um so sortenreine Trennung zu ermöglichen. Unterstützt wird das EMTS (Electromagnetic Tensor Spectroscopy) genannte Verfahren auch durch automatisierte visuelle Trennung mithilfe der VIA (Visual Image Analysis)
In der Leichtfraktion erschwert die Vielzahl an unterschiedlichen Legierungen die Trennung. Mittels laserunterstützer Analysetechnik (Lacer Induced Breakdown Spectroscopy) sollen aber hochwertige Legierungen effizient sortiert werden und so dem üblichen Downcycling in der Sekundärproduktion der unedlen Leichtmetalle entgegenwirken.

In den ersten beiden Phasen des Projektes werden die Verfahren noch in Laborumgebung getestet und Prototypen entwickelt. In der dritten Phase jedoch sollen bereits Pilotversuche in den Partnerunternehmen starten, um die innovativen Methoden unter realen Bedingungen zu prüfen. Einer dieser Partner ist auch die Saubermacher Dienstleistungs AG.

Quelle: Saubermacher Dienstleistungs AG / 20. Juni 2014, den Originaltext finden Sie hier.

 

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