Alternativ-Nobelpreisträger Huang Ming in Graz

4. Mai 2012

 

Huang Ming, Solarpionier und Träger des alternativen Nobelpreises, besuchte die Steiermark. Ming will technischen Austausch fördern und sich mit Betrieben vernetzen – aber auch die Welt verändern.Die Relationen sprechen für sich: 300 Millionen Quadratmeter Sonnenkollektoren baut die chinesische Himin-Gruppe jedes Jahr. Die österreichischen Solarfirmen, in Europa immerhin führend, bringen es gemeinsam auf weniger als ein […]


 

Huang Ming, Solarpionier und Träger des alternativen Nobelpreises, besuchte die Steiermark. Ming will technischen Austausch fördern und sich mit Betrieben vernetzen – aber auch die Welt verändern.

Die Relationen sprechen für sich: 300 Millionen Quadratmeter Sonnenkollektoren baut die chinesische Himin-Gruppe jedes Jahr. Die österreichischen Solarfirmen, in Europa immerhin führend, bringen es gemeinsam auf weniger als ein halbes Prozent der Menge. Anstatt vor der Konkurrenz aus dem Reich der Mitte zu zittern, geht die steirische Branche in die Offensive und gründete eine Partnerschaft mit Himin-Gründer und Solarpionier Huang Ming.

Mit Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann und Bernhard Puttinger vom Umwelttechnik-Cluster „Eco World Styria“ unterzeichnete der 54-jährige Unternehmer in Graz einen Kooperationsvertrag. „Wir können uns gegenseitig mit technologischen Innovationen unterstützen“, sagte Huang und stellte Joint Ventures und Wissensaustausch steirischer Firmen mit Himin in Aussicht.

In den vergangenen 15 Jahren hat Huang die Millionenstadt Dezhou zu Chinas „Solar Valley“ ausgebaut. Mit seiner dort ansässigen Himin-Gruppe beschäftigt er 9000 Mitarbeiter und ist bei der Solarthermie Marktführer. Sein Engagement brachte ihm den Alternativen Nobelpreis 2011 und den Spitznamen „Sonnenkönig“ ein.

Durch die Kooperation werde nicht einseitig steirisches Know-how nach China abfließen, beruhigte Buchmann. Vier steirische Firmen sind mit den chinesischen Partnern bereits in Verhandlungen. Zudem ist Huang auf der Suche nach einem europäischen Produktionsstandort. Ob der sogar weiß-grün werden könnte, ist noch offen.

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Kleine Zeitung online, 17.04.2012

 

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