3. Praktikerkonferenz Wasserkraft in Graz war ein voller Erfolg

7. November 2013

 

3. Praktikerkonferenz Wasserkraft in Graz war ein voller Erfolg„Wir können die Herausforderungen aufgrund der zunehmenden erneuerbaren Energieerzeugung nicht umgehend lösen, aber Schritt für Schritt mit innovativen Ansätzen uns einem Optimum nähern“. So die Zusammenfassung der 3. Praktikerkonferenz Wasserkraft von Prof. Helmut Jaberg, Vorstand des Instituts für hydraulische Strömungsmaschinen an der Technischen Universität Graz.Etablierte und gelungene […]


 

3. Praktikerkonferenz Wasserkraft in Graz war ein voller Erfolg

„Wir können die Herausforderungen aufgrund der zunehmenden erneuerbaren Energieerzeugung nicht umgehend lösen, aber Schritt für Schritt mit innovativen Ansätzen uns einem Optimum nähern“. So die Zusammenfassung der 3. Praktikerkonferenz Wasserkraft von Prof. Helmut Jaberg, Vorstand des Instituts für hydraulische Strömungsmaschinen an der Technischen Universität Graz.

Etablierte und gelungene Veranstaltung
Zum Dritten mal fand an der Technischen Universität Graz die Praktikerkonferenz Wasserkraft / Turbinen / Systeme statt. Über 140 Teilnehmer besuchten die Konferenz und erstrangige Referenten berichteten über ihre praktischen Erfahrungen, Problemlösungen und die neuesten Entwicklungen rund um die Wasserkraft. Der stark technisch geprägte Inhalt der Vorträge wurde von 95% als sehr interessant wahrgenommen, für 98% war die Konferenz bestens organisiert und insgesamt sprachen sich 99% der befragten Teilnehmer für eine Weiterempfehlung der Konferenz aus.

Themenschwerpunkte
Der Austausch und das Interesse der Teilnehmer über die Themenschwerpunkte Pumpspeicherwerke, Belastungen und Beanspruchungen sowie Betriebserfahrungen und Planungen prägte die Konferenz. Bereiche, die auch in Zukunft ganz oben auf der Agenda stehen werden. Eine besonders positive Resonanz der Teilnehmer gab es auf die sehr fundierten und praxisorientierten Beiträge von Betreibern, wie unter anderem von Herrn Michael Detering (RWE Innogy), Herrn Thomas Beyer (Vattenfall) und Herrn Helmut Mennel (illwerke). Bemerkenswert war der technische Ansatz eines Roboterbootes von Herrn Michael Detering in seinem Vortrag über den ökonomisch und ökologisch nachhaltigeren Betrieb von Speicherseen und die damit verbundene Vermeidung der Verlandung und von Kapazitätsverlusten der Speicherseen sowie deutliche Reduktion der Instandhaltungskosten. Weiters überzeugte die Konferenz durch Beiträge von Herstellern und Planern mit Informationen aus erster Hand zu neusten und teilweise erst geplanten Entwicklungen und Projekten. Mit einem spannenden und fundierten Vortrag berichtete Herr Christof Gentner (Andritz Hydro) über Stabilitätsprobleme von Pumpturbinen in verschiedenen Betriebsbereichen sowie Herr Jiri Koutnik (Voith Hydro) über die Interaktion zwischen hydraulischen Systemen und Francis-Turbinen bei transienten Vorgängen.

In Graz wird das offene Wort gepflegt
Unbefangen und informell wurde über die Herausforderungen der erneuerbaren Energien und damit verknüpfte Veränderung der Erzeugungskapazitäten im Tagesverlauf und den Einfluss auf das traditionelle Geschäftsmodell von Pumpspeicherkraftwerken diskutiert. In den Diskussionen wurde immer wieder verständlich, dass nur durch die Weiterentwicklung von neuen Spielregeln im Rahmen eines Kapazitätsmarkts eine stabile Energieversorgung weiterhin gewährleistet werden kann. Die Betreiber erkennen in diesem Sachverhalt die grundlegenden Herausforderungen der nächsten Jahre. Alle Konferenzteilnehmer bestätigten die Zukunftschancen der Wasserkraft als die bewährteste und wirtschaftlichste Form der erneuerbaren Stromerzeugung sowie die Pumpspeicherkraftwerke als zentrales Element für den Ausgleich von erzeugter und nachgefragter Energiemenge in den Stromnetzen der Zukunft.

Führung durch Labor und Prüfstand
Als weiteres Gustostückerl der Konferenz gab es für alle interessierten Teilnehmer im Anschluss an die Vorträge am zweiten Konferenztag eine Führung durch das Labor und den Prüfstand des Instituts für hydraulische Strömungsmaschinen der TU Graz. Prof. Jaberg erläuterte ausführlich den aktuellen Stand der technischen Möglichkeiten in der Forschung und Produktentwicklung für Turbinen und Wasserkraftwerke.

Graz – die gemütliche Stadt an der Alpensüdseite
Neben dem inspirierenden fachlich-technischen Austausch kam auch das gesellschaftliche Leben nicht zu kurz. Wie sollte es in Österreich auch anders sein? Graz liegt auf der Südseite der Alpen, bietet die größte Renaissance-Altstadt Europas mit verwinkelten Gassen und einladenden Cafés, ist ehemalige Kulturhauptstadt Europas und war damit allein schon für viele Teilnehmer eine Reise wert.


Die nächste Praktikerkonferenz „Wasserkraft / Turbinen / Systeme“ findet im Herbst 2015 wieder in Graz an der Technischen Universität statt.

Rückblick und Informationen zur Konferenz: : www.wasserkraft-graz.at

 

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